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Wochenplan fürs Essen: so plant man Mahlzeiten und Einkauf

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Blauer Teller mit den Wörtern „Meal Plan“ aus Buchstabensteinen
Ein Essensplan für die Woche spart Zeit, Geld und Reste
Inhalt9 Abschnitte
  1. Was ein Wochenplan bringt – und was nicht
  2. Schritt 1: Vorräte sichten
  3. Schritt 2: den Kalender danebenlegen
  4. Schritt 3: Mahlzeiten verteilen
  5. Ein Muster für die Woche
  6. Reste von vornherein einplanen
  7. Schritt 4: die Einkaufsliste nach Ladenordnung
  8. Typische Fehler
  9. Häufige Fragen

Ein Wochenplan fürs Essen legt einmal in der Woche fest, was an welchem Tag auf den Tisch kommt, und liefert daraus die Einkaufsliste. Das dauert mit etwas Übung 20 bis 30 Minuten und erspart die tägliche Frage, was es heute gibt. Der Plan muss dafür weder aufwendig noch streng sein: Entscheidend ist, dass er zu Ihren Terminen passt und mit den Vorräten beginnt, die schon im Haus sind.

Was ein Wochenplan bringt – und was nicht

Der Nutzen ist handfest. Wer mit Liste einkauft, geht seltener in den Laden und kauft weniger, was später verdirbt. Abends ist die Entscheidung schon gefallen, und die Zutaten sind da. Familien streiten weniger über das Essen, wenn alle beim Planen einen Wunsch äußern durften.

Ein Wochenplan ist dagegen kein Diätplan und kein Vertrag. Wenn am Mittwoch niemand Lust auf den geplanten Auflauf hat, tauschen Sie ihn mit dem Donnerstag. Der Plan soll entlasten, nicht kontrollieren.

Schritt 1: Vorräte sichten

  1. Kühlschrank durchsehen. Was ist angebrochen, was läuft bald ab, welches Gemüse wird weich? Das kommt zuerst auf den Plan.
  2. Gefrierfach prüfen. Eingefrorene Portionen, Brot, Gemüse, Fleisch: Was dort seit Monaten liegt, wird in dieser Woche eingeplant.
  3. Vorratsschrank ansehen. Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Konserven, Kartoffeln und Zwiebeln sind die Grundlage für viele Gerichte und müssen nicht neu gekauft werden.
  4. Notieren. Schreiben Sie auf einen Zettel, was verbraucht werden muss und was als Grundstock vorhanden ist.

Abgelaufen heißt dabei nicht automatisch verdorben; den Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum erklärt der Beitrag zum Mindesthaltbarkeitsdatum. Das Sichten geht schneller, wenn der Schrank übersichtlich ist – dazu mehr unter Vorratsschrank organisieren.

Schritt 2: den Kalender danebenlegen

Die meisten Pläne scheitern nicht am Kochen, sondern an der Woche. Schauen Sie deshalb vor dem Planen in den Kalender: Wer ist an welchem Abend zu Hause? An welchem Tag ist Sport, Elternabend oder Spätschicht? Wann wird auswärts gegessen?

Daraus ergibt sich für jeden Tag eine Art: ein schneller Tag (höchstens 20 bis 30 Minuten am Herd), ein normaler Tag, ein Tag mit mehr Zeit, ein Restetag, ein freier Tag. Erst danach suchen Sie die Gerichte aus. Wer es umgekehrt macht, plant für den vollsten Tag der Woche das aufwendigste Essen.

Schritt 3: Mahlzeiten verteilen

Legen Sie zuerst fest, welche Mahlzeiten Sie überhaupt planen. Den meisten Haushalten genügt die warme Hauptmahlzeit; Frühstück und Brotzeit laufen ohnehin nach Gewohnheit und brauchen nur einen Posten auf der Einkaufsliste.

Für die Auswahl helfen ein paar Regeln:

  • Zuerst verbrauchen, was da ist. Die Notizen aus Schritt 1 bestimmen die ersten zwei, drei Gerichte.
  • Frisches früh, Haltbares spät. Fisch, Hackfleisch, Blattsalat und Beeren gehören in die ersten Tage nach dem Einkauf, Kohl, Möhren, Kartoffeln, Tiefkühlgemüse und Vorratsgerichte ans Ende.
  • Doppelt kochen. Aus einer großen Portion werden zwei Mahlzeiten: eine für sofort, eine für den Restetag oder das Gefrierfach.
  • Zutaten mehrfach nutzen. Ein Bund Kräuter, ein Becher Sahne oder ein halber Kohlkopf sollten in der Woche zweimal vorkommen, damit kein Rest liegen bleibt.
  • Feste Tage entlasten. Viele Familien fahren gut mit festen Themen: ein Nudeltag, ein Suppentag, ein Tag für Brotzeit. Dann ist nur noch die Variante zu entscheiden.
  • Bewährtes sammeln. Führen Sie eine Liste mit 15 bis 20 Gerichten, die bei Ihnen gelingen und gegessen werden. Aus ihr stammt der größte Teil des Plans; ein neues Gericht je Woche reicht.

Ein Muster für die Woche

Die Tabelle zeigt den Aufbau, nicht den Speiseplan – setzen Sie Ihre eigenen Gerichte ein. Eingekauft wird in diesem Beispiel am Samstag.

TagArt des TagesWas auf den Plan gehörtBeispiel
SamstagEinkauf, Zeit zum Kochendas Empfindlichste vom Einkauffrischer Fisch mit Kartoffeln und Salat
SonntagZeit zum Kochengroße Menge, doppelte PortionEintopf oder Braten, die Hälfte beiseitestellen
Montagschneller TagRest vom Sonntagzweite Portion Eintopf mit Brot
Dienstagnormaler Tagfrisches Gemüse, das nicht lange hältGemüsepfanne mit Reis, Reis für Donnerstag mitkochen
Mittwochschneller TagVorratsgerichtNudeln mit Tomatensauce
DonnerstagRestetagalles, was offen istgebratener Reis mit Gemüseresten und Ei
Freitagfreier Tagnichts planenBrotzeit, Tiefkühlvorrat oder auswärts

Reste von vornherein einplanen

Reste sind kein Unfall, sondern Teil des Plans. Ein fester Restetag kurz vor dem nächsten Einkauf räumt den Kühlschrank leer und schafft Platz. Dazu passen Gerichte, die fast alles aufnehmen: Pfannengerichte, Suppen, Aufläufe, Omeletts, belegte Brote.

Gekochte Reste gehören zügig abgekühlt in geschlossene Dosen und in den Kühlschrank und sollten in der Regel innerhalb von zwei bis drei Tagen gegessen werden; die Einzelheiten und den Sonderfall Reis behandelt der Beitrag Essensreste richtig aufbewahren. Was Sie in dieser Zeit nicht schaffen, frieren Sie portionsweise ein und beschriften es mit Inhalt und Datum, siehe Lebensmittel einfrieren. Solche Portionen sind die beste Versicherung für den Tag, an dem der Plan nicht aufgeht.

Schritt 4: die Einkaufsliste nach Ladenordnung

Gehen Sie den fertigen Plan Gericht für Gericht durch und schreiben Sie auf, was fehlt – mit Menge. Streichen Sie dann, was laut Schritt 1 schon im Haus ist. Zum Schluss kommen die Dinge dazu, die nicht zu einem Gericht gehören: Frühstück, Brotbelag, Obst, Getränke, Haushaltswaren.

Ordnen Sie die Liste so, wie Sie durch den Laden gehen. In den meisten Supermärkten ist das ungefähr diese Reihenfolge:

  • Obst und Gemüse
  • Brot und Backwaren
  • Trockenwaren: Nudeln, Reis, Mehl, Konserven, Gewürze
  • Getränke
  • Drogerie- und Haushaltsartikel
  • Molkereiprodukte, Eier, Käse und Wurst aus dem Kühlregal
  • Fleisch und Fisch
  • Tiefkühlkost zuletzt

Gekühltes und Tiefgekühltes steht bewusst am Ende, damit es möglichst kurz ohne Kühlung bleibt. Ob Sie die Liste auf Papier, als Notiz im Handy oder in einer geteilten App führen, ist Geschmackssache; eine geteilte Liste hat den Vorteil, dass alle im Haushalt eintragen können, was ausgegangen ist. Hängen Sie den Plan dort auf, wo ihn alle sehen, etwa am Kühlschrank – dann muss niemand fragen, und wer zuerst zu Hause ist, kann anfangen.

Typische Fehler

  • Zu ehrgeizig planen. Sieben neue Gerichte in einer Woche hält niemand durch.
  • Den Kalender ignorieren. Aufwendiges Essen an vollen Tagen fällt aus, und die Zutaten verderben.
  • Keinen freien Tag lassen. Irgendetwas kommt immer dazwischen; ein Puffer fängt das auf.
  • Ohne Blick in die Vorräte einkaufen. So stehen am Ende drei Gläser Senf im Schrank.
  • Mengen nicht aufschreiben. „Kartoffeln“ hilft im Laden wenig, „1,5 kg Kartoffeln“ schon.
  • Hungrig einkaufen. Dann landet mehr im Wagen, als auf der Liste steht.

Häufige Fragen

Wie viele Tage sollte man im Voraus planen?

Für die meisten Haushalte ist eine Woche der richtige Abstand: lang genug für einen großen Einkauf, kurz genug, dass frische Ware hält. Wer das zu starr findet, plant fünf Gerichte ohne feste Tage und entscheidet täglich, welches davon an der Reihe ist.

An welchem Tag plant man am besten?

Am Tag vor dem Einkauf oder am Einkaufstag selbst, wenn die Vorräte am niedrigsten sind und sich der Rest gut überblicken lässt. Viele planen am Freitagabend oder Samstagmorgen.

Lohnt sich ein Wochenplan für eine Person?

Ja, gerade dann. Viele Packungen sind für eine Person zu groß; der Plan sorgt dafür, dass der Rest ein zweites Mal vorkommt oder eingefroren wird. Doppelt kochen und eine Portion einfrieren passt besonders gut.

Was tun, wenn der Plan durcheinandergerät?

Tage tauschen und zuerst das Empfindlichste verbrauchen. Fällt ein Gericht ganz aus, frieren Sie Fleisch oder Fisch rechtzeitig ein, statt es auf gut Glück liegen zu lassen, und schieben das Gericht in die nächste Woche.

Wie bringe ich die Familie dazu mitzumachen?

Lassen Sie jedes Familienmitglied ein Gericht für die Woche aussuchen und verteilen Sie die Aufgaben gleich mit: Wer deckt, wer schnippelt, wer räumt ab. Wie sich Hausarbeit insgesamt aufteilen lässt, beschreibt der Beitrag zum Haushaltsplan.