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Umzugskartons richtig packen

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Schwere Bücher liegen gestapelt in einem Umzugskarton
Bücher gehören in kleine Kartons – sonst werden sie zu schwer zum Tragen
Inhalt10 Abschnitte
  1. Was Sie brauchen
  2. Schritt für Schritt: einen Karton packen
  3. Die 20-Kilo-Faustregel
  4. Geschirr und Gläser sicher verpacken
  5. Richtig beschriften
  6. Die Erste-Nacht-Kiste
  7. Was nicht in den Umzugswagen gehört
  8. Vor dem Packen ausmisten
  9. Typische Fehler
  10. Häufige Fragen

Umzugskartons packen Sie richtig, wenn schwere Dinge in kleine Kartons kommen, leichte in große, und kein Karton mehr als etwa 20 kg wiegt. Den Boden verkleben Sie mit Klebeband, Geschirr stellen Sie hochkant und in Papier gewickelt hinein, Lücken werden ausgepolstert. Jeder Karton bekommt Zielraum und Inhalt auf Deckel und Seite. Dokumente, Wertsachen und eine Kiste mit allem für die erste Nacht bleiben bei Ihnen.

Was Sie brauchen

  • Umzugskartons in zwei Größen: Standardkartons und kleinere Bücherkartons
  • breites Packband und einen Abroller
  • Packpapier oder Seidenpapier, dazu alte Handtücher und Decken als Polster
  • wasserfeste Filzstifte, bei Bedarf farbige Aufkleber je Raum
  • Frischhaltefolie und verschließbare Beutel für Flüssigkeiten und Kleinteile
  • Kleiderboxen zum Hängen für Mäntel und Anzüge (oft bei Umzugsfirmen zu leihen)

Rechnen Sie großzügig: Eine voll eingerichtete Zweizimmerwohnung mit Küche braucht schnell 40 bis 60 Kartons, mit vielen Büchern mehr.

Schritt für Schritt: einen Karton packen

  1. Boden verkleben. Auch Kartons mit Steckboden unten mit Klebeband sichern: einen Streifen über die Mittelnaht und je einen über die Seitennähte. Dieses Muster hält auch bei schwerem Inhalt.
  2. Schweres nach unten. Bücher, Töpfe und Werkzeug unten, Leichtes und Zerbrechliches obenauf.
  3. Lücken füllen. Hohlräume mit zerknülltem Papier, Handtüchern oder Kissenbezügen ausstopfen. Was im Karton rutschen kann, bricht.
  4. Nicht überfüllen. Der Deckel muss sich flach schließen lassen. Ein gewölbter Deckel lässt sich nicht stapeln, und der Karton darunter knickt ein.
  5. Probeheben. Lässt sich der Karton nur mit Mühe anheben, nehmen Sie etwas heraus.
  6. Verschließen und beschriften. Deckel zukleben, Zielraum und Inhalt auf die Oberseite und mindestens eine Seite schreiben.

Die 20-Kilo-Faustregel

Ein gepackter Umzugskarton sollte höchstens etwa 20 kg wiegen. Darüber wird das Tragen über Treppen zur Gefahr für Rücken und Knie, und der Kartonboden gibt eher nach. Viele Hersteller geben für ihre Kartons eine höhere Belastbarkeit an; die gilt aber für das Material, nicht für die Menschen, die ihn tragen. Ein großer Standardkarton, voll mit Büchern, wiegt leicht 30 kg und mehr. Deshalb gehören Bücher, Akten, Geschirr und Vorräte in kleine Kartons. Große Kartons füllen Sie mit Bettwäsche, Kleidung, Kissen und Spielzeug.

Geschirr und Gläser sicher verpacken

  1. Boden polstern. Eine Lage zerknülltes Papier oder ein Handtuch in den Karton.
  2. Teller einzeln einwickeln und hochkant nebeneinander stellen, wie in der Spülmaschine. So verteilen sich Stöße auf die Kante statt auf die Fläche, und Teller brechen seltener als im Stapel.
  3. Tassen und Schüsseln einzeln einwickeln und mit der Öffnung nach unten obenauf setzen.
  4. Gläser einzeln einwickeln, auch innen etwas Papier hineinstecken; Weingläser mit dem Stiel extra umwickeln. Getränkekisten mit Fächern oder spezielle Gläserkartons sind ideal.
  5. Obenauf polstern und den Karton als „Zerbrechlich“ und mit „Oben“ kennzeichnen.

Zeitungspapier geht auch, färbt aber auf helles Geschirr ab, das Sie danach spülen müssen. Unbedrucktes Packpapier spart diese Arbeit.

Richtig beschriften

Eine klare Beschriftung entscheidet darüber, wie schnell Sie in der neuen Wohnung wieder funktionieren. Schreiben Sie auf jeden Karton den Zielraum (nicht den Raum, aus dem er kommt) und einen kurzen Inhalt: „Küche – Töpfe, Pfannen“. Beschriften Sie Oberseite und mindestens eine Seite, denn gestapelte Kartons sieht man nur von der Seite. Farbige Aufkleber je Raum und ein Zettel an der Tür jedes neuen Zimmers helfen den Helfern. Wer die Kartons nummeriert und eine Liste führt, merkt am Ende, ob einer fehlt.

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Die Erste-Nacht-Kiste

Am Umzugsabend will niemand in dreißig Kartons nach der Zahnbürste suchen. Packen Sie eine Kiste oder Tasche, die als letzte ins Auto kommt und als erste herauskommt:

  • Bettwäsche, Handtücher, Schlafsachen und Kleidung für den nächsten Tag
  • Zahnbürste, Kosmetik, Toilettenpapier, Medikamente
  • Ladekabel, eine Taschenlampe, einen Akkuschrauber oder Schraubendreher, Glühbirnen
  • Wasserkocher, Kaffee, ein paar Tassen und Teller, Snacks
  • Müllbeutel, Spülmittel, ein Tuch
  • Spielzeug und Kuscheltier für Kinder, Futter und Napf für Haustiere

Was nicht in den Umzugswagen gehört

Dokumente wie Ausweise, Verträge, Zeugnisse und Versicherungsunterlagen, dazu Bargeld, Schmuck, Laptop, Festplatten mit Fotos und Medikamente transportieren Sie selbst. Geht ein Karton verloren oder wird beschädigt, ist das bei diesen Dingen nicht mit Geld auszugleichen.

Viele Umzugsunternehmen transportieren zudem keine gefährlichen oder leicht entzündlichen Stoffe wie Farben, Lösungsmittel oder Gasflaschen; fragen Sie vorher nach und entsorgen Sie angebrochene Reste lieber vor dem Umzug. Flüssigkeiten wie Shampoo und Öl verschließen Sie dicht: Deckel auf, Frischhaltefolie über die Öffnung, Deckel wieder zu und das Ganze in einen verschließbaren Beutel. Den Kühlschrank rechtzeitig leeren und abtauen, wie im Beitrag Kühlschrank abtauen beschrieben.

Vor dem Packen ausmisten

Jedes Teil, das Sie nicht mitnehmen, müssen Sie nicht packen, tragen und wieder auspacken. Gehen Sie Schränke, Keller und Dachboden einige Wochen vor dem Umzug durch; Anregungen gibt der Beitrag Kleiderschrank ausmisten. Saisonkleidung, die Sie erst in Monaten wieder brauchen, lagern Sie gleich so ein, dass sie in der neuen Wohnung verpackt bleiben kann, siehe Kleidung einlagern. Und wer auszieht, hat meist noch Arbeit in der alten Wohnung: Dübellöcher verschließen und putzen, mehr dazu in Endreinigung beim Auszug.

Typische Fehler

  • Bücher im großen Karton. Er reißt, oder jemand verhebt sich.
  • Nur mit Steckboden. Ohne Klebeband öffnet er sich im Treppenhaus.
  • Halbvolle Kartons. Sie knicken beim Stapeln ein.
  • Beschriftung nur auf dem Deckel. Im Stapel sieht man sie nicht.
  • Alles auf den letzten Tag. Wer ab zwei Wochen vorher jeden Tag einige Kartons packt, hat am Umzugstag Ruhe.

Häufige Fragen

Wie schwer darf ein Umzugskarton sein?

Als Faustregel höchstens etwa 20 kg. Die Kartons selbst halten laut Hersteller oft mehr, aber das Tragen über Treppen wird darüber mühsam und riskant.

Wie packt man Teller am besten?

Einzeln in Papier wickeln und hochkant nebeneinander in einen kleinen, gut gepolsterten Karton stellen. So brechen sie seltener als im Stapel.

Wie viele Umzugskartons brauche ich?

Eine häufig genannte Faustregel sind etwa 20 Kartons pro Wohnraum, für Bad und Flur weniger, bei vielen Büchern deutlich mehr. Besser ein paar zu viel als am letzten Abend zu wenige.

Wo schreibe ich die Beschriftung hin?

Auf die Oberseite und mindestens eine Seite, mit Zielraum und Inhalt. Farbige Aufkleber je Raum machen es den Helfern leichter.