Spielzeug reinigen: Plastik, Holz und Stoff

Inhalt10 Abschnitte
- Wie sauber muss Spielzeug sein?
- Was Sie brauchen
- Schritt für Schritt: Plastikspielzeug von Hand reinigen
- Spielzeug in der Spülmaschine
- Holzspielzeug: feucht, nicht nass
- Stoffspielzeug und Plüsch
- Badespielzeug: das Problem mit dem Loch
- Elektronisches Spielzeug und Kunststoff mit Belag
- Wie oft reinigen?
- Häufige Fragen
Spielzeug reinigen Sie in den meisten Fällen mit warmem Wasser und etwas Spülmittel, danach wird klar nachgespült und gut getrocknet. Hartplastik ohne Batterien darf, wenn der Hersteller es erlaubt, in den oberen Korb der Spülmaschine. Holzspielzeug wischen Sie nur feucht ab, Stoffspielzeug kommt nach Etikett in die Waschmaschine. Desinfizieren ist im normalen Familienalltag selten nötig.
Wie sauber muss Spielzeug sein?
Kinder nehmen Spielsachen in den Mund, werfen sie auf den Boden und nehmen sie mit in die Sandkiste. Das ist normal, und für gesunde Kinder ist ein gewisser Kontakt mit Alltagskeimen kein Problem. Spielzeug muss deshalb nicht steril sein, sondern sauber: frei von Essensresten, klebrigen Rückständen, Speichelkrusten und Staub. Dafür reichen Wasser, Spülmittel und etwas Geduld.
Gründlicher wird es in drei Situationen: nach einem Magen-Darm-Infekt oder einer anderen ansteckenden Krankheit in der Familie, wenn Spielzeug mit Erbrochenem oder Stuhl in Berührung gekommen ist, und bei gebrauchtem Spielzeug vom Flohmarkt. Dann spielt Wärme die Hauptrolle: eine Spülmaschine mit einem heißen Programm oder eine Wäsche bei 60 °C, soweit das Material es verträgt. Desinfektionsmittel sind auch hier meist nicht erforderlich, und Rückstände davon gehören nicht in den Kindermund.
Was Sie brauchen
- Schüssel oder Waschbecken mit warmem Wasser und etwas Spülmittel
- Spülbürste und eine alte Zahnbürste für Ritzen
- mehrere saubere Tücher
- Wäschenetz oder Besteckkorb für kleine Teile in der Spülmaschine
- für Holz ein nebelfeuchtes Tuch und bei Bedarf feines Schleifpapier
- Wattestäbchen für Knopflöcher und Lautsprecheröffnungen
Schritt für Schritt: Plastikspielzeug von Hand reinigen
- Batterien heraus. Bei Spielzeug mit Elektronik zuerst die Batterien entfernen. Solche Teile dürfen nicht ins Wasser.
- Grob vorreinigen. Sand, Krümel und Knete abklopfen oder abbürsten.
- Einweichen. Spielzeug ohne Elektronik und ohne Hohlräume einige Minuten in warmem Spülmittelwasser liegen lassen.
- Bürsten. Mit Spülbürste und Zahnbürste über alle Flächen, Rillen und Gelenke gehen.
- Klar spülen. Unter fließendem Wasser gründlich abspülen, damit keine Spülmittelreste bleiben.
- Trocknen. Auf einem Handtuch ausbreiten, Öffnungen nach unten, und vollständig trocknen lassen, bevor es zurück in die Kiste kommt.
Spielzeug in der Spülmaschine
Hartplastik wie Bauklötze, Rasseln aus einem Stück, Sandförmchen, Duplo-artige Steine oder Plastiktiere können in vielen Fällen in die Spülmaschine. Voraussetzung ist, dass der Hersteller es erlaubt, dass keine Elektronik und keine Batterien darin stecken und dass keine Teile geklebt sind. Legen Sie die Sachen in den oberen Korb, weil es dort weniger heiß wird als unten, und kleine Teile in den Besteckkorb oder ein Wäschenetz, damit sie nicht in den Filter fallen. Ein Programm mit mittlerer Temperatur ist sicherer als das Intensivprogramm, denn weiches oder dünnes Plastik kann sich verziehen.
Nicht in die Spülmaschine gehören Holz, Spielzeug mit Aufklebern oder bemalten Oberflächen, Weichplastik mit Quietschern, alles mit Batteriefach und Klemmbausteine, bei denen der Hersteller davon abrät. LEGO etwa empfiehlt, die Steine von Hand in Wasser bis 40 °C zu waschen. Danach sollten Sie Filter und Sieb der Spülmaschine kontrollieren; wie das geht, steht unter Spülmaschine reinigen.
Holzspielzeug: feucht, nicht nass
Holz nimmt Wasser auf, quillt und kann beim Trocknen reißen, Farbe und Lack lösen sich. Legen Sie Holzspielzeug deshalb nie in Wasser und geben Sie es nicht in die Spülmaschine. Stattdessen wischen Sie es mit einem gut ausgewrungenen Tuch und etwas mildem Spülmittelwasser ab, wischen mit klarem Wasser nach und trocknen es sofort mit einem Handtuch. Ein wenig Essigwasser, wie oft empfohlen, bringt gegenüber Spülmittel kaum Vorteile.
Rau gewordene Stellen an unbehandeltem Holz lassen sich mit feinem Schleifpapier glätten. Ob und womit Sie nachölen, richtet sich nach dem Hersteller; für Kinderspielzeug gibt es Öle und Wachse, die für diesen Zweck geeignet sind. Speiseöl aus der Küche wird mit der Zeit ranzig und klebrig. Wie man Holz grundsätzlich pflegt, beschreibt Holz-Arbeitsplatte pflegen.
Stoffspielzeug und Plüsch
Stofftiere, Stoffbücher und Plüschbälle werden gewaschen, nicht gewischt. Maßgeblich ist das Etikett; vorher entfernen Sie Brummstimmen und Batterien. Wie das genau geht und was bei Milben hilft, steht im Beitrag Kuscheltiere waschen.
Badespielzeug: das Problem mit dem Loch
Badespielzeug mit Loch schimmelt fast immer von innen. Quietscheentchen und Spritztiere saugen Badewasser an, das innen nie ganz ausläuft. Mit Seifenresten und Hautschuppen entsteht ein schwarzer Belag, den man erst sieht, wenn man das Tier aufschneidet. Kinder spritzen diesen Inhalt gern in den Mund.
Drücken Sie Badespielzeug nach jedem Bad kräftig aus, bis kein Wasser mehr kommt, und lassen Sie es mit der Öffnung nach unten trocknen. Dauerhaft sauber bleiben nur Modelle ohne Loch oder solche, die sich zum Reinigen aufschrauben oder öffnen lassen. Manche Eltern verschließen das Loch vor dem ersten Bad mit einem Tropfen Heißkleber; das Tier kann dann nicht mehr spritzen, bleibt dafür aber trocken. Spritzt schwarzes Wasser heraus, gehört das Spielzeug in den Müll. Auskochen oder Einweichen in Essig erreicht den Belag innen kaum zuverlässig.
Elektronisches Spielzeug und Kunststoff mit Belag
Spielzeug mit Batterien, Lautsprechern oder Lichtern reinigen Sie nur von außen: mit einem leicht feuchten Tuch, bei Ritzen mit einem Wattestäbchen. Wasser darf nicht in Batteriefach, Tasten oder Lautsprecheröffnungen laufen. Klebrige Stellen lösen sich mit etwas Spülmittel auf dem Tuch.
Ist weißes Plastik mit der Zeit gelblich geworden, ist das meist kein Schmutz, sondern gealtertes Material; was dagegen hilft und was nicht, steht unter vergilbtes Plastik.
Wie oft reinigen?
Ein fester Rhythmus ist nicht nötig. Spielzeug, das Babys in den Mund nehmen, reinigen Sie häufiger, etwa einmal pro Woche, dazu immer, wenn es sichtbar verschmutzt oder klebrig ist. Größere Sammlungen wie Bausteine genügt es, ab und zu durchzuwaschen. Nach einer Krankheit in der Familie lohnt sich ein gründlicher Durchgang mit Wärme. Für alle anderen Dinge im Kinderalltag hilft der Blick in die Rubrik Familie.
Häufige Fragen
Muss ich Babyspielzeug desinfizieren?
Im Alltag nicht. Warmes Wasser, Spülmittel und gründliches Abspülen reichen. Nach einer ansteckenden Erkrankung hilft Wärme, etwa ein Spülmaschinengang, besser als Desinfektionsmittel, deren Rückstände nicht in den Kindermund gehören.
Kann ich Spielzeug in der Waschmaschine waschen?
Stoffspielzeug ja, nach Etikett. Hartplastik wie Bausteine übersteht die Trommel in einem Wäschenetz zwar oft, kann aber verkratzen und die Maschine beschädigen. Für Plastik ist die Handwäsche oder, wenn erlaubt, die Spülmaschine der bessere Weg.
Wie bekomme ich Schimmel aus Badespielzeug?
Meist gar nicht zuverlässig, weil der Belag innen sitzt. Spielzeug mit schwarzem Inhalt entsorgen und künftig Modelle ohne Loch oder zum Öffnen kaufen.
Wie reinige ich gebrauchtes Spielzeug vom Flohmarkt?
Wie neues, nur gründlicher: Plastik in warmem Spülmittelwasser einweichen und bürsten oder, wenn geeignet, in die Spülmaschine geben, Stoffspielzeug nach Etikett waschen. Stark riechendes oder beschädigtes Spielzeug lieber aussortieren.



