Gartenmöbel reinigen: Holz, Kunststoff, Metall und Rattan

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Gartenmöbel reinigen Sie am besten mit warmem Wasser, etwas Schmierseife oder Spülmittel und einer Bürste, die zum Material passt: eine Wurzelbürste für Holz, eine weiche Bürste für Kunststoff und Polyrattan, ein Schwamm für lackiertes Metall. Danach klar abspülen und in der Sonne trocknen lassen. Holz bekommt anschließend bei Bedarf eine Schicht Öl, Metall eine Kontrolle auf Rost. Scharfe Reiniger und der Hochdruckreiniger aus kurzer Entfernung richten mehr Schaden an, als sie nützen.
Wann Sie reinigen sollten
Zweimal im Jahr ist eine gründliche Reinigung sinnvoll: im Frühjahr, wenn die Möbel aus dem Winterlager kommen, und im Herbst, bevor sie eingelagert werden. Wer im Herbst reinigt, räumt keinen Schmutz, keinen Blütenstaub und keine Vogelkotreste ins Winterquartier, wo sie sich über Monate festsetzen. Zwischendurch genügt es, Tisch und Sitzflächen nach dem Gebrauch abzuwischen und Laub, Blüten und Harz nicht liegen zu lassen. Vor allem Vogelkot ist aggressiv und sollte bald weg.
Was Sie brauchen
- einen Eimer mit warmem Wasser, Schmierseife oder Spülmittel
- eine Wurzelbürste für Holz, eine weiche Bürste oder einen Schwamm für alles andere
- einen Gartenschlauch oder eine Gießkanne zum Abspülen
- für Holz: Holzöl passend zur Holzart, gegebenenfalls einen Entgrauer
- für Metall: Schleifvlies und Rostschutzlack für Ausbesserungen
- Handschuhe
Holzmöbel: Teak, Akazie, Eukalyptus und Kiefer
Holz ist das Material mit den meisten Fragen, weil die Holzarten sich unterscheiden. Teak, Robinie und andere Harthölzer enthalten eigene Öle und Harze und halten draußen ohne Behandlung jahrzehntelang. An der Sonne verlieren sie aber ihren Braunton und werden silbergrau. Diese Vergrauung ist ein natürlicher Vorgang an der Oberfläche und schadet dem Holz nicht. Akazie und Eukalyptus sind ebenfalls recht robust, reißen aber leichter und danken gelegentliches Ölen. Kiefer, Fichte und Lärche sind weiche Hölzer; sie sind fast immer lasiert oder imprägniert und empfindlicher gegen Wasser und Druck.
- Trocken abbürsten. Laub, Staub und Spinnweben mit einem Handfeger entfernen.
- Einweichen. Das Holz mit warmem Schmierseifenwasser einstreichen, etwa ein bis zwei Esslöffel Schmierseife auf fünf Liter Wasser, und einige Minuten wirken lassen.
- Schrubben. Mit der Wurzelbürste in Faserrichtung bürsten, nie quer. Querbürsten raut die Oberfläche auf.
- Abspülen. Mit klarem Wasser gründlich nachspülen, bis kein Schaum mehr zu sehen ist.
- Trocknen lassen. Mindestens einen trockenen Tag, besser zwei, bevor Öl aufgetragen wird.
- Ölen. Ein zur Holzart passendes Gartenmöbelöl dünn mit einem Lappen oder Pinsel auftragen, nach 15 bis 20 Minuten den Überschuss abreiben.
Soda, also Waschsoda, wird für stark verschmutzte Holzmöbel oft empfohlen. Es ist deutlich alkalischer als Schmierseife, löst Fett und Grünbelag gut, kann aber Holz dunkel verfärben und die Fasern aufrichten. Nehmen Sie es nur für sehr verschmutztes Hartholz, verdünnt, mit Handschuhen, und spülen Sie gründlich nach. Mehr zum Mittel selbst steht unter Waschsoda.
Vergrautes Teak wieder braun machen: Ein Teakreiniger oder Entgrauer löst die graue Schicht, danach wird leicht geschliffen und geölt. Das ist Kosmetik, keine Pflicht. Wer einmal ölt, muss es aber jedes Jahr wiederholen, sonst vergraut das Holz fleckig. Lackierte oder lasierte Möbel werden nicht geölt, sondern bei Bedarf neu lasiert. Kratzer und Macken im Holz behandelt der Beitrag Kratzer in Holzmöbeln entfernen.
Kunststoffmöbel und Grünbelag
Monoblock-Stühle und Kunststofftische sind unkompliziert, zeigen aber jeden Kratzer. Reinigen Sie sie mit warmem Spülmittelwasser und einer weichen Bürste. Grünbelag und Algen in rauen Oberflächen lösen sich, wenn das Seifenwasser ein paar Minuten einwirkt; hartnäckige Stellen behandeln Sie mehrmals statt einmal mit Gewalt.
Keine Scheuermittel, keine Scheuerschwämme, kein Schmutzradierer auf großer Fläche. Sie rauen die Oberfläche auf, dann setzt sich der Schmutz noch schneller fest. Nach Jahren in der Sonne werden weiße Kunststoffmöbel gelblich und kreidig. Das ist eine Alterung des Materials, die sich nur begrenzt rückgängig machen lässt; was hilft und was nicht, steht unter Vergilbtes Plastik.
Metallmöbel: Aluminium, Stahl und Schmiedeeisen
Pulverbeschichtetes Aluminium und lackierter Stahl vertragen Spülmittelwasser und einen weichen Schwamm. Säuren und stark alkalische Reiniger greifen Aluminium an und machen es fleckig. Prüfen Sie beim Reinigen gleich die Füße, Schweißnähte und Schraubstellen: Dort platzt der Lack zuerst ab. Kleine Stellen schleifen Sie mit Schleifvlies an und bessern sie mit Metalllack aus. Ist schon Rost zu sehen, lesen Sie unter Rost entfernen, wie Sie ihn abtragen und das Metall danach schützen. Edelstahl-Gestelle reinigen Sie mit Spülmittelwasser und reiben sie trocken; Stahlwolle hinterlässt Eisenteilchen, die neu rosten.
Polyrattan und Geflecht
Polyrattan ist ein Kunststoffgeflecht und wetterfest, Naturrattan dagegen gehört nicht dauerhaft nach draußen. Saugen Sie das Geflecht zuerst mit dem Bürstenaufsatz ab, dann bürsten Sie es mit Spülmittelwasser und einer weichen Bürste in Flechtrichtung aus. Mit dem Gartenschlauch abspülen und in der Sonne trocknen lassen. Tiefer Schmutz in den Kreuzungen löst sich mit einer alten Zahnbürste.
Hochdruckreiniger: nur mit Abstand
Ein Hochdruckstrahl aus kurzer Entfernung reißt Holzfasern heraus, raut Kunststoff auf und kann Polyrattan-Geflecht lockern. Auf weichem Holz wie Kiefer oder Fichte bleibt eine faserige, pelzige Oberfläche, die schneller vergraut und Schmutz aufnimmt. Wenn Sie das Gerät überhaupt einsetzen, dann nur auf Metall und hartem Kunststoff, mit Flachstrahldüse, niedriger Stufe und mindestens 30 Zentimetern Abstand. Auf Holz ist die Bürste die bessere Wahl. Eine Sitzprobe danach zeigt es: Sticht oder fühlt sich das Holz pelzig an, war der Strahl zu stark.
Auflagen, Kissen und Glasplatten
Abnehmbare Bezüge von Auflagen waschen Sie nach Pflegeetikett, meist bei 30 °C. Nicht abnehmbare Polster bürsten Sie mit Seifenwasser ab und lassen sie aufrecht in der Sonne trocknen. Dunkle Punkte auf dem Stoff sind häufig Stockflecken, die entstehen, wenn Kissen feucht gelagert werden; was dagegen hilft, erklärt Stockflecken entfernen. Glasplatten reinigen Sie wie Fenster, mit Wasser, einem Spritzer Spülmittel und einem Abzieher. Harz von Bäumen löst sich mit etwas Öl oder Spiritus, auf lackierten Flächen vorher an einer unauffälligen Stelle testen.
Richtig überwintern
Trockene, saubere Möbel überwintern am besten in einem Gartenhaus, Keller oder einer Garage, mit etwas Abstand zur Wand und nicht direkt auf kaltem Boden. Wer keinen Platz hat, nimmt atmungsaktive Schutzhüllen. Luftdichte Plastikplanen halten Kondenswasser fest, darunter entstehen Stockflecken und Schimmel. Kissen und Auflagen gehören immer nach drinnen. Die Terrasse, auf der die Möbel stehen, reinigen Sie am besten gleich mit, siehe Terrasse reinigen.
Häufige Fragen
Wie reinige ich Holzgartenmöbel mit Hausmitteln?
Mit warmem Wasser, Schmierseife und einer Wurzelbürste in Faserrichtung, danach klar abspülen und trocknen lassen. Schmierseife reinigt mild und hinterlässt eine leicht rückfettende Schicht.
Kann ich Holzgartenmöbel mit Soda reinigen?
Bei stark verschmutztem Hartholz ja, verdünnt und mit Handschuhen. Soda kann Holz aber dunkler färben und die Fasern aufrichten. Gründlich nachspülen und das Holz danach ölen.
Muss ich vergrautes Teak behandeln?
Nein. Die graue Farbe ist eine natürliche Patina und schützt das Holz eher, als dass sie schadet. Behandeln müssen Sie nur, wenn Ihnen der ursprüngliche Farbton wichtig ist.
Darf der Hochdruckreiniger an Gartenmöbel?
An Metall und harten Kunststoff mit Abstand und Flachstrahl, an Holz und Polyrattan besser nicht. Weiches Holz wird faserig und vergraut danach schneller.



