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Schultüte füllen: Ideen, die Erstklässler wirklich freuen

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Schultüten in einem Verkaufsständer im Laden
In die Schultüte passt mehr als Süßes
Inhalt9 Abschnitte
  1. Die Mischung macht es: vier Kategorien
  2. Nützliches für die Schule
  3. Kleines zum Spielen
  4. Etwas Süßes – in Maßen
  5. Etwas Persönliches
  6. Was nicht in die Schultüte gehört
  7. Größe und Gewicht: so packen Sie die Tüte
  8. Die Geschwistertüte
  9. Häufige Fragen

Eine Schultüte füllen Sie am besten nach einer einfachen Mischung: ein paar nützliche Dinge für den Schulalltag, ein kleines Spielzeug, etwas Süßes und ein persönliches Stück, das an den Tag erinnert. Acht bis zwölf kleine Teile reichen völlig. Mehr macht die Tüte nur schwer – und die Überraschung nicht größer.

Die Mischung macht es: vier Kategorien

Die Tüte ist ein Trostpflaster und ein Glücksbringer für einen aufregenden Tag, kein zweites Weihnachten. Bewährt hat sich, aus jeder der vier Gruppen zwei bis drei Dinge zu wählen. So ist für den Moment des Auspackens etwas dabei, für die erste Schulwoche und für die Erinnerung.

KategorieBeispieleAnteil
Nützliches für die SchuleBrotdose, Trinkflasche, Radiergummi, Reflektoranhänger2–3 Teile
Kleines zum SpielenSpringseil, Kartenspiel, Straßenkreide, Pixi-Buch2–3 Teile
Etwas SüßesLieblingsschokolade, Fruchtgummi, Traubenzucker2–3 kleine Teile
PersönlichesBrief, Glücksbringer, Foto, Gutschein für einen Ausflug1–2 Teile

Nützliches für die Schule

Bevor Sie einkaufen, lesen Sie die Materialliste der Schule. Viele Lehrkräfte geben Stifte, Hefte und Farbkasten genau vor; was davon schon im Ranzen steckt, muss nicht noch einmal in die Tüte. Gut geeignet sind Dinge, die auf der Liste fehlen und trotzdem jeden Tag gebraucht werden:

  • Brotdose und Trinkflasche – dicht, leicht zu öffnen und in einer Größe, die in den Ranzen passt. Am besten probiert das Kind den Verschluss vorher unauffällig an einem ähnlichen Modell aus.
  • Reflektoren: Anhänger, Klackband oder Aufkleber für Ranzen und Jacke. Auf dem Schulweg im Herbst sind sie das sinnvollste Geschenk in der ganzen Tüte.
  • Schreibkleinkram: ein besonderer Radiergummi, ein Dosenspitzer, ein Bleistift mit Namen, ein Lesezeichen.
  • Namensaufkleber oder Namensstempel für Stifte, Dosen und Turnbeutel.
  • Freundebuch – in der ersten Klasse wandert es wochenlang durch die Reihen.
  • Regenschutz für den Ranzen, Schlüsselband, kleines Portemonnaie oder ein Brustbeutel.
  • Wecker oder Lernuhr, wenn das Kind die Uhr noch übt.

Wenn Brotdose und Flasche später in Gebrauch sind, hilft der Beitrag Brotdose reinigen gegen Geruch und Verfärbungen.

Kleines zum Spielen

Spielzeug in der Schultüte sollte klein sein und am besten etwas, das man mit neuen Freunden teilen kann.

  • Für die Pause und draußen: Springseil, Gummitwist, Straßenkreide, ein Flummi, Seifenblasen.
  • Für zu Hause: ein Kartenspiel, ein kleines Puzzle, ein Erstlesebuch mit großer Schrift, ein Rätsel- oder Malblock, Sticker.
  • Zum Sammeln: eine kleine Figur aus der Reihe, die das Kind ohnehin mag.

Fragen Sie im Zweifel beim Elternabend, ob Spielzeug und Sammelkarten in der Schule erlaubt sind. Viele Schulen möchten sie nicht im Klassenzimmer haben; dann bleiben sie für den Nachmittag.

Etwas Süßes – in Maßen

Süßes gehört traditionell dazu, daher der Name Zuckertüte. Es genügt aber eine Handvoll: zwei, drei Lieblingssachen statt einer Kilopackung. Einzeln verpackte, kleine Teile sind praktisch, weil sie sich teilen und einteilen lassen. Schokolade schmilzt in der Spätsommersonne – packen Sie sie nach oben und erst am Morgen ein, oder weichen Sie auf Fruchtgummi, Kekse oder Traubenzucker aus. Eine Alternative für Kinder, die wenig naschen: Nüsse, Trockenobst, Fruchtriegel oder ein besonderer Brotaufstrich für das erste Pausenbrot.

Etwas Persönliches

Das, woran sich Kinder später erinnern, kostet meist am wenigsten:

  • ein kurzer Brief der Eltern oder Großeltern, vorgelesen am Abend des ersten Schultags,
  • ein kleiner Glücksbringer für das Mäppchen oder den Ranzen,
  • ein Foto aus der Kindergartenzeit oder ein leerer Rahmen für das Einschulungsbild,
  • ein Gutschein für gemeinsame Zeit: Zoo, Schwimmbad, Kino, ein Eis nach der ersten Schulwoche,
  • ein Kuscheltier in Taschengröße als Begleiter für die ersten Tage.

Wer zum Schulstart auch mit dem ersten eigenen Geld beginnen möchte, findet Orientierung in der Taschengeld-Tabelle.

Was nicht in die Schultüte gehört

  • Schweres und Großes: dicke Bücher, große Spielzeugpackungen, Getränke. Größere Geschenke bekommen einen eigenen Platz auf dem Tisch zu Hause.
  • Zerbrechliches und Auslaufendes: Glas, offene Flüssigkeiten, Knete ohne Dose.
  • Teures und Elektronik: Handy, Smartwatch oder Spielkonsole überfordern den Tag und sind an vielen Grundschulen ohnehin nicht erwünscht.
  • Alles, was die Schule schon vorgibt: ein zweiter Farbkasten nützt niemandem.
  • Bergeweise Süßigkeiten: Sie wiegen viel und landen am Ende doch im Schrank.
  • Nichts, was Streit auslöst: Wenn ein Geschwisterkind dabei ist, lieber nichts, was es sofort ausleihen möchte.

Größe und Gewicht: so packen Sie die Tüte

Gängige Schultüten sind etwa 70 cm oder 85 cm lang; für ein eher zierliches Kind ist die kürzere die bessere Wahl. Das Kind trägt die Tüte während der Feier, auf dem Schulhof und für die Fotos – das dauert leicht eine Stunde. Heben Sie die fertige Tüte selbst mit ausgestreckten Armen an: Fühlt sie sich nach kurzer Zeit schwer an, ist sie für ein sechsjähriges Kind zu schwer.

  1. Spitze auspolstern. Stopfen Sie das untere Drittel fest mit zerknülltem Zeitungs- oder Seidenpapier aus. In die enge Spitze passt ohnehin nichts, und das Polster verhindert, dass sie beim Abstellen einknickt.
  2. Unten das Stabile. Darauf kommen flache, unempfindliche Dinge: Springseil, Brotdose, Buch.
  3. In der Mitte das Kleine. Stifte, Radiergummi, Sticker und Figuren füllen die Lücken. Sehr kleine Teile vorher in ein Säckchen stecken, damit sie nicht in die Spitze rutschen.
  4. Oben das Empfindliche. Süßigkeiten, der Brief und das Kuscheltier kommen zuletzt hinein, das Kuscheltier darf oben herausschauen.
  5. Verschließen. Den Stoff- oder Kreppkragen zusammenraffen und mit einer Schleife zubinden – fest genug, dass nichts herausfällt, aber so, dass das Kind sie selbst lösen kann.

Wer einzelne Teile zusätzlich in Papier wickelt, verlängert das Auspacken; Anregungen stehen unter Geschenke verpacken. Packen Sie die Tüte am Vorabend und stellen Sie sie aufrecht in eine Ecke oder einen Eimer, damit die Spitze nicht leidet.

Die Geschwistertüte

Für jüngere Geschwister ist die Einschulung ein Tag, an dem sich alles um jemand anderen dreht. Eine kleine Tüte von etwa 35 cm Länge nimmt dem die Schärfe. Hinein gehören zwei, drei Kleinigkeiten: Seifenblasen, ein Malbuch, Wachsmalstifte, etwas Süßes. Sie sollte sichtbar kleiner sein als die große – der Tag gehört dem Schulkind. Auch ältere Geschwister freuen sich über eine Kleinigkeit, etwa ihre Lieblingssüßigkeit mit einem Zettel.

Häufige Fragen

Wie viel sollte eine Schultüte kosten?

Dafür gibt es keine Regel. Die Füllung muss nicht teuer sein; viele der Dinge, die Kinder am meisten freuen, kosten nur wenige Euro. Sinnvoll ist, sich vorab eine Obergrenze zu setzen und mit den Großeltern abzusprechen, wer was beisteuert, damit nicht dreimal dieselbe Trinkflasche in der Tüte liegt.

Wann wird die Schultüte ausgepackt?

Üblich ist das Auspacken zu Hause nach der Einschulungsfeier, in Ruhe und mit der Familie. Während der Feier und im Klassenzimmer bleibt die Tüte zu. Manche Schulen sagen dazu vorab etwas im Elternbrief.

Was kommt in die Schultüte, wenn das Kind keine Süßigkeiten essen soll?

Dann verschiebt sich die Mischung zu Spiel und Persönlichem: Sticker, ein Kartenspiel, ein Gutschein, dazu Trockenobst, Nüsse oder ein Fruchtriegel. Den Namen Zuckertüte muss die Tüte nicht wörtlich nehmen.

Schultüte selbst basteln oder kaufen?

Beides ist in Ordnung. Viele Kindergärten basteln die Tüte mit den Eltern, sonst gibt es Rohlinge aus Karton zum Bekleben. Wichtig ist bei beiden eine stabile Spitze und ein Kragen, der sich fest zubinden lässt. Verstärken Sie die Spitze selbst gebastelter Tüten von innen mit Klebeband.

Was mache ich nach der Einschulung mit der Tüte?

Viele heben sie als Erinnerung auf oder hängen sie eine Weile im Kinderzimmer an die Wand. Wohin die neuen Schulsachen zu Hause gehören, damit der Schreibtisch frei bleibt, zeigt der Beitrag Kinderzimmer aufräumen.