Schmutzfangteppich

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Ein Schmutzfangteppich – je nach Größe auch Schmutzfangmatte, Sauberlaufmatte oder Schuhmatte genannt – ist ein flacher, dichter Teppich, der Schuhsohlen abstreift und Nässe aufsaugt. Er liegt dort, wo Schmutz ins Haus kommt: an der Haustür, an der Terrassentür, im Flur. Richtig gewählt und groß genug, spart er erstaunlich viel Putzarbeit, denn der größte Teil des Bodenschmutzes in einer Wohnung wird mit den Schuhen hereingetragen.
Wie ein Schmutzfangteppich arbeitet
Ein normaler Teppich nimmt Schmutz nur widerwillig auf und gibt ihn beim nächsten Schritt wieder ab. Ein Schmutzfangteppich ist dafür gebaut, ihn festzuhalten. Die Oberfläche besteht aus kurzen, dichten, oft gedrehten Fasern, die wie viele kleine Bürsten über die Sohle streichen. Sand und Krümel fallen zwischen die Fasern und bleiben dort, bis Sie die Matte absaugen oder ausschütteln. Feuchtigkeit saugen die Fasern auf wie ein Handtuch. Eine Gummischicht auf der Rückseite verhindert, dass Wasser zum Boden durchläuft und dass die Matte verrutscht.
Wichtig für das Verständnis: Jeder Schritt streift nur einen Teil des Schmutzes ab. Eine kleine Fußmatte, auf die man einmal tritt, holt deshalb viel weniger heraus als ein Läufer, auf dem drei oder vier Schritte landen. In Bürogebäuden und Geschäften planen Fachleute deshalb ganze Sauberlaufzonen von mehreren Metern Länge. Zu Hause reicht weniger, aber das Prinzip gilt genauso.

Zwei Zonen: draußen grob, drinnen saugfähig
Am wirksamsten ist eine Kombination aus zwei Matten. Draußen vor der Tür liegt eine grobe, wetterfeste Matte, die Steinchen, Erde und Laub von der Sohle kratzt. Drinnen hinter der Tür folgt ein weicher, saugfähiger Schmutzfangteppich, der Feinstaub und Nässe aufnimmt. Wer nur eine der beiden hat, verschenkt einen Teil der Wirkung: Die Kokosmatte allein lässt nasse Sohlen nass, der Innenteppich allein ist nach einem Regentag voller Sand und Laub.
| Material | Wo | Stärken | Schwächen |
| Kokos | Außen, überdacht | Kratzt groben Schmutz gut ab, natürliches Material | Nimmt Nässe kaum auf, fusselt, nicht waschbar |
| Gummi, Ringgummi | Außen, auch ungeschützt | Wetterfest, abspritzbar, langlebig | Hält Feuchtigkeit nicht zurück |
| Polyamid-Flor mit Gummirücken | Innen | Sehr saugfähig, robust, oft waschbar | Gummirücken nicht für jeden Boden |
| Baumwolle | Innen | Saugfähig, gut waschbar, wohnlich | Nutzt sich schneller ab, trocknet langsam |
| Mikrofaser | Innen | Nimmt viel Wasser auf, leicht | Flor verfilzt mit der Zeit |
Sisal wird ebenfalls für Fußmatten verwendet. Es sieht edel aus, verträgt aber keine Nässe und ist deshalb nur für trockene Eingangsbereiche geeignet.
Welche Größe sinnvoll ist
Die kleinste übliche Fußmatte misst 40 × 60 cm. Auf ihr landet meist nur ein Schritt – für eine Wohnungstür, durch die täglich Menschen mit nassen Schuhen kommen, ist das zu wenig. Besser sind 60 × 90 cm oder ein Läufer von 90 × 150 cm, wenn der Flur es zulässt. Faustregel: Die Matte sollte mindestens so breit sein wie die Türöffnung und so lang, dass beide Füße bequem zweimal darauf treten.
Für breite Eingänge, Terrassentüren und Hauswirtschaftsräume gibt es Schmutzfangläufer als Meterware, die sich auf Länge zuschneiden lassen. Beim Zuschnitt sollte die Kante eingefasst oder abgeschrägt sein, damit niemand darüber stolpert.
Achten Sie auch auf die Höhe. Nach innen aufgehende Türen haben oft nur wenige Millimeter Luft. Eine dicke Matte blockiert dann die Tür oder wird bei jedem Öffnen verschoben. Übliche Schmutzfangteppiche sind 5 bis 10 mm hoch.
Was einen guten Schmutzfangteppich ausmacht
- Dichter Flor. Je dichter die Fasern stehen, desto mehr Schmutz nehmen sie auf. Dünne, lockere Matten sehen nach kurzer Zeit platt und fleckig aus.
- Rutschfeste Rückseite. Eine Gummierung, meist aus Nitrilgummi, hält die Matte auf glattem Boden fest. Auf Fliesen und Stein ist das Pflicht, sonst wird die Matte zur Rutschfalle.
- Abgeschrägte Kanten. Eine flache, umlaufende Gummikante verringert die Stolpergefahr – wichtig für ältere Menschen, Kinder und Rollstuhlfahrer.
- Waschbarkeit. Matten mit dem Hinweis „waschbar“ lassen sich in der Maschine reinigen. Für Familien mit Kindern, Hunde-Haushalte und Allergiker ist das ein großer Vorteil.
- Farbe. Dunkle Farben und Muster verzeihen mehr. Eine hellgraue Matte zeigt schon nach dem ersten Regentag jede Spur.
Schmutzfangteppiche kosten je nach Größe und Material meist zwischen 15 und 60 Euro, große Läufer und Meterware entsprechend mehr.
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Ein bekanntes Beispiel für eine kleine, waschbare Innenmatte ist die Magic Step Schmutzfangmatte aus Mikrofaser. Sie steht für die Bauart, nicht für ein Testergebnis – ähnliche Matten gibt es von vielen Herstellern.
Achtung bei Vinyl, Linoleum und Parkett
Gummirücken und bestimmte Böden vertragen sich nicht immer. Auf Vinyl- und PVC-Böden sowie auf Linoleum können Weichmacher aus dem Gummi in den Bodenbelag wandern und gelbliche oder bräunliche Flecken hinterlassen, die sich nicht mehr entfernen lassen. Viele Bodenhersteller weisen darauf ausdrücklich hin. Suchen Sie für solche Böden eine Matte, die der Hersteller als geeignet für Vinylboden beschreibt, oder legen Sie eine geeignete Unterlage darunter.
Bei Parkett und Holzböden ist weniger das Material als die Nässe das Problem. Eine Matte, die ständig nass ist, hält die Feuchtigkeit auf dem Holz fest. Heben Sie die Matte nach Regentagen an, lassen Sie sie und den Boden trocknen und reinigen Sie den Boden darunter regelmäßig. Sand, der unter die Matte gerät, wirkt wie Schleifpapier.
Mehr als eine Fußmatte: andere Einsatzorte
Schmutzfangteppiche sind so robust, dass sie auch an anderen Stellen gute Dienste leisten:
- Unter Futter- und Wassernäpfen, wo Hunde und Katzen kleckern.
- Vor der Terrassen- oder Gartentür, durch die Kinder und Tiere mit nassen Füßen kommen.
- Im Hauswirtschaftsraum und vor der Waschmaschine, wo Wasser auf den Boden tropfen kann.
- Im Kofferraum als rutschfeste Unterlage für Einkäufe oder nasse Gummistiefel.
- Im Flur als Abstellfläche für nasse Schuhe – noch sauberer geht es mit einer Schuhabtropfschale.
Im Bad und in der Küche sind sie ebenfalls brauchbar, solange der Boden darunter die Feuchtigkeit verträgt.

Reinigen und pflegen
Ein Schmutzfangteppich wirkt nur, solange er Schmutz aufnehmen kann. Ist er voll, gibt er ihn an die nächste Sohle weiter.
- Regelmäßig absaugen. Einmal pro Woche, in der nassen Jahreszeit öfter. Den Staubsauger langsam in beide Richtungen führen, damit auch Sand zwischen den Fasern herauskommt.
- Ausschütteln. Kleine Matten draußen ausschütteln oder ausklopfen, Kokosmatten kräftig auf den Boden stoßen.
- Waschen. Waschbare Matten bei der Temperatur waschen, die das Etikett angibt – meist 30 oder 40 °C, mit wenig Waschmittel und ohne Weichspüler. Große Matten passen oft nicht in eine normale Maschine; dann hilft die Großmaschine im Waschsalon.
- Trocknen. Liegend oder über einer Stange trocknen lassen. In den Trockner nur, wenn das Etikett es ausdrücklich erlaubt, weil Gummirücken bei Hitze spröde werden und sich lösen können.
- Gummimatten abspritzen. Außenmatten aus Gummi mit dem Gartenschlauch und einer Bürste reinigen.
Nicht waschbare Matten aus Polyamid lassen sich mit einem Teppichreinigungsgerät gründlich reinigen. Zwischendurch reicht für Krümel auch ein Teppichkehrer.
Wann ein neuer Teppich fällig ist
Auch ein guter Schmutzfangteppich hält nicht ewig. Er sollte ersetzt werden, wenn der Flor dauerhaft platt ist, sich Kanten aufrollen, der Gummirücken bröselt oder die Matte nach dem Waschen nicht mehr sauber wird. Eine Matte mit welliger Kante ist eine Stolperfalle, besonders auf Treppenabsätzen. Kokosmatten verlieren mit der Zeit ihre Borsten und kratzen dann nicht mehr richtig.
Wer die Matten ohnehin austauscht, kann gleich die Größe überdenken. Eine etwas größere Matte am Eingang spart später Arbeit beim Wohnung putzen, weil weniger Sand auf die empfindlichen Böden gelangt. Weitere Helfer gegen Staub und Schmutz finden Sie in unserem Beitrag zum Kampf gegen Staub.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Fußmatte und Schmutzfangteppich?
Die Begriffe werden im Handel oft gleich verwendet. Meist meint Fußmatte eine kleine Matte zum Abstreifen, oft aus Kokos oder Gummi. Ein Schmutzfangteppich ist größer, saugfähiger und für den Innenbereich gedacht, wo er Feinstaub und Nässe aufnimmt.
Kann man einen Schmutzfangteppich in der Waschmaschine waschen?
Viele ja, aber nicht alle. Nur Matten mit dem Hinweis „waschbar“ gehören in die Maschine, meist bei 30 oder 40 °C. Kokosmatten, Sisal und Matten ohne Waschhinweis werden abgesaugt und ausgeklopft.
Warum hat meine Fußmatte Flecken auf dem Boden hinterlassen?
Vermutlich hat der Gummirücken mit dem Boden reagiert. Auf Vinyl, PVC und Linoleum können Weichmacher aus dem Gummi in den Belag wandern und dauerhafte Verfärbungen verursachen. Für solche Böden gibt es Matten, die der Hersteller ausdrücklich dafür freigibt.
Darf ich eine Fußmatte im Treppenhaus auslegen?
In Mietshäusern regeln das meist Hausordnung und Mietvertrag. Eine normale Fußmatte vor der eigenen Wohnungstür wird in der Regel geduldet, solange sie den Fluchtweg nicht verengt und keine Stolpergefahr darstellt. Im Zweifel fragen Sie beim Vermieter oder der Hausverwaltung nach.



