Hundekot entsorgen: Beutel, Tonne und Kompost

Inhalt10 Abschnitte
Hundekot entsorgen Sie im Beutel über den Restmüll: unterwegs in einen öffentlichen Mülleimer, zu Hause in die graue Tonne. In die Biotonne und auf den Kompost gehört er nicht, auch nicht in einem Beutel, der als kompostierbar verkauft wird. Wer den Haufen liegen lässt, muss mit einem Bußgeld rechnen.
Wohin gehört Hundekot?
Wie mit Hundekot umzugehen ist, regeln die Abfallsatzung und die Straßenreinigungs- oder Polizeiverordnung Ihrer Gemeinde. Im Regelfall gilt in Deutschland:
| Situation | Richtiger Weg |
| Unterwegs | aufnehmen, Beutel verknoten, in den nächsten öffentlichen Mülleimer |
| Zu Hause und im eigenen Garten | im Beutel in die Restmülltonne |
| Kompostierbarer Kotbeutel | ebenfalls Restmüll |
| Biotonne, Gartenkompost | nicht erlaubt |
| Gelber Sack, Papiertonne | nicht erlaubt |
| Toilette | wird meist nicht empfohlen; in jedem Fall nie mit Beutel |
Die graue Tonne ist die richtige Adresse für alles, was sich nicht verwerten lässt; mehr dazu unter Restmüll.
Warum nicht in die Biotonne
Hundekot ist zwar organisch, aber kein Bioabfall im Sinne der Sammlung. Er kann Eier von Spul- und Bandwürmern, Giardien und Bakterien enthalten. Kompostieranlagen sind darauf ausgelegt, Küchen- und Gartenabfälle zu verarbeiten, deren fertiger Kompost auf Feldern und in Gärten landet. Die Kommunen schließen Tierkot aus Heimtierhaltung deshalb fast überall ausdrücklich aus. Was stattdessen in die braune Tonne gehört, steht im Beitrag Biotonne.
Für den eigenen Kompost gilt dasselbe, nur noch deutlicher. Ein Gartenkompost wird nicht heiß genug, um Wurmeier sicher abzutöten, und die Erreger landen später im Beet, an Händen und Gemüse.
Kompostierbare Beutel: kein Freifahrtschein
Kotbeutel aus biologisch abbaubarem Kunststoff klingen nach der sauberen Lösung, ändern aber nichts am Inhalt. Der Kot darf nicht in die Biotonne, also darf es auch der Beutel nicht. Dazu kommt, dass viele Kompostieranlagen auch leere Biokunststoffbeutel aussortieren, weil sie in der kurzen Rottezeit nicht vollständig zerfallen. Kompostierbare Beutel haben einen Vorteil nur dann, wenn sie doch einmal in der Landschaft landen – ein Grund, sie liegen zu lassen, ist das nicht.
Wenn Sie Beutel kaufen, achten Sie eher auf reißfestes Material und eine ausreichende Größe. Hundekotbeutel mit Spender für die Leine sorgen dafür, dass immer einer dabei ist.
So geht es sauber
- Beutel über die Hand stülpen. Wie einen Handschuh, damit Sie den Kot nicht berühren.
- Haufen aufnehmen, den Beutel umkrempeln und oben verknoten.
- Zum nächsten Mülleimer tragen. Viele Gemeinden haben Spender mit kostenlosen Beuteln und Abfallbehälter an Hundewiesen.
- Zu Hause verschlossen sammeln. Wer den Beutel mitnimmt, wirft ihn in die Restmülltonne, nicht in den Küchenmülleimer, wenn dieser erst in Tagen geleert wird.
- Hände waschen, besonders vor dem Essen und nach Kontakt mit Kindern.
Liegenlassen kostet ein Bußgeld
In praktisch allen deutschen Städten und Gemeinden sind Halterinnen und Halter verpflichtet, den Kot ihres Hundes auf öffentlichen Wegen, Grünflächen und Spielplätzen zu beseitigen. Wer das nicht tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Höhe des Bußgelds legt die Kommune fest, und sie reicht von kleineren bis zu deutlich spürbaren Beträgen. Die Hundesteuer deckt die Reinigung übrigens nicht ab; sie ist eine allgemeine Steuer ohne Zweckbindung.
Beutel am Wegrand oder im Gebüsch abzulegen, um sie „später“ mitzunehmen, ist keine Lösung. Voll oder leer, Plastikbeutel zersetzen sich dort über viele Jahre, und für die Gemeinde ist das wilder Müll.
Wiesen, Felder und Weiden
Auf landwirtschaftlichen Flächen ist Hundekot mehr als ein Ärgernis. Er kann mit dem Gras ins Viehfutter gelangen und Rinder mit Parasiten anstecken, darunter Neospora, der bei Kühen Fehlgeburten auslösen kann. Nehmen Sie den Kot deshalb auch am Feldrand und auf Wiesen auf. Viele Landwirte bitten mit Schildern ausdrücklich darum, und das aus gutem Grund.
Wenn es doch danebengegangen ist
Hundekot unter dem Schuh bekommen Sie am besten ab, wenn er etwas angetrocknet ist. Groben Schmutz mit einem Stöckchen oder Spatel aus dem Profil lösen, dann die Sohle mit einer alten Bürste unter fließendem Wasser im Freien abschrubben, nicht im Waschbecken der Küche. Glatte Sohlen lassen sich anschließend mit etwas Spülmittel reinigen, Stoffschuhe oft in der Waschmaschine, wenn das Etikett es erlaubt.
Auf dem Teppich zuerst so viel wie möglich mit Küchenpapier von außen nach innen aufnehmen, ohne zu reiben. Dann mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel tupfen, mit klarem Wasser nachtupfen und trocknen lassen. Bleibt ein Geruch, hilft ein Enzymreiniger. Mehr zu Flecken im Teppich steht unter Teppich-Flecken entfernen, zu Gerüchen in der Wohnung unter Hundegeruch in der Wohnung.
Hundekot im eigenen Garten
Auch auf dem eigenen Grundstück sollte der Kot nicht liegen bleiben. Er zieht Fliegen an, riecht bei Wärme stark, und Wurmeier bleiben im Boden lange ansteckend – für Menschen ebenso wie für den Hund selbst, der sich über den Rasen wieder ansteckt. Sammeln Sie den Garten am besten täglich ab, mit Beutel oder einer kleinen Kotschaufel, und geben Sie alles verschlossen in die Restmülltonne. Wer Kinder hat, die im Garten spielen, hält den Hund besser von Sandkasten und Beeten fern.
Unterirdische Hundetoiletten und Kotkomposter werden gelegentlich angeboten. Ob sie auf Ihrem Grundstück erlaubt sind, etwa in einem Wasserschutzgebiet, klären Sie vorher mit der Gemeinde; für Gemüsebeete sind sie in keinem Fall geeignet.
Typische Fehler
- Beutel an Zaun oder Baum hängen. Er bleibt dort meist hängen, bis ihn jemand anderes entsorgt.
- Kot in den Gully treten oder schieben. Die Straßeneinläufe führen oft direkt in Bäche und Flüsse, ohne Kläranlage.
- Voller Beutel in die Biotonne, weil er ja kompostierbar ist. Das führt im schlimmsten Fall dazu, dass die ganze Tonne stehen bleibt.
- Keine Beutel dabeihaben. Ein Beutelspender an der Leine löst das Problem dauerhaft.
Häufige Fragen
Darf Hundekot in die Biotonne?
Nein. Tierkot aus Heimtierhaltung ist in der Biotonne fast überall ausgeschlossen, weil er Krankheitserreger enthalten kann. Er gehört in den Restmüll.
Wohin mit kompostierbaren Hundekotbeuteln?
In den Restmüll oder den öffentlichen Mülleimer. Der Inhalt darf nicht in die Biotonne, also der Beutel auch nicht.
Darf ich Hundekot in der Toilette entsorgen?
Meist wird davon abgeraten, und mit Beutel ist es in jedem Fall tabu. Der sichere Weg ist der verschlossene Beutel im Restmüll.
Wie bekomme ich Hundekot aus der Schuhsohle?
Antrocknen lassen, mit einem Stöckchen aus dem Profil kratzen und die Sohle draußen mit Bürste und Wasser abschrubben. Danach mit Spülmittel nachreinigen.
Wie hoch ist das Bußgeld für liegengelassenen Hundekot?
Das bestimmt jede Kommune selbst in ihrer Satzung oder Verordnung. Die Beträge unterscheiden sich stark; im Zweifel steht die Summe auf der Internetseite des Ordnungsamts.



