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Glühbirnen und LED-Lampen entsorgen: was in welche Tonne gehört

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Klassische Glühbirne liegt auf einer hellen Fläche
Klassische Glühbirnen dürfen in den Restmüll, LED-Lampen sind Elektroschrott
Inhalt8 Abschnitte
  1. Wohin gehört welche Lampe?
  2. Warum Glühbirnen in den Restmüll dürfen
  3. Woran Sie die Lampen unterscheiden
  4. LED-Lampen richtig abgeben
  5. Zerbrochene Glühbirne sicher entsorgen
  6. Typische Fehler
  7. Glühbirne gegen LED tauschen
  8. Häufige Fragen

Alte Glühbirnen und Halogenlampen dürfen in den Restmüll, am besten in Papier eingewickelt. LED-Lampen dagegen sind Elektroschrott und gehören zu einer Sammelstelle im Handel oder zum Wertstoffhof, ebenso Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren, die zusätzlich Quecksilber enthalten. In den Altglascontainer gehört keine dieser Lampen. Der schwierigste Teil ist oft nur, die Lampe richtig zu erkennen.

Wohin gehört welche Lampe?

Die Regeln unterscheiden nach der Technik, nicht nach der Form. Das bringt Verwirrung, denn manche LED-Lampen sehen aus wie klassische Glühbirnen. Die örtliche Abfallsatzung und die Abfallberatung oder Abfall-App Ihrer Stadt beziehungsweise Ihres Landkreises sagen verbindlich, was bei Ihnen gilt; hier steht der Regelfall in Deutschland.

LampeRichtiger WegWarum
GlühbirneRestmüllGlas, Draht, Sockel; keine Elektronik, keine Schadstoffe
Halogenlampe (Birne, Stift, Stab, Spot)Restmüllwie eine Glühbirne aufgebaut
LED-Lampe, auch in GlühbirnenformSammelstelle im Handel oder Wertstoffhofenthält Elektronik
EnergiesparlampeSammelstelle, Wertstoffhof, Schadstoffmobilenthält Quecksilber und Elektronik
LeuchtstoffröhreWertstoffhof, Schadstoffmobilenthält Quecksilber
Leuchte, Deckenlampe, LichterketteElektroschrottElektrogerät

Für die quecksilberhaltigen Lampen und das Verhalten bei Bruch gibt es einen eigenen Beitrag: Energiesparlampen entsorgen. Wohin ganze Leuchten gehören, erklärt Lampen entsorgen.

Warum Glühbirnen in den Restmüll dürfen

Eine klassische Glühbirne besteht aus einem Glaskolben, einem Wolframdraht, ein paar Haltedrähten und einem Metallsockel. Sie enthält keine Elektronik und keine Stoffe, die eine Sonderbehandlung nötig machen, und fällt deshalb nicht unter die Rücknahmepflicht für Elektrogeräte. Für Halogenlampen gilt dasselbe, auch für die kleinen Stiftsockellampen, die Stäbe aus Deckenflutern und die Spots mit Reflektor.

Der Altglascontainer ist trotzdem tabu. Das Glas von Glühbirnen hat eine andere Zusammensetzung als Flaschen- und Konservenglas, dazu kommen Metallteile im Sockel. Im Altglas stören sie die Schmelze. Was dort hineingehört und was nicht, steht unter Altglas.

Woran Sie die Lampen unterscheiden

  1. Aufschrift lesen. Auf dem Sockel oder Glas steht meist „LED“, „Halogen“ oder bei Energiesparlampen eine Bezeichnung mit Wattzahl und oft der Hinweis auf Quecksilber, abgekürzt Hg.
  2. Symbol suchen. Die durchgestrichene Mülltonne auf der Lampe oder der Verpackung bedeutet: Elektroschrott, nicht Hausmüll. Glühbirnen und Halogenlampen tragen sie nicht.
  3. Ins Innere schauen. In einer Glühbirne sieht man einen einzelnen dünnen, gewendelten Draht. LED-Lampen im Glühbirnenlook, sogenannte Filament-Lampen, haben dagegen mehrere gerade, gelblich beschichtete Stäbchen.
  4. Sockel prüfen. Ein auffallend dicker Kunststoffsockel zwischen Glas und Gewinde deutet auf Elektronik hin, also auf LED oder Energiesparlampe.
  5. Im Zweifel zur Sammelstelle. Ist nichts eindeutig, geben Sie die Lampe an der Sammelstelle ab. Dort ist auch eine Glühbirne nicht falsch, im Restmüll aber eine LED-Lampe schon.

LED-Lampen richtig abgeben

LED-Lampen enthalten eine kleine Platine mit Treiberelektronik und Leuchtdioden, dazu oft einen Kühlkörper aus Aluminium. Sie sind Elektroschrott und gehören in die Lampen-Sammelboxen, die viele Baumärkte, Drogerien und Elektrohändler aufstellen, oder zum Wertstoffhof. Händler mit größerer Verkaufsfläche für Elektrogeräte nehmen Kleingeräte bis etwa 25 cm Kantenlänge auch ohne Kauf an, und darunter fallen alle gängigen Lampen. Das gilt seit einigen Jahren auch für große Supermärkte, die Elektrogeräte verkaufen. Eine Übersicht über alle Wege bietet Elektroschrott entsorgen.

LED-Streifen, Lichterketten und Leuchten mit fest eingebauten LEDs sind ebenfalls Elektroschrott. Sind Batterien im Spiel, etwa bei Lichterketten mit Batteriefach, nehmen Sie diese vorher heraus.

Zerbrochene Glühbirne sicher entsorgen

Eine zerbrochene Glühbirne oder Halogenlampe ist ungefährlich bis auf die Scherben. Tragen Sie Handschuhe, kehren Sie die Stücke zusammen, feine Splitter nehmen Sie mit einem feuchten Papiertuch auf. Wickeln Sie alles in Zeitungspapier oder stecken Sie es in einen kleinen Karton, damit niemand beim Leeren des Mülleimers hineingreift, und geben Sie es in den Restmüll. Steckt der Sockel mit Glasresten noch in der Fassung: Sicherung aus, dann mit einem Handschuh und einer Zange vorsichtig herausdrehen.

Anders ist es bei einer zerbrochenen Energiesparlampe oder Leuchtstoffröhre: Dann gelten wegen des Quecksilbers eigene Regeln mit Lüften und dicht verschlossenem Glas.

Typische Fehler

  • Glühbirnen ins Altglas. Der häufigste Irrtum: Glas ist nicht gleich Glas, der Container ist nur für Verpackungen da.
  • LED-Lampen in den Restmüll. Weil sie aussehen wie Glühbirnen, landen sie oft im falschen Eimer; die Elektronik gehört ins Recycling.
  • Energiesparlampen mit Glühbirnen verwechseln. Birnenförmige Energiesparlampen mit Milchglaskolben wirken harmlos, enthalten aber Quecksilber.
  • Lampe heiß herausdrehen. Halogenlampen werden sehr heiß, und ein Kolben, der dabei zerbricht, hinterlässt den Sockel in der Fassung.
  • Kaputte Leuchte samt Lampe in den Restmüll. Die Leuchte ist ein Elektrogerät; schrauben Sie die Glühbirne heraus und bringen Sie die Leuchte zum Elektroschrott.

Glühbirne gegen LED tauschen

Klassische Glühbirnen werden seit Jahren nicht mehr neu in den Handel gebracht, Halogenlampen für die meisten Anwendungen inzwischen auch nicht. Wer noch welche vorrätig hat, darf sie aufbrauchen. Lohnender ist der Wechsel auf LED: Eine LED-Lampe braucht für dieselbe Helligkeit nur einen Bruchteil des Stroms, etwa ein Fünftel bis ein Zehntel einer Glühbirne, und hält viel länger. Achten Sie beim Kauf auf den Lichtstrom in Lumen statt auf Watt und auf die Lichtfarbe in Kelvin; warmweißes Licht um 2.700 Kelvin kommt dem der Glühbirne am nächsten. Wie viel das im Haushalt insgesamt ausmacht, zeigt Energiesparen im Haushalt.

Häufige Fragen

Wie entsorge ich alte Glühbirnen?

Im Restmüll, am besten in Papier gewickelt. Glühbirnen enthalten keine Elektronik und keine Schadstoffe. In den Altglascontainer gehören sie nicht, weil ihr Glas und der Metallsockel die Glasschmelze stören.

Wie entsorge ich LED-Glühbirnen?

LED-Lampen sind Elektroschrott, auch wenn sie wie eine Glühbirne aussehen. Geben Sie sie in eine Lampen-Sammelbox im Handel oder am Wertstoffhof ab. Die Abgabe ist kostenlos.

Wo kann ich Glühbirnen abgeben?

Glühbirnen müssen Sie nirgendwo abgeben, sie gehören in den Restmüll. Die Sammelboxen im Handel sind für LED- und Energiesparlampen gedacht. Wer sich nicht sicher ist, welche Lampe er in der Hand hat, gibt sie trotzdem dort ab.

Dürfen Halogenlampen in den Hausmüll?

Ja, Halogenlampen sind aufgebaut wie Glühbirnen und dürfen in den Restmüll. Das gilt für Birnen, Stifte, Stäbe und Spots. Die zugehörigen Transformatoren und Leuchten sind dagegen Elektroschrott.

Warum darf die Glühbirne nicht ins Altglas?

Weil nur Verpackungsglas wie Flaschen und Gläser in den Container gehört. Lampenglas schmilzt anders, und Metallteile verunreinigen die Schmelze. Schon kleine Mengen Fremdglas können eine ganze Charge Recyclingglas unbrauchbar machen.