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Dyson reinigen: Filter, Behälter und Bürste

Christoph · 7 Min. Lesezeit

Akku-Stielstaubsauger mit orangefarbenem Rohr liegt auf hellem Boden
Saugt der Akkusauger schwächer, ist meist der Filter zugesetzt
Inhalt8 Abschnitte
  1. Woran Sie merken, dass der Dyson Pflege braucht
  2. Den Filter waschen: so sieht es der Hersteller vor
  3. Behälter und Zyklon reinigen
  4. Bürstwalze: abschneiden, abspülen oder nur abwischen
  5. Verstopfungen finden
  6. Akku, Gehäuse und Ladestation
  7. Typische Fehler
  8. Häufige Fragen
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Einen Dyson reinigen heißt vor allem, den Filter zu waschen: unter kaltem Wasser, ohne Reinigungsmittel, und danach mindestens 24 Stunden trocknen lassen. Dazu kommen der Staubbehälter, der nur feucht ausgewischt wird, die Bürstwalze und ein Blick in Rohr und Düse, ob etwas feststeckt. Diese Anleitung bezieht sich auf die Akku-Stielsauger der V-Reihe und ihre Nachfolger; für andere Bauarten gilt das Prinzip, die Handgriffe weichen ab.

Woran Sie merken, dass der Dyson Pflege braucht

Die Geräte melden sich recht deutlich. Die wichtigsten Zeichen:

  • Der Motor pulsiert, läuft also in kurzen Stößen an und aus. Das ist kein Defekt, sondern eine Schutzfunktion: Der Luftstrom ist blockiert, meist durch einen zugesetzten Filter oder eine Verstopfung.
  • Die Saugkraft lässt nach, obwohl der Akku voll ist.
  • Eine Filter- oder Blockade-Anzeige leuchtet, bei Modellen mit Display erscheint ein Hinweis.
  • Es riecht muffig, sobald der Sauger läuft.

Fast immer genügt die folgende Reinigung, um das zu beheben. Allgemeines zu Beuteln, HEPA-Filtern und Saugrobotern anderer Hersteller steht unter Staubsauger reinigen.

Den Filter waschen: so sieht es der Hersteller vor

Je nach Modell sitzt hinten am Gerät ein Filter zum Abdrehen, oder es gibt zwei: einen Stabfilter, der oben aus dem Zyklon gezogen wird, und einen Nachmotorfilter am Ende. Dyson gibt für die waschbaren Filter eine einfache Regel vor: kaltes Wasser, kein Reinigungsmittel, keine Spülmaschine, keine Waschmaschine.

  1. Gerät von der Ladestation nehmen und nicht einschalten, solange der Filter fehlt.
  2. Filter abnehmen. Meist gegen den Uhrzeigersinn drehen und abziehen.
  3. Trocken ausklopfen. Über dem Mülleimer leicht gegen die Hand klopfen, damit loser Staub herausfällt, bevor Wasser ihn zu Schlamm macht.
  4. Kalt ausspülen. Unter fließendem kaltem Wasser erst außen, dann innen spülen. Das Faltenpapier dabei mit den Fingern sanft abstreichen, nicht bürsten.
  5. Füllen und schütteln. Den Filter mit Wasser füllen, die offene Seite mit der Hand verschließen und kräftig schütteln. Wiederholen, bis das Wasser klar bleibt.
  6. Ausschütteln. Mit der offenen Seite nach unten kräftig ausschlagen, um möglichst viel Wasser herauszubekommen. Schaumstofffilter sanft ausdrücken, nicht wringen.
  7. Trocknen lassen. Mindestens 24 Stunden an einem warmen, gut belüfteten Platz. Nicht in den Wäschetrockner, nicht in die Mikrowelle und nicht an eine offene Flamme, so steht es in den Herstellerhinweisen.
  8. Erst trocken einsetzen. Im Zweifel einen Tag länger warten.

Die 24 Stunden sind die Untergrenze, kein Richtwert. Ein dickes Faltenpaket kann in einem kühlen Raum deutlich länger brauchen. Wird der Filter klamm eingesetzt, zieht der Motor feuchte Luft, der Staub verklebt im Papier, und nach wenigen Tagen riecht der Sauger nach nassem Keller. Wer nicht warten kann, legt sich einen zweiten Filter für sein Modell zu und wechselt beide im Wechsel durch. Achten Sie dabei auf die genaue Modellbezeichnung; die Filter der Baureihen sind untereinander nicht kompatibel.

Dyson empfiehlt, den Filter etwa einmal im Monat zu waschen. Wer viel feinen Staub saugt, etwa nach Bohrarbeiten, oder Tiere im Haus hat, wäscht ihn öfter. Bohrstaub und Asche setzen den Filter übrigens in Minuten zu; dafür ist ein Haushalts-Akkusauger nicht das richtige Werkzeug.

Behälter und Zyklon reinigen

Der durchsichtige Behälter wird stumpf, und am Lochblech des Zyklons hängt ein grauer Pelz. Beides lässt sich beheben, aber nicht unter dem Wasserhahn.

  1. Behälter leeren und nach Anleitung vom Gerät lösen. Bei den meisten Modellen lässt er sich über einen Riegel an der Schiene abziehen.
  2. Behälter feucht auswischen. Ein angefeuchtetes Tuch genügt. Die Herstellerhinweise schließen Reinigungsmittel, Polituren und Duftstoffe ebenso aus wie die Spülmaschine.
  3. Dichtungen abwischen. An der roten oder grauen Gummidichtung der Klappe sammelt sich Staub; sitzt sie nicht sauber, zieht das Gerät Nebenluft.
  4. Zyklon trocken ausbürsten. Das Lochblech mit einem trockenen Tuch oder einer weichen Bürste von Fusseln befreien. Das Zyklonteil nicht in Wasser tauchen und kein Wasser hineinlaufen lassen: Es sitzt direkt am Motor, und in den feinen Kanälen trocknet Wasser kaum wieder ab.
  5. Vollständig trocknen lassen, bevor der Behälter wieder eingesetzt wird.

Ein leicht milchiger Schleier im Behälter sind feine Kratzer vom Staub. Sie sind ein Schönheitsfehler und lassen sich nicht wegputzen.

Bürstwalze: abschneiden, abspülen oder nur abwischen

Hier lohnt der Blick in die Anleitung, denn die Düsen unterscheiden sich. Die weichen Walzen für Hartböden lassen sich bei vielen Modellen herausnehmen und laut Hersteller mit kaltem Wasser abspülen. Andere Bürstwalzen, etwa in den motorisierten Teppichdüsen, sind nicht zum Waschen gedacht und werden nur von Haaren befreit und abgewischt.

  1. Düse vom Rohr abnehmen.
  2. Walze entriegeln. Meist sitzt an der Stirnseite eine Kappe, die sich mit einer Münze oder von Hand drehen lässt.
  3. Haare aufschneiden. Mit einer Schere längs über die Walze schneiden und die Büschel abziehen. Dabei nicht in die Borsten oder in den weichen Flor schneiden.
  4. Enden und Lager prüfen. Dort wickeln sich Haare zuerst auf und bremsen die Walze.
  5. Waschbare Walzen kalt abspülen, ohne Mittel, und aufrecht stehend mindestens 24 Stunden trocknen lassen.
  6. Düsengehäuse auswischen und die kleinen Laufrollen von Fusseln befreien.

Die Düse selbst enthält bei motorisierten Bürsten Elektrik und kommt nie unter Wasser. Wer vor allem mit Haaren kämpft, findet unter Tierhaare entfernen Tricks, die der Düse Arbeit abnehmen.

Verstopfungen finden

Pulsiert der Sauger trotz sauberem Filter, steckt etwas im Luftweg. Gehen Sie von vorn nach hinten vor:

  • Düse: Walze heraus, in den Saugkanal schauen. Hier klemmen Socken, Bonbonpapier und Kronkorken.
  • Rohr: abnehmen und durchsehen. Steckt etwas fest, mit einem Besenstiel vorsichtig herausschieben, nichts Spitzes verwenden.
  • Einlass am Behälter: Die Klappe am Eingang des Behälters muss sich frei bewegen.
  • Zyklon: Lochblech frei von Fusseln?

Testen Sie anschließend das Handteil allein, ohne Rohr und Düse. Läuft es gleichmäßig, lag die Blockade weiter vorn.

Akku, Gehäuse und Ladestation

Das Gehäuse wischen Sie mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch ab. Die Ladekontakte bleiben trocken; Staub dort entfernen Sie mit einem trockenen Tuch. Reinigen Sie nie am Ladekabel hängend, und stellen Sie das Gerät erst wieder in die Station, wenn alle Teile trocken sind. Ein Akku, der nach Jahren nur noch wenige Minuten durchhält, ist kein Reinigungsproblem, sondern verbraucht; er lässt sich bei vielen Modellen tauschen.

Typische Fehler

  • Spülmittel oder warmes Wasser am Filter. Rückstände bleiben im Faltenpapier und setzen es schneller zu.
  • Filter auf der Heizung oder mit dem Föhn trocknen. Hitze verzieht Kunststoff und Dichtungen.
  • Saugen ohne Filter, um die Trockenzeit zu überbrücken. Dann geht der Feinstaub durch den Motor und in die Raumluft.
  • Zyklon ausspülen. Das ist der schnellste Weg zum Motorschaden.
  • Feuchtes aufsaugen. Nasser Schmutz verklebt Zyklon und Filter und sorgt für Geruch; ein Akku-Trockensauger ist dafür nicht gebaut. Für solche Fälle gibt es Staubsauger mit Wischfunktion.
  • Duftperlen im Behälter. Sie überdecken nur und verkleben das Lochblech.

Häufige Fragen

Wie lange muss ein Dyson-Filter trocknen?

Laut Hersteller mindestens 24 Stunden an einem warmen, gut belüfteten Ort. Fühlt er sich danach innen noch kühl und klamm an, braucht er länger. Erst ein vollständig trockener Filter kommt zurück ins Gerät.

Darf ich den Dyson-Filter mit Spülmittel waschen?

Nein. Dyson schreibt kaltes Wasser ohne Reinigungsmittel vor und schließt Spülmaschine und Waschmaschine aus.

Warum pulsiert mein Dyson?

Das Gerät schützt seinen Motor, weil zu wenig Luft durchkommt. Ursache ist ein zugesetzter oder noch feuchter Filter, eine Verstopfung in Düse, Rohr oder Behältereinlass oder ein überfüllter Behälter. Pulsiert er auch mit sauberem Filter und ohne Rohr, ist der Kundendienst gefragt.

Mein Dyson stinkt nach dem Filterwaschen. Was tun?

Dann war der Filter beim Einsetzen meist noch nicht trocken oder der Behälter ist verschmutzt. Filter erneut auswaschen, diesmal länger trocknen lassen, Behälter auswischen und das Lochblech ausbürsten. Bleibt der Geruch, hilft nur ein neuer Filter.

Wie oft sollte man den Dyson reinigen?

Den Behälter leeren Sie, bevor die Max-Markierung erreicht ist. Der Filter ist laut Hersteller etwa monatlich an der Reihe, die Bürstwalze nach Bedarf, bei langen Haaren im Haushalt eher wöchentlich. Den Behälter wischen Sie aus, wenn er sichtbar belegt ist.

Muss ich Original-Filter kaufen?

Nachbauten sind verbreitet und günstiger. Wie gut sie filtern und abdichten, lässt sich von außen nicht beurteilen. Für Allergiker ist das ein Argument für das Originalteil; was sonst gegen Milben und Feinstaub hilft, steht unter Hausstaubmilben.

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