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Standmixer reinigen: Behälter, Messer und Dichtung

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Blick von oben in einen Mixbehälter mit rotem, schaumigem Saft
Direkt nach dem Mixen etwas warmes Wasser mit Spülmittel einfüllen und kurz laufen lassen
Inhalt9 Abschnitte
  1. Warum sofort reinigen am meisten spart
  2. Was Sie brauchen
  3. Schritt für Schritt: die schnelle Selbstreinigung
  4. Gründlich reinigen: Messer und Dichtungsring
  5. Motorblock: nur feucht abwischen
  6. Spülmaschine: was darf hinein?
  7. Verfärbungen, Trübung und Geruch
  8. Typische Fehler
  9. Häufige Fragen

Einen Standmixer reinigen Sie am schnellsten sofort nach dem Benutzen: Behälter zur Hälfte mit warmem Wasser füllen, einen Tropfen Spülmittel dazugeben, Deckel drauf und 30 bis 60 Sekunden laufen lassen. Danach ausgießen, nachspülen, fertig. Gelegentlich nehmen Sie Messereinheit und Dichtungsring ab, damit sich darunter nichts sammelt. Was dabei nie passieren sollte: dass Ihre Finger das Messer berühren oder der Motorblock nass wird.

Warum sofort reinigen am meisten spart

Smoothies, Suppen und Pesto trocknen am Behälter und an den Messern schnell an. Obstfasern und Samen kleben sich unter die Klingen, Nussmus und Hummus bilden einen Film, der kaltem Wasser widersteht. Fünf Minuten nach dem Mixen löst sich das mit ein wenig Wasser, nach ein paar Stunden brauchen Sie Einweichzeit und Bürste. Wer den Mixer direkt nach dem Ausgießen reinigt, braucht fast nie mehr als die Selbstreinigung.

Was Sie brauchen

  • warmes Wasser und Spülmittel
  • lange Spülbürste mit Stiel
  • Flaschenbürste oder alte Zahnbürste für die Messer
  • weiches Tuch für den Motorblock
  • bei Bedarf Natron, Essig oder Zitronensaft

Schritt für Schritt: die schnelle Selbstreinigung

  1. Behälter vorspülen. Reste herausschaben oder mit wenig Wasser ausschwenken.
  2. Warmes Wasser einfüllen. Etwa bis zur Hälfte, gut handwarm. Kein kochendes Wasser: Beim Mixen entsteht Druck, der Deckel kann abheben, und heiße Spritzer verbrühen. Manche Hochleistungsmixer sind für heiße Flüssigkeiten ausgelegt, dann gilt deren Anleitung.
  3. Spülmittel dazu. Ein einziger Tropfen reicht, sonst schäumt der Behälter über.
  4. Mixen. Deckel fest aufsetzen, 30 bis 60 Sekunden auf mittlerer bis hoher Stufe laufen lassen. Viele Geräte haben dafür ein eigenes Reinigungsprogramm.
  5. Ausgießen und nachspülen. Mit klarem Wasser ausspülen, bis kein Schaum mehr zu sehen ist.
  6. Trocknen lassen. Den Behälter umgedreht oder offen trocknen lassen, nicht mit aufgesetztem Deckel wegstellen, sonst bleibt Feuchtigkeit darin.

Gründlich reinigen: Messer und Dichtungsring

Einmal pro Woche oder wenn es aus dem Behälter riecht, nehmen Sie den Mixer auseinander. Bei vielen Geräten lässt sich die Messereinheit von unten abschrauben; bei manchen Hochleistungsmixern ist sie fest eingebaut. Die Anleitung sagt, was bei Ihrem Modell möglich ist.

  1. Stecker ziehen. Erst dann den Behälter vom Motorblock nehmen.
  2. Messereinheit lösen. Den Behälter umdrehen und den Messerring nach Anleitung abschrauben. Dabei das Messer an der Unterseite fassen, nie an den Klingen.
  3. Dichtungsring abnehmen. Der Gummiring zwischen Messer und Behälter ist die Stelle, an der sich Reste und Geruch sammeln. Vorsichtig abziehen, ohne ihn zu überdehnen.
  4. Alles spülen. Behälter, Messer und Ring in warmem Spülwasser reinigen. Das Messer nur mit der Bürste bearbeiten, nie mit Schwamm und Hand.
  5. Trocknen und zusammensetzen. Alle Teile vollständig trocknen lassen, den Ring richtig einlegen und die Messereinheit fest anschrauben. Ein schief sitzender Ring ist die häufigste Ursache, wenn der Mixer später unten tropft.

Die Messer sind sehr scharf, auch wenn sie stumpf aussehen. Greifen Sie nie mit bloßer Hand in den Behälter, weder zum Auswischen noch um festsitzende Reste zu lösen. Nehmen Sie eine Spülbürste mit Stiel. Und ziehen Sie vor jedem Griff an die Messereinheit den Stecker: Ein versehentlich berührter Schalter genügt für eine schwere Schnittverletzung.

Motorblock: nur feucht abwischen

Der Sockel mit dem Motor kommt nie ins Wasser und nie unter den laufenden Hahn. Stecker ziehen, dann mit einem feuchten, gut ausgewrungenen Tuch und einem Tropfen Spülmittel abwischen, bei Bedarf mit einem Wattestäbchen um die Schalter und die Kupplung herum. Die Kupplung, also das Zahnrad oben auf dem Sockel, sammelt gern Saft und Krümel. Trocken reiben, bevor der Behälter wieder aufgesetzt wird. Ist Flüssigkeit in den Sockel gelaufen, den Mixer mindestens einen Tag trocknen lassen und bei Zweifel nicht mehr benutzen.

Spülmaschine: was darf hinein?

Viele Hersteller geben Behälter, Deckel und Messereinheit als spülmaschinengeeignet an. Trotzdem gibt es Gründe für Handwäsche: Kunststoffbehälter werden in der Spülmaschine mit der Zeit trüb, und Messer werden durch Hitze und aggressive Reiniger eher stumpf. Wer die Spülmaschine nutzt, stellt den Behälter in den oberen Korb und wählt ein Programm mit niedriger Temperatur. Glasbehälter sind unempfindlicher. Maßgeblich ist immer die Anleitung.

Verfärbungen, Trübung und Geruch

Orange oder gelbe Verfärbungen stammen von Möhren, Kürbis, Kurkuma oder Tomaten. Die Farbstoffe setzen sich vor allem in Kunststoff fest. Eine Paste aus Natron und Wasser auftragen, einige Stunden wirken lassen und abspülen. Hartnäckige Stellen verblassen oft, wenn der saubere Behälter einige Stunden in der Sonne steht. Mehr zu verfärbtem Kunststoff im Beitrag vergilbtes Plastik.

Weiße, trübe Schleier bei Glas sind meist Kalk. Füllen Sie den Behälter mit warmem Wasser und einem Schuss Essig oder etwas Zitronensäure, lassen Sie ihn eine halbe Stunde stehen und spülen Sie gründlich nach. Ist Kunststoff trüb, weil die Oberfläche angegriffen ist, lässt sich das nicht mehr rückgängig machen. Hinweise zu Kalk auf Glas und Kunststoff stehen unter Kalkflecken entfernen.

Geruch nach Knoblauch oder Zwiebel sitzt oft im Dichtungsring. Ring abnehmen und in Wasser mit Natron einweichen, den Behälter mit warmem Wasser, Spülmittel und einem Esslöffel Natron mixen. Weitere Hausmittel stehen unter Hausmittel zum Putzen.

Keine Scheuermittel, keine Stahlwolle und keine Scheuerschwämme im Behälter. Kratzer im Kunststoff sind Nischen für Rückstände und Keime, und in Glas machen sie den Behälter bruchanfälliger.

Typische Fehler

  • Mixer stundenlang stehen lassen: Angetrocknete Reste unter den Messern kosten danach die meiste Zeit.
  • Kochendes Wasser zur Selbstreinigung: Druck und Dampf können den Deckel abheben.
  • Zu viel Spülmittel: Der Schaum steigt bis in den Deckel und läuft über.
  • Dichtungsring nie abnehmen: Dort beginnt fast jeder Geruch.
  • Behälter mit Deckel verschlossen wegstellen: Restfeuchte macht muffig.

Wer mehrere Küchengeräte regelmäßig pflegt, findet weitere Anleitungen in der Rubrik Küche.

Häufige Fragen

Wie reinige ich einen Standmixer am schnellsten?

Direkt nach dem Benutzen den Behälter zur Hälfte mit warmem Wasser füllen, einen Tropfen Spülmittel dazugeben und 30 bis 60 Sekunden mixen. Danach mit klarem Wasser nachspülen und offen trocknen lassen.

Kann ich die Messer des Mixers schärfen?

Mixermesser schneiden weniger, als sie schlagen und zerkleinern. Nachschleifen ist meist weder nötig noch vorgesehen. Werden die Ergebnisse deutlich schlechter oder sind die Klingen verbogen, bieten viele Hersteller eine Ersatz-Messereinheit an.

Warum tropft mein Mixer unten?

Meist sitzt der Dichtungsring schief, ist beschädigt oder die Messereinheit ist nicht fest genug angeschraubt. Ring prüfen, richtig einlegen und die Einheit wieder anziehen. Ist der Ring rissig oder hart, bekommen Sie beim Hersteller Ersatz.

Darf der Mixer in die Spülmaschine?

Behälter und Deckel oft ja, der Motorblock nie. Ob die Messereinheit spülmaschinengeeignet ist, steht in der Anleitung. Handwäsche schont Kunststoff und Klingen in jedem Fall mehr.