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Dunstabzugshaube und Fettfilter reinigen

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Edelstahl-Dunstabzugshaube über einem Gaskochfeld vor gemusterten Fliesen
Metallfettfilter je nach Nutzung etwa alle ein bis zwei Monate reinigen
Inhalt10 Abschnitte
  1. Warum der Fettfilter so wichtig ist
  2. Was Sie brauchen
  3. Schritt für Schritt: Fettfilter reinigen
  4. Aluminium oder Edelstahl: auf den Filter kommt es an
  5. Aktivkohlefilter im Umluftbetrieb
  6. Gehäuse aus Edelstahl, Glas und Lack
  7. Kochfeldabzüge und kopffreie Hauben
  8. Wenn der Motor verfettet ist
  9. Typische Fehler
  10. Häufige Fragen

Eine Dunstabzugshaube reinigen heißt vor allem: die Fettfilter regelmäßig spülen. Metallfilter kommen in die Spülmaschine oder in heißes Spülwasser, Aktivkohlefilter werden ausgetauscht, die Haube selbst wird mit warmem Spülmittelwasser abgewischt. Wer das alle ein bis zwei Monate erledigt, hat eine Haube, die gut saugt, nicht tropft und kein Brandrisiko ist.

Warum der Fettfilter so wichtig ist

Beim Braten steigen feinste Fetttröpfchen mit dem Dampf auf. Der Metallfettfilter fängt sie ab, damit sie sich nicht im Gebläse und im Abluftrohr absetzen. Ist er voll, sinkt die Saugleistung, der Motor wird lauter, und Fett tropft im schlimmsten Fall zurück auf den Herd. Ein durchfetteter Filter kann zudem Feuer fangen, wenn unter ihm Öl in der Pfanne brennt oder flambiert wird. Viele Hauben zeigen eine Sättigungsanzeige, die nach einer bestimmten Betriebszeit zum Reinigen auffordert; sonst gilt als Faustregel etwa alle ein bis zwei Monate, bei Vielbratern öfter.

Was Sie brauchen

  • Spülmittel und heißes Wasser, eine Spülbürste mit weichen Borsten
  • großes Spülbecken, Wanne oder Spülmaschine
  • Mikrofasertücher
  • optional einen Fettlöser, der für Ihren Filterwerkstoff geeignet ist
  • einen passenden Aktivkohlefilter, wenn Sie im Umluftbetrieb kochen

Schritt für Schritt: Fettfilter reinigen

  1. Ausschalten. Haube ausschalten und die Beleuchtung aus. Wer hinter den Filtern arbeiten will, zieht den Netzstecker oder schaltet die Sicherung aus.
  2. Filter herausnehmen. Die meisten Filter haben einen Griff mit Rastfeder. Vorsichtig ziehen, mit der anderen Hand abstützen, damit der Filter nicht auf das Kochfeld fällt. Auf Tropfen achten.
  3. In die Spülmaschine oder ins Becken. Wenn die Anleitung die Spülmaschine erlaubt: Filter senkrecht in den Unterkorb stellen, allein oder mit wenig Geschirr, damit sich kein Fett auf Teller legt, und ein normales oder intensives Programm wählen. Sonst in heißem Wasser mit reichlich Spülmittel etwa eine halbe Stunde einweichen und mit weicher Bürste ausbürsten.
  4. Gründlich spülen. Klar ausspülen und abtropfen lassen.
  5. Trocknen lassen und einsetzen. Den Filter erst einsetzen, wenn er trocken ist, damit kein Wasser ins Gehäuse tropft.
  6. Haube innen auswischen. Solange die Filter draußen sind, das Innere der Haube mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel abwischen, soweit Sie gefahrlos herankommen. An Kabel, Lampe und Gebläse nichts nass machen.

Aluminium oder Edelstahl: auf den Filter kommt es an

Viele Fettfilter bestehen aus Aluminium-Streckmetall. Aluminium verträgt keine stark alkalischen Reiniger: Backofenspray, Spülmaschinenpulver in großer Dosis, Waschsoda oder Rohrreiniger greifen es an und lassen es grau oder dunkel werden. In der Spülmaschine verfärben sich Aluminiumfilter oft trotzdem mit der Zeit; das beeinträchtigt die Funktion nicht, wenn der Filter sonst intakt ist. Edelstahlfilter und Filter aus Edelstahl mit Aluminiumkern sind unempfindlicher, gelten aber ebenfalls nicht als Freifahrtschein für Backofenspray. Maßgeblich sind die Hinweise in der Anleitung.

Filter aus Vlies oder Papier, wie sie in manchen günstigen Hauben stecken, werden nicht gewaschen, sondern gewechselt.

Aktivkohlefilter im Umluftbetrieb

Eine Umlufthaube bläst die Luft zurück in die Küche. Damit die Gerüche nicht mitkommen, sitzt hinter dem Fettfilter ein Aktivkohlefilter. Er lässt sich nicht auswaschen, weil die Kohle Gerüche in ihren Poren bindet und sich irgendwann erschöpft. Die meisten Hersteller empfehlen den Tausch etwa alle drei bis sechs Monate oder nach Anzeige. Es gibt regenerierbare Aktivkohlefilter, die im Backofen nach genauer Herstellerangabe ausgeheizt werden; bei allen anderen gilt: ersetzen. Passende Aktivkohlefilter finden Sie über die Modellnummer auf dem Typenschild, das meist hinter dem Fettfilter klebt.

Gehäuse aus Edelstahl, Glas und Lack

Edelstahl reinigen Sie mit warmem Spülmittelwasser und einem Mikrofasertuch, immer in Richtung des Schliffs, und reiben mit einem zweiten Tuch trocken. So vermeiden Sie Streifen. Fettige Stellen lassen sich zuerst mit etwas unverdünntem Spülmittel auf dem feuchten Tuch lösen. Scheuermilch, Stahlwolle und raue Schwämme hinterlassen Kratzer, die nicht mehr weggehen; Chlorreiniger können Edelstahl fleckig machen. Mehr dazu unter Edelstahl reinigen. Glasschirme und lackierte Hauben vertragen Spülmittelwasser und Glasreiniger. Reiniger immer auf das Tuch sprühen, nicht auf das Bedienfeld. Fettflecken, die beim Arbeiten auf Kleidung landen, entfernen Sie am besten sofort, wie unter Fettflecken entfernen beschrieben.

Kochfeldabzüge und kopffreie Hauben

Kochfelder mit integriertem Abzug, wie sie etwa Bora, Siemens, Neff oder AEG anbieten, haben einen Fettfilter unter der Abdeckung in der Mitte des Kochfelds. Meist gibt es darunter einen Auffangbehälter für übergelaufene Flüssigkeiten, der regelmäßig geleert und gereinigt werden muss. Die Teile lassen sich in der Regel nach oben herausziehen; welche davon in die Spülmaschine dürfen, steht in der Anleitung. Kopffreie Hauben mit schräger Glasfront haben oft einen Randabsaugungsfilter hinter einer Blende; auch er wird wie ein normaler Fettfilter behandelt. Mehr zu dieser Bauart im Beitrag Die kopffreie Dunstabzugshaube.

Wenn der Motor verfettet ist

Hat eine Haube jahrelang ohne sauberen Filter gearbeitet, sitzt das Fett auch im Gebläse und im Abluftkanal. Anzeichen sind ein lauter, unrunder Lauf, Fetttropfen am Gehäuse und nachlassende Saugleistung trotz sauberem Filter. Das Gebläse sollten Sie nicht selbst ausbauen oder nass reinigen; es hängt an der Netzspannung, und ein falsch eingesetzter Motor kann gefährlich werden. Lassen Sie das einen Kundendienst oder Elektrofachbetrieb erledigen, oder prüfen Sie, ob sich eine neue Haube mehr lohnt.

Typische Fehler

  • Filter zu selten reinigen: Das ist der häufigste Grund für schlechte Saugleistung und Tropfen.
  • Backofenspray auf Aluminiumfilter: Das Metall wird angegriffen und dunkel.
  • Nassen Filter einsetzen: Wasser läuft in die Haube und auf die Beleuchtung.
  • Haube zu kurz laufen lassen: Nach dem Kochen noch 10 bis 15 Minuten nachlaufen lassen, dann setzt sich weniger Fett im Raum und in der Haube ab.
  • Flambieren unter der Haube: Die Flamme kann den Fettfilter entzünden.

Häufige Fragen

Wie oft muss ich den Fettfilter reinigen?

Bei normaler Nutzung etwa alle ein bis zwei Monate, bei viel Braten und Frittieren alle zwei bis drei Wochen. Hat die Haube eine Filteranzeige, richten Sie sich danach.

Kann ich den Fettfilter mit Backpulver oder Natron reinigen?

Bei Edelstahlfiltern hilft ein Bad in heißem Wasser mit Natron und Spülmittel gegen hartnäckiges Fett. Aluminiumfilter reagieren auf alkalische Mittel und verfärben sich; hier bleiben Sie besser bei heißem Spülwasser.

Warum verfärbt sich der Filter in der Spülmaschine?

Aluminium reagiert mit den alkalischen Stoffen im Spülmittel und läuft an. Das ist ein Schönheitsfehler. Wer ihn vermeiden will, spült Aluminiumfilter von Hand.

Wie bekomme ich Edelstahl an der Haube streifenfrei?

Mit einem feuchten Mikrofasertuch und wenig Spülmittel in Schliffrichtung wischen und sofort mit einem trockenen Tuch nachpolieren. Streifen entstehen meist durch Reinigerreste oder kalkhaltiges Wasser, das antrocknet.