CO2-Zylinder entsorgen: Tauschen, zurückgeben oder abgeben

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Den CO2-Zylinder eines Wassersprudlers entsorgen Sie am besten gar nicht, sondern geben ihn zurück: Leer tauschen Sie ihn in Drogerien, Supermärkten oder Elektromärkten gegen einen vollen, und wenn Sie den Sprudler nicht mehr nutzen, geben Sie ihn an einer Tauschstelle ab. Bei den verbreiteten Tauschsystemen bleibt der Zylinder ohnehin Eigentum des Herstellers. In den Schrott, den Gelben Sack oder den Restmüll gehört er nie, auch nicht leer.
Wohin gehört der CO2-Zylinder?
| Art und Zustand | Richtiger Weg |
| Tauschzylinder vom Wassersprudler, leer | an der Tauschstelle gegen einen vollen tauschen |
| Tauschzylinder, nicht mehr gebraucht (leer oder voll) | an Tauschstelle oder Hersteller zurückgeben, nachfragen |
| Gekaufter Zylinder in Eigentum, nachfüllbar | beim Gase- oder Getränkefachhandel füllen lassen; zum Entsorgen dort oder beim Wertstoffhof fragen |
| Einweg-CO2-Kapsel (Sodasiphon, Fahrradpumpe), leer | je nach Kommune Gelber Sack oder Metallsammlung am Wertstoffhof |
| Einweg-CO2-Kapsel, noch gefüllt | aufbrauchen oder zur Schadstoffannahme |
| Zylinder beschädigt, Ventil undicht | nicht benutzen, an Tauschstelle oder Wertstoffhof abgeben und auf den Schaden hinweisen |
Für Druckgasbehälter haben die Kommunen unterschiedliche Regeln. Manche Wertstoffhöfe nehmen kleine Gasflaschen und Zylinder an, andere verweisen ausdrücklich an den Handel. Was bei Ihnen gilt, steht im Abfall-ABC, in der Abfall-App oder bei der Abfallberatung Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises. Hier steht der Regelfall in Deutschland.
Wem gehört der Zylinder?
Wer einen Wassersprudler kauft, bekommt meist einen gefüllten Zylinder dazu und tauscht ihn später gegen einen vollen. Bei den großen Anbietern steht auf dem Zylinder oder in den Nutzungsbedingungen, dass er Eigentum des Herstellers bleibt und Ihnen nur zur Nutzung überlassen wird. Sie bezahlen beim Tausch die Füllung, nicht die Flasche. Diese Bedingungen sehen in der Regel auch vor, dass Sie einen Zylinder in gutem Zustand endgültig zurückgeben können; ob und in welcher Höhe es dann Geld zurück gibt, regelt der jeweilige Anbieter. Fragen Sie an der Tauschstelle nach, bevor Sie einen Zylinder dort abgeben.
Daneben gibt es Universal-Schraubzylinder anderer Anbieter, die in vielen Geräten passen, und Zylinder mit Schnellverschluss, die nur in bestimmte Geräte passen. Auch sie werden fast immer im Tausch angeboten. Achten Sie beim Zurückgeben darauf, den Zylinder an einer Stelle abzugeben, die genau diese Sorte tauscht; Drogerien und Supermärkte führen meist ein bis zwei Systeme.
Etwas anderes sind Zylinder, die Sie ausdrücklich gekauft haben, etwa größere CO2-Flaschen für Zapfanlagen, Aquarien oder umgebaute Sprudler. Sie gehören Ihnen und werden im Gase- oder Getränkefachhandel neu gefüllt. Wollen Sie eine solche Flasche loswerden, fragen Sie zuerst dort; ein gebrauchsfähiger Zylinder lässt sich auch gut verkaufen oder verschenken.
Warum ein Zylinder nicht in den Schrott gehört
Kohlendioxid ist nicht brennbar, aber im Zylinder steht es unter hohem Druck: Bei Zimmertemperatur liegt es dort größtenteils flüssig vor, und der Druck beträgt deutlich mehr als 50 bar. Wird ein Zylinder erhitzt, steigt der Druck weiter. Auf den Zylindern steht deshalb ein Hinweis, sie vor Hitze zu schützen und nicht über etwa 50 °C zu lagern. In einer Schrottpresse, einem Shredder oder in der Müllverbrennung kann ein solcher Behälter zum Geschoss werden. Auch ein vermeintlich leerer Zylinder ist nicht drucklos, nur weil der Sprudler kaum noch Kohlensäure abgibt.
Öffnen Sie das Ventil nicht selbst und schrauben Sie es nicht heraus, um den Zylinder „sicher“ zu leeren. Ausströmendes CO2 kühlt schlagartig so stark ab, dass Erfrierungen an den Händen möglich sind; dabei bildet sich Trockeneisschnee. Außerdem ist CO2 schwerer als Luft und sammelt sich in geschlossenen Räumen und Kellern am Boden. Größere Mengen können dort die Atemluft verdrängen.
Den Tausch vorbereiten
- Zylinder vollständig aufbrauchen. Wenn der Sprudler kaum noch Kohlensäure abgibt, ist der Zylinder leer genug für den Tausch. Ein Rest ist kein Problem.
- Zylinder abschrauben. Nach der Anleitung Ihres Geräts, bei Raumtemperatur und mit trockenen Händen.
- Schutzkappe aufsetzen, falls vorhanden. Und den Zylinder nicht werfen oder fallen lassen; Ventile sind empfindlich.
- Passende Sorte mitnehmen. Schraub- und Schnellverschlusszylinder sind nicht austauschbar. Achten Sie beim neuen Zylinder darauf, dass er zu Ihrem Gerät passt.
- Im Auto nicht in der Sonne lassen. Der Zylinder gehört bis zum Einkauf in einen kühlen Kofferraum oder gleich in die Tasche.
Kleine Einweg-CO2-Kapseln
Sodasiphons, Fahrradpumpen und manche Getränkebereiter arbeiten mit kleinen Stahlkapseln von wenigen Gramm. Sie werden einmal angestochen und sind danach leer. Eine leere Kapsel ist Metall: Je nach Kommune gehört sie in den Gelben Sack oder in die Metallsammlung am Wertstoffhof; manche Entsorger möchten alle Druckgaskapseln am Wertstoffhof haben. Volle Kapseln, die Sie nicht mehr brauchen, verschenken Sie an jemanden mit passendem Gerät oder bringen sie zur Schadstoffannahme. Nicht anbohren und nicht in den Restmüll.
CO2-Kapseln sind nicht dasselbe wie Sahnekapseln, auch wenn sie ähnlich aussehen: In Sahnekapseln steckt Lachgas. Für sie gelten eigene Regeln, siehe Sahnekapseln entsorgen. Ganz ähnlich wie beim CO2-Zylinder ist die Lage bei großen Propan- oder Butanflaschen, die ebenfalls dem Händler gehören; mehr unter Gasflasche entsorgen.
Und der Wassersprudler selbst?
Ein Wassersprudler ohne Stromanschluss ist überwiegend Kunststoff und Metall. Je nach Kommune gehört er in den Restmüll, wenn er hineinpasst, oder zum Wertstoffhof, wo Metallteile in die Metallsammlung kommen. Bevor Sie das Gerät abgeben, nehmen Sie den Zylinder heraus, denn er hat seinen eigenen Rückweg. Elektrische Sprudler mit Display oder automatischer Dosierung sind Elektrogeräte und gehören zum Elektroschrott, siehe Elektroschrott entsorgen.
Die Kunststoffflaschen vieler Sprudler tragen ein Ablaufdatum, bis zu dem der Hersteller sie für den Gebrauch unter Druck freigibt. Abgelaufene Flaschen sind keine Verkaufsverpackung; sie gehören je nach Kommune in den Restmüll oder die Wertstofftonne, nicht in den Gelben Sack. Glaskaraffen behandeln Sie wie Trinkgläser: nicht ins Altglas, sondern in den Restmüll, siehe Trinkgläser entsorgen.
Ein funktionsfähiger Sprudler samt Zylinder findet über Kleinanzeigen oder Verschenkgruppen schnell einen Abnehmer. Den Zylinder können Sie dabei einfach mitgeben.
Häufige Fragen
Kann ich einen CO2-Zylinder zum Wertstoffhof bringen?
Manche Wertstoffhöfe nehmen Druckgaszylinder an, viele verweisen bei Tauschzylindern aber an den Handel, weil die Zylinder dem Hersteller gehören und dort wieder gefüllt werden. Fragen Sie vorher bei Ihrem Wertstoffhof nach. Der einfachere Weg ist fast immer die Rückgabe an einer Tauschstelle.
Bekomme ich für einen zurückgegebenen Zylinder Geld?
Das hängt vom Anbieter und von der Stelle ab, an der Sie ihn abgeben. Manche Systeme sehen eine Erstattung vor, wenn Sie einen Zylinder endgültig zurückgeben, andere nicht. Fragen Sie vor der Abgabe nach.
Darf ein leerer CO2-Zylinder in den Gelben Sack?
Nein. Ein Zylinder vom Wassersprudler ist keine Verpackung, sondern ein Mehrwegbehälter, und er ist selten wirklich drucklos. Nur kleine Einweg-Kapseln dürfen je nach Kommune leer in den Gelben Sack.
Wie lange ist ein CO2-Zylinder haltbar?
Das Gas verdirbt nicht. Ein unbeschädigter Zylinder, der Jahre im Schrank lag, lässt sich in der Regel ganz normal tauschen; ob er wieder befüllt wird, entscheidet der Anbieter.
Was mache ich mit einem undichten Zylinder?
Bringen Sie ihn nach draußen oder in einen gut belüfteten Raum, versuchen Sie nicht, das Ventil zu reparieren, und geben Sie ihn an einer Tauschstelle oder beim Wertstoffhof ab. Weisen Sie dort auf den Schaden hin.



