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Wandvasen

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Wandvase mit Blumen
Wandvase mit Blumen
Inhalt8 Abschnitte
  1. Welche Arten es gibt
  2. Materialien im Vergleich
  3. Die richtige Befestigung
  4. Der richtige Platz
  5. Was hineinkommt
  6. Pflege und Reinigung
  7. Worauf Sie beim Kauf achten sollten
  8. Häufige Fragen

Eine Wandvase ist eine Vase mit flacher Rückseite oder einer Halterung, die an der Wand hängt statt auf dem Tisch zu stehen. Sie bringt Blumen, Zweige oder Stecklinge dorthin, wo keine Ablage frei ist – in den Flur, neben die Tür, in die schmale Küche oder ins kleine Bad. Worauf es ankommt, ist weniger das Design als die Befestigung: Mit Wasser gefüllt wird selbst eine kleine Vase erstaunlich schwer.

Welche Arten es gibt

Unter dem Begriff Wandvase laufen verschiedene Dinge:

  • Klassische Wandvase: Ein Gefäß aus Keramik, Porzellan oder Glas mit flacher Rückseite und einer Öse oder einem Loch zum Aufhängen.
  • Halter mit Glaseinsatz: Ein Brettchen oder Metallrahmen, in dem ein oder mehrere Gläser stecken, oft Reagenzgläser. Beliebt für einzelne Blüten und für Stecklinge, die im Wasser Wurzeln bilden sollen.
  • Hängevase am Seil: Kleine Keramik- oder Glaskugeln an Hanfseil oder Lederband, die an einem Haken hängen.
  • Wandpflanzgefäß: Eher Blumentopf als Vase. Für Sukkulenten, Luftpflanzen oder Kräuter mit Erde oder ganz ohne.

Häufig werden Wandvasen als Set mit drei Stück verkauft, die man in einer Reihe oder versetzt aufhängt. Anbieter wie Kazai oder Umbra führen solche Sets, ebenso viele Einrichtungshäuser.

Weiße Keramikvasen mit Lupinen und Iris vor einer hellen Wand
Schlichte weiße Keramik passt zu fast jeder Wand

Materialien im Vergleich

MaterialStärkenSchwächenGeeignet für
GlasLeicht, man sieht Wasserstand und WurzelnZerbrechlich, Kalkränder sichtbarSchnittblumen, Stecklinge, Bad
Keramik (glasiert)Robust, dicht, viele FormenRelativ schwerInnen, glasiert auch außen
PorzellanFein und edelZerbrechlich, teuerGeschützte Plätze innen
MetallBruchsicher, außen einsetzbarNicht immer wasserdicht, kann rostenTrockengestecke, Pflanzen mit Einsatz
HolzWarm, leichtNur mit Glaseinsatz für WasserHalter mit Reagenzgläsern

Für draußen eignen sich glasierte Keramik, Edelstahl, Aluminium oder Kupfer. Unglasierte Keramik nimmt Wasser auf und kann bei Frost platzen. Metallvasen sind nicht immer dicht: Steht auf der Produktbeschreibung nichts von Wasserdichtigkeit, nimmt man sie für Trockenblumen oder setzt ein kleines Glas hinein.

Die richtige Befestigung

Wandvasen scheitern selten am Aussehen, sondern am Nagel. Rechnen Sie vor dem Aufhängen: Das Eigengewicht der Vase plus Wasser plus Blumen. Ein Liter Wasser wiegt ein Kilogramm, eine mittelgroße Keramikvase bringt gefüllt schnell anderthalb bis zwei Kilogramm auf die Wand. Die Befestigung sollte deutlich mehr tragen.

  • Schraube und Dübel: die sicherste Lösung. Der Dübel muss zur Wand passen: Spreizdübel für Beton und Vollziegel, spezielle Hohlraumdübel für Gipskarton, Porenbetondübel für Porenbeton.
  • Nagel: geht bei leichten Vasen in Holz oder Putz, reißt in Gipskarton aber aus.
  • Klebehaken und Klebestreifen: nur für leichte Vasen, die das angegebene Höchstgewicht mit Wasser nicht überschreiten, und nur auf glatten, tragfähigen Untergründen wie Fliesen. Mehr dazu im Beitrag über Klebenägel.
  • Saugnäpfe: nur auf Glas und glatten Fliesen, nur für sehr leichte Vasen. Saugnäpfe lösen sich mit der Zeit; unter einer Glasvase ist das keine gute Idee.
  • Magnet: an Kühlschrank oder Metallwand, für kleine Glasröhrchen.

Vor dem Bohren sollten Sie mit einem Leitungssucher prüfen, ob in der Wand Strom- oder Wasserleitungen verlaufen. Senkrecht über und unter Steckdosen und Schaltern ist Bohren tabu. Mieter dürfen in üblichem Maß Dübellöcher setzen, im Zweifel hilft ein Blick in den Mietvertrag.

Der richtige Platz

Schnittblumen halten länger, wenn sie nicht in der prallen Sonne, nicht über der Heizung und nicht neben Obst stehen, das Reifegas abgibt. Stecklinge und Pflanzen brauchen dagegen Licht. Ein Platz neben dem Fenster ist ideal, direkt im Südfenster wird das Wasser zu warm.

Hängen Sie Vasen mit Wasser nicht über Steckdosen, Mehrfachsteckern, Fernseher oder Router. Beim Nachfüllen tropft es, und fällt die Vase einmal herunter, landet das Wasser genau dort. In Haushalten mit Kindern und Katzen ist eine Wandvase oft sicherer als eine Tischvase, die man umstoßen kann. Hängen Sie sie dann so hoch, dass niemand herankommt, und wählen Sie bruchsicheres Material, wenn darunter gespielt wird. Manche Pflanzen und Schnittblumen sind für Katzen giftig, Lilien zum Beispiel; Blätter, die herunterfallen, erreichen auch kletternde Tiere.

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Was hineinkommt

In schmale Wandvasen passen wenige Stiele. Gut wirken einzelne große Blüten, ein paar Zweige mit Blättern, Gräser, Eukalyptus oder Trockenblumen, die man gar nicht gießen muss. Für Glasvasen und Reagenzgläser eignen sich Stecklinge von Efeutute, Monstera oder Kräutern wie Basilikum und Minze, die im Wasser Wurzeln schlagen. So wird die Vase zur kleinen Anzuchtstation.

In Pflanzgefäßen ohne Abzugsloch staut sich Gießwasser. Hier sind Luftpflanzen (Tillandsien), Sukkulenten mit sehr sparsamen Wassergaben oder Kunstpflanzen die pflegeleichtere Wahl.

Pflege und Reinigung

Das Wasser in Wandvasen sollte alle zwei bis drei Tage gewechselt werden, sonst wird es trüb und riecht. Beim Nachfüllen hilft eine kleine Gießkanne mit langem Hals oder eine Spritzflasche, damit nichts an der Wand herunterläuft. Stiele alle paar Tage schräg anschneiden.

Kalkränder in Glasvasen löst Essig oder Zitronensäure; einige Stunden einweichen, dann mit einer Flaschenbürste nachreiben. In schmale Gefäße kann man etwas Reis mit Spülwasser geben und kräftig schütteln. Ist die Vase an der Wand festgeschraubt, lohnt ein Modell mit herausnehmbarem Glaseinsatz.

Weitere Ideen für Deko und Einrichtung finden Sie in der Rubrik Wohnen. Wer Leuchtendes neben die Vasen hängen möchte, findet Anregungen bei den Stuckleisten mit LED.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Dichtigkeit: Ist die Vase wasserdicht? Bei Metall und Holz nicht selbstverständlich.
  • Aufhängung: Öse, Schlüsselloch, Seil oder Halterung – und ob passendes Befestigungsmaterial beiliegt. Mitgelieferte Dübel passen nicht zu jeder Wand.
  • Öffnung: Weit genug zum Reinigen und Nachfüllen.
  • Gewicht: Leichte Materialien machen die Befestigung einfacher.
  • Innen oder außen: Nur frostfeste, glasierte oder rostfreie Modelle nach draußen.

Einzelne Wandvasen kosten meist zwischen 10 und 40 Euro, Sets mit drei Gefäßen liegen im selben Bereich bis etwas darüber.

Häufige Fragen

Wie befestigt man eine Wandvase?

Am sichersten mit Schraube und einem Dübel, der zur Wand passt. Klebehaken und Saugnäpfe nur für leichte Vasen auf glatten Flächen, und nur, wenn sie das Gewicht der gefüllten Vase sicher tragen.

Kann man Wandvasen ohne Bohren anbringen?

Ja, mit Klebehaken, Klebenägeln, Saugnäpfen oder Magneten. Das geht aber nur mit leichten Vasen. Für Keramik mit Wasser ist Bohren die bessere Wahl.

Welche Blumen eignen sich für Wandvasen?

Einzelne Blüten, Zweige, Gräser und Trockenblumen. In Glasgefäßen auch Stecklinge, die im Wasser Wurzeln bilden. In Pflanzgefäßen ohne Abzugsloch passen Luftpflanzen oder Sukkulenten.

Kann man Wandvasen draußen aufhängen?

Ja, wenn sie frostfest sind, also aus glasierter Keramik, Edelstahl, Aluminium oder Kupfer, und sturmsicher befestigt werden. Unglasierte Keramik und Porzellan bleiben besser drinnen.