Spülmaschinensalz nachfüllen: wann, wie viel und wozu
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Spülmaschinensalz nachfüllen dauert zwei Minuten: Unterkorb herausziehen, den Schraubdeckel im Boden öffnen, Regeneriersalz mit dem Trichter einfüllen, bis der Behälter voll ist, zuschrauben und gleich ein Programm starten. Das Salz landet dabei nie auf dem Geschirr. Es dient allein dazu, den eingebauten Wasserenthärter der Maschine wieder aufzufrischen – und wie oft Sie nachfüllen müssen, hängt davon ab, wie hart Ihr Leitungswasser ist und ob die Maschine das weiß.
Wozu die Spülmaschine Salz braucht
Leitungswasser enthält Calcium und Magnesium, zusammen als Wasserhärte bezeichnet. Wird hartes Wasser erhitzt, fällt Kalk aus: auf dem Heizelement, in den Düsen und als weißer Belag auf Gläsern. Deshalb läuft das Wasser in der Spülmaschine zuerst durch einen Enthärter, einen Behälter mit Kunstharzkügelchen, den Ionenaustauscher. Das Harz hält Calcium und Magnesium fest und gibt dafür Natrium ab.
Irgendwann ist das Harz voll. Dann spült die Maschine es mit Salzlösung aus dem Vorratsbehälter durch: Das Natrium aus dem Salz verdrängt den Kalk, der mit dem Abwasser weggepumpt wird, und der Enthärter ist wieder aufnahmefähig. Dieses Regenerieren gibt dem Salz seinen Namen. Die Salzlösung wird anschließend ausgespült und kommt mit dem Geschirr nicht in Berührung.
Warum Speisesalz nicht geht
Chemisch ist beides Kochsalz. Der Unterschied liegt in Reinheit und Körnung:
- Speisesalz enthält Zusätze wie Rieselhilfen, oft auch Jod oder Fluorid. Sie können den Enthärter verkleben.
- Speisesalz ist zu fein. Es verklumpt im Behälter, statt sich langsam und gleichmäßig zu lösen.
- Regeneriersalz ist grobkörnig und sehr rein. Es löst sich nach und nach und hinterlässt keine Rückstände.
Auch Meersalz, Steinsalz aus der Mühle oder Streusalz haben in der Maschine nichts zu suchen. Regeneriersalz kostet wenig und reicht lange.
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Wann nachfüllen – und wie viel
Füllen Sie nach, wenn die Salzanzeige am Bedienfeld aufleuchtet, meist ein Symbol aus zwei geschwungenen Pfeilen oder ein „S“. Manche Geräte haben stattdessen einen Schwimmer im Deckel des Salzbehälters, dessen Farbmarkierung absinkt. Auf Verdacht nachzufüllen schadet nicht, ist aber auch nicht nötig.
Wie viel hineingeht, steht in der Anleitung; bei den meisten Geräten fasst der Behälter gut ein Kilogramm. Dosieren müssen Sie nichts: Der Behälter wird einfach gefüllt, bis nichts mehr hineinpasst, und die Maschine entnimmt sich bei jedem Regenerieren die nötige Menge. Wie lange eine Füllung hält, lässt sich nicht pauschal sagen – bei hartem Wasser und täglichem Spülen einige Wochen, bei weichem Wasser viele Monate.
Schritt für Schritt: Salz nachfüllen
Sie brauchen Regeneriersalz, den Einfülltrichter, der der Maschine beilag, und ein Tuch. Fehlt der Trichter, tut es ein Haushaltstrichter mit weiter Öffnung.
- Unterkorb herausnehmen. Der Salzbehälter sitzt im Boden des Spülraums, meist links neben dem Sieb, unter einem großen Schraubdeckel.
- Deckel aufschrauben. Gegen den Uhrzeigersinn drehen. Im Behälter steht Wasser – das ist richtig so.
- Nur beim allerersten Mal: Wasser einfüllen. Bei einer neuen Maschine ist der Behälter trocken. Füllen Sie ihn vor dem ersten Salz mit Wasser, so wie es die Anleitung angibt, meist bis zum Rand. Später ist das nie wieder nötig.
- Trichter aufsetzen und Salz einfüllen. Langsam schütten, bis der Behälter voll ist. Dabei läuft Wasser über; das Salz verdrängt es.
- Rand säubern, Deckel fest zuschrauben. Salzkörner im Gewinde verhindern, dass der Deckel dicht schließt. Wischen Sie verschüttetes Salz vom Boden des Spülraums auf.
- Sofort ein Programm starten. Ein Kurzprogramm oder Vorspülen reicht, gern auch die nächste normale Ladung.
Warum danach sofort ein Programm laufen soll
Beim Einfüllen gelangen fast immer Salzkörner und Salzwasser in den Spülraum. Konzentrierte Salzlösung greift auch rostfreien Edelstahl an: Bleibt sie stunden- oder tagelang auf dem Boden der Maschine stehen, können Roststellen entstehen. Füllen Sie Salz deshalb immer unmittelbar vor einem Spülgang nach, nie nach dem Ausräumen. Liegt Besteck noch im Korb, während Salzwasser im Boden steht, kann es ebenfalls Flecken bekommen; mehr dazu unter Rost am Besteck.
Die Wasserhärte am Gerät einstellen
Die Maschine regeneriert nicht nach Gefühl, sondern nach der Wasserhärte, die bei ihr eingestellt ist. Ab Werk steht meist ein mittlerer Wert, der nicht zu Ihrem Wasser passen muss.
- Zu niedrig eingestellt: Der Enthärter wird zu selten regeneriert, es bleibt Kalk im Wasser – weiße Beläge auf Gläsern und im Gerät.
- Zu hoch eingestellt: Die Maschine verbraucht unnötig Salz, und zu weiches Wasser kann Gläser auf Dauer angreifen. Was es damit auf sich hat, erklärt der Beitrag Gläser trüb.
Die Härte Ihres Leitungswassers nennt der Wasserversorger auf seiner Internetseite oder der Jahresabrechnung, in Grad deutscher Härte (°dH) oder als Härtebereich weich, mittel oder hart. Wie Sie den Wert sonst herausfinden, steht unter Wasserhärte bestimmen. Eingestellt wird er je nach Modell im Menü oder über eine Tastenkombination; die Anleitung enthält dazu eine Tabelle, welche Gerätestufe zu welchem Härtegrad gehört. Nach einem Umzug gehört die Einstellung neu geprüft.
Bei sehr weichem Wasser lassen sich viele Geräte so einstellen, dass sie gar nicht regenerieren. Dann brauchen Sie kein Salz, und die Salzanzeige bleibt aus. Ab welchem Wert das gilt, nennt die Anleitung.
Multitabs und Salz: ab welcher Härte beides nötig ist
Multitabs enthalten Stoffe, die Kalk während des Spülgangs binden. Den Enthärter der Maschine regenerieren sie nicht. Nach Angaben von Stiftung Warentest und Geräteherstellern sind die Rezepturen in der Regel für Wasser bis 21 °dH ausgelegt. Zur Einordnung: Als hart gilt Wasser in Deutschland bereits oberhalb von 14 °dH.
Daraus folgt:
- Über 21 °dH: Trotz Multitabs Regeneriersalz einfüllen, dazu Klarspüler, und die Härte am Gerät einstellen.
- Darunter: Multitabs können das Salz ersetzen. Maßgeblich ist die Angabe auf der Packung, denn nicht jedes Produkt reicht gleich weit. Zeigen sich weiße Beläge, füllen Sie Salz ein, auch wenn Ihr Wasser rechnerisch unter der Grenze liegt.
- Einfache Tabs oder Pulver: Salz und Klarspüler sind immer getrennt nötig, außer bei sehr weichem Wasser.
Manche Maschinen haben eine Einstellung für Multitabs, die Salz- und Klarspüleranzeige abschaltet. Ob und wann Sie sie nutzen sollen, steht in der Anleitung. Wozu der zweite Vorratsbehälter dient, lesen Sie unter Klarspüler in der Spülmaschine. Ist die Maschine bereits verkalkt, hilft der Beitrag Spülmaschine entkalken.
Typische Fehler
- Salz in das falsche Fach. Der Salzbehälter sitzt im Boden. Das Fach in der Tür ist für Klarspüler, die Klappe daneben für den Reiniger. Salz im Klarspülerfach kann das Gerät beschädigen.
- Reiniger oder Tabs in den Salzbehälter. Das zerstört den Enthärter.
- Beim ersten Befüllen das Wasser vergessen.
- Nachfüllen und die Maschine tagelang stehen lassen.
- Deckel schief oder locker aufgeschraubt. Dann gelangt Salzlösung in jeden Spülgang, und Reiniger läuft in den Behälter.
Häufige Fragen
Die Salzanzeige leuchtet nach dem Nachfüllen weiter – was nun?
Das Salz muss sich erst lösen; die Anzeige erlischt oft erst nach einem oder mehreren Spülgängen. Bleibt sie dauerhaft an, prüfen Sie, ob der Behälter wirklich voll ist und ob das Salz darin verklumpt ist. Hilft das nicht, kann der Sensor defekt sein.
Wie oft muss man Spülmaschinensalz nachfüllen?
Wenn die Anzeige es meldet. Der Abstand hängt von Wasserhärte, Einstellung und Zahl der Spülgänge ab und reicht von einigen Wochen bis zu vielen Monaten. Verbraucht die Maschine auffallend viel, ist die Härte vermutlich zu hoch eingestellt.
Was passiert, wenn man ohne Salz spült?
Kurzfristig wenig. Auf Dauer bleibt bei hartem Wasser Kalk im Spülwasser: Gläser bekommen einen weißen Schleier, Düsen und Heizelement verkalken, und der Enthärter selbst kann Schaden nehmen.
Das Wasser im Salzbehälter läuft beim Einfüllen über – ist das schlimm?
Nein, das gehört dazu. Das Salz verdrängt das Wasser, das immer im Behälter steht. Wichtig ist nur, dass direkt danach ein Programm läuft und das Salzwasser abgepumpt wird.
Das Geschirr schmeckt nach dem Nachfüllen salzig – woran liegt das?
Entweder ist verschüttetes Salz im Spülraum geblieben, oder der Deckel des Behälters sitzt nicht dicht. Deckel prüfen, fest zuschrauben und ein Programm ohne Geschirr laufen lassen.



