Zum Inhalt springen
haushalt&wohnen

Spülmaschine richtig einräumen

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Hand stellt Teller in den unteren Korb einer Spülmaschine
Teller gehören in den unteren Korb, Gläser und Tassen nach oben
Inhalt9 Abschnitte
  1. Wie die Maschine spült – und warum das Einräumen zählt
  2. Oberkorb: Gläser, Tassen, Kunststoff
  3. Unterkorb: Teller, Töpfe, Pfannen
  4. Besteck: Griffe nach oben oder nach unten?
  5. Nicht vorspülen, nur abkratzen
  6. Was nicht in die Spülmaschine gehört
  7. Typische Fehler beim Einräumen
  8. Ausräumen: erst unten, dann oben
  9. Häufige Fragen

Eine Spülmaschine räumen Sie so ein: oben Gläser, Tassen, kleine Schüsseln und Kunststoffteile, unten Teller, große Schüsseln, Töpfe und Pfannen, alles schräg und mit der verschmutzten Seite zur Mitte, wo das Wasser aus den Sprüharmen kommt. Besteck gehört in den Besteckkorb oder die Besteckschublade, Messer mit der Klinge nach unten oder flach in die Schublade. Vorspülen ist unnötig, grobe Reste abkratzen genügt. Ob das Geschirr sauber wird, hängt mehr vom Einräumen ab als vom Tab.

Wie die Maschine spült – und warum das Einräumen zählt

In der Maschine drehen sich meist zwei oder drei Sprüharme: einer unter dem Unterkorb, einer unter dem Oberkorb, bei manchen Modellen ein dritter an der Decke. Sie schleudern das Wasser von unten und aus der Mitte nach oben und außen. Was mit der schmutzigen Seite zur Mitte oder nach unten zeigt, wird getroffen. Was sich gegenseitig abdeckt, bleibt schmutzig. Deshalb hilft es wenig, eine überfüllte Maschine mit einem stärkeren Programm zu starten – die Stellen im Schatten erreicht das Wasser trotzdem nicht.

Die Anordnung von Körben, Stacheln und Klappen unterscheidet sich je nach Hersteller. Die Bedienungsanleitung Ihrer Maschine hat Vorrang; die meisten enthalten eine Skizze, wie sie beladen werden soll.

Oberkorb: Gläser, Tassen, Kunststoff

  • Gläser und Tassen mit der Öffnung nach unten, leicht schräg, damit sich kein Wasser im Boden sammelt. Gläser sollten sich nicht berühren, sonst klirren sie und bekommen Kratzer oder springen.
  • Stielgläser in die dafür vorgesehenen Halter oder Klappen, sonst kippen sie.
  • Kleine Schüsseln und Müslischalen schräg zur Mitte.
  • Kunststoff oben, weil unten das Heizelement sitzt und leichte Teile sich dort verformen können. Nur, was als spülmaschinengeeignet gekennzeichnet ist. Leichte Deckel und Dosen verklemmen, damit sie nicht umkippen und sich mit Wasser füllen.
  • Kochlöffel aus Kunststoff, Schöpfkellen, Pfannenwender liegen flach in der Besteckschublade oder quer im Oberkorb, aber so, dass sie nicht nach unten durchhängen.

Bei vielen Maschinen lässt sich der Oberkorb in der Höhe verstellen. Oben tief gestellt passen hohe Gläser, unten dafür größere Teller.

Unterkorb: Teller, Töpfe, Pfannen

  • Teller hochkant in die Stacheln, die Oberseite zur Mitte. Große Teller hinten und an den Seiten, kleine vorne.
  • Große Schüsseln, Töpfe und Auflaufformen schräg oder umgedreht, die Öffnung nach unten zu den Sprüharmen.
  • Backbleche und große Platten an den Rand, niemals so, dass sie den Oberkorb oder die Klappe des Reinigerfachs verdecken. Der Tab muss beim Öffnen des Fachs frei ins Wasser fallen können.
  • Pfannen umgedreht und schräg. Beschichtete Pfannen spülen Sie besser von Hand, auch wenn sie als spülmaschinengeeignet verkauft werden.

Besteck: Griffe nach oben oder nach unten?

Darüber wird gern gestritten. Die Abwägung sieht so aus: Mit dem Griff nach unten stehen die verschmutzten Enden oben und werden vom Wasser gut getroffen. Mit dem Griff nach oben fassen Sie beim Ausräumen nicht an die sauberen Stellen, mit denen Sie später essen. Viele Hersteller empfehlen, Löffel und Gabeln mit den Griffen nach unten und bunt gemischt einzustellen, damit gleiche Teile nicht ineinanderrutschen.

Messer kommen immer mit der Klinge nach unten, damit sich beim Hineingreifen niemand schneidet. Noch besser liegt Besteck in einer Besteckschublade: flach nebeneinander, jedes Teil wird einzeln angestrahlt und nichts klebt zusammen. Scharfe Kochmesser spülen Sie ohnehin von Hand, siehe unten.

Nicht vorspülen, nur abkratzen

Vorspülen unter fließendem Wasser verbraucht mehr Wasser, als die Maschine für den ganzen Durchgang braucht, und bringt für das Ergebnis kaum etwas. Moderne Reiniger enthalten Enzyme, die gerade an Speiseresten ansetzen. Kratzen Sie nur grobe Reste, Knochen, Kerne und Servietten in den Müll. Stark Angetrocknetes wie Käse in der Auflaufform darf vorher kurz einweichen.

Vor dem Start einmal die Sprüharme mit der Hand drehen. Ein Topfgriff oder ein Löffel, der durch den Korb nach unten ragt, blockiert sie, und dann bleibt ein ganzer Bereich ungespült. Liegt es nicht daran und wird das Geschirr trotzdem nicht sauber, lohnt ein Blick unter Spülmaschine reinigen.

Was nicht in die Spülmaschine gehört

  • Holz: Brettchen, Kochlöffel, Messergriffe aus Holz quellen auf und reißen.
  • Gusseisen und Eisenpfannen: Die eingebrannte Schicht löst sich, das Eisen rostet.
  • Scharfe Küchenmesser: Die Schneide stumpft durch Stöße im Korb und den Reiniger schneller ab, gute Klingen können an der Schneide Rost ansetzen.
  • Kristall und Bleikristall, Gläser mit Goldrand, handbemaltes Porzellan: Die Oberfläche wird trüb, Gold und Dekor lösen sich ab. Zu Trübungen mehr unter Gläser trüb.
  • Aluminium: Espressokocher, Knoblauchpressen oder Töpfe aus Alu verfärben sich im Reiniger dunkel und matt.
  • Silber zusammen mit Edelstahl: Liegen beide nebeneinander im Korb, kann Silber dunkle Flecken bekommen. Silberbesteck spülen Sie getrennt oder von Hand; Hinweise dazu stehen unter Silber putzen.
  • Thermoskannen und Isolierbecher ohne ausdrückliche Freigabe des Herstellers, weil die Isolierung leiden kann.

Kleine Rostpunkte auf Edelstahlbesteck stammen übrigens meist von anderen Teilen im Korb, etwa einem rostigen Messer oder einer Reibe. Was dahintersteckt, erklärt Rost am Besteck.

Typische Fehler beim Einräumen

  • Zu voll: Teller zu eng in den Stacheln, Schüsseln ineinander gestapelt. Das Wasser kommt nicht dazwischen.
  • Löffel ineinander: Zwei Löffel, die ineinanderliegen, bleiben innen schmutzig.
  • Große Teile vor dem Reinigerfach: Der Tab bleibt im Fach liegen oder löst sich nicht auf.
  • Tassen im Unterkorb neben dem Heizelement: Leichtes kann kippen und sich mit Spülwasser füllen.
  • Gläser dicht an dicht: Sie klirren gegeneinander und bekommen Kratzer.

Ausräumen: erst unten, dann oben

Nach dem Programm sammelt sich Wasser auf den umgedrehten Tassen und Schüsseln im Oberkorb. Räumen Sie deshalb zuerst den Unterkorb aus, dann tropft nichts auf das trockene Geschirr darunter. Wer die Tür nach dem Programmende einen Spalt öffnet, lässt Dampf abziehen, und Kunststoff trocknet besser.

Häufige Fragen

Kommen Töpfe in den Ober- oder Unterkorb?

In den Unterkorb, schräg oder umgedreht mit der Öffnung nach unten. Dort ist der Wasserdruck am höchsten. Kleine Stielkasserollen passen je nach Maschine auch oben, wenn der Stiel den Sprüharm nicht blockiert.

Muss man Geschirr vor der Spülmaschine abspülen?

Nein. Grobe Reste abkratzen reicht. Vorspülen kostet viel Wasser und Zeit, und der Reiniger braucht sogar etwas Schmutz, an dem seine Enzyme ansetzen können.

Warum wird Kunststoff in der Spülmaschine nicht trocken?

Kunststoff speichert kaum Wärme. Porzellan und Glas bleiben nach dem heißen Klarspülgang lange warm, und das Wasser verdunstet; auf Kunststoff bleiben die Tropfen stehen. Tür nach Programmende einen Spalt öffnen und das Kunststoffgeschirr zuletzt ausräumen hilft.

Dürfen Holzbretter wirklich nie in die Spülmaschine?

Besser nicht. Heißes Wasser, Reiniger und die lange Feuchtigkeit lassen Holz aufquellen und beim Trocknen reißen, Leimfugen lösen sich. Holz spülen Sie kurz von Hand und lassen es aufrecht trocknen.