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Rauchmelder entsorgen: Elektroschrott mit Batterie

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Weißer Rauchmelder an einer Zimmerdecke
Alte Rauchmelder sind Elektroschrott, auch wenn die Batterie fest verbaut ist
Inhalt8 Abschnitte
  1. Wohin gehört ein Rauchmelder?
  2. Warum ein Rauchmelder Elektroschrott ist
  3. Den Rauchmelder deaktivieren und vorbereiten
  4. Ionisationsrauchmelder: ein Sonderfall
  5. Kosten und Rückgabe im Handel
  6. Wann ein Rauchmelder ausgetauscht werden muss
  7. Typische Fehler
  8. Häufige Fragen

Einen alten Rauchmelder bringen Sie zum Wertstoffhof oder geben ihn im Handel als Elektrokleingerät zurück, beides ist für private Haushalte in der Regel kostenlos. In den Hausmüll gehört er nicht, denn er enthält Elektronik und eine Batterie. Deaktivieren Sie das Gerät vorher, damit es nicht im Sammelbehälter tagelang Alarm gibt, und kleben Sie die Pole einer herausnehmbaren Batterie ab.

Wohin gehört ein Rauchmelder?

GerätRichtiger Weg
Rauchmelder mit fest verbauter Batteriedeaktivieren, als ganzes Gerät zum Wertstoffhof oder in die Elektrorücknahme im Handel
Rauchmelder mit WechselbatterieBatterie herausnehmen und in die Batterie-Sammelbox, Gerät in den Elektroschrott
Funk- oder vernetzter Melder, Melder mit Netzanschlusswie Elektrokleingerät; fest angeschlossene Geräte baut die Elektrofachkraft aus
Ionisationsrauchmelder (Strahlenzeichen)nicht in den normalen Elektroschrott; Hersteller oder Abfallberatung fragen
Montagesockel aus KunststoffRestmüll, sofern ohne Elektronik

Wie überall bei Abfall gilt: Die örtliche Abfallsatzung entscheidet. Manche Wertstoffhöfe wollen Rauchmelder bei den Elektrokleingeräten, andere an der Schadstoffannahme. Die Abfall-App oder die Abfallberatung Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises weiß, wie es bei Ihnen läuft. Hier steht der Regelfall in Deutschland.

Warum ein Rauchmelder Elektroschrott ist

Rauchmelder tragen das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne. Das bedeutet: Das Gerät fällt unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz und darf nicht in die Restmülltonne. Im Inneren stecken eine Platine, ein Sensor, ein Piezo-Signalgeber und eine Batterie, meist eine Lithiumbatterie, die zehn Jahre halten soll. Diese Lithiumbatterien sind auch nach zehn Jahren oft nicht völlig leer. Im Müllwagen zerdrückt, können sie einen Brand auslösen.

Den Rauchmelder deaktivieren und vorbereiten

  1. Melder von der Decke nehmen. Die meisten Geräte sitzen in einem Sockel und lassen sich durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn abnehmen. Der Sockel bleibt an der Decke, wenn Sie denselben Hersteller wieder montieren, sonst schrauben Sie ihn ab.
  2. Bedienungsanleitung suchen. Rauchmelder mit fest eingebauter Zehn-Jahres-Batterie haben einen eigenen Weg zur Abschaltung, je nach Modell einen Schalter, eine Lasche oder eine Stellung beim Abnehmen. Die Anleitung steht in der Regel auch auf der Website des Herstellers, wenn das Papier verloren ist; die Modellnummer finden Sie auf der Rückseite.
  3. Wechselbatterie entnehmen. Bei Geräten mit 9-Volt- oder AA-Batterie nehmen Sie die Batterie heraus. Der Melder ist damit stumm.
  4. Pole abkleben. Kleben Sie die Kontakte einer entnommenen Lithiumbatterie mit Klebeband ab, bevor sie in die Sammelbox kommt. Wie Batterien sonst entsorgt werden, steht unter Batterien entsorgen.
  5. Nicht aufbrechen. Lässt sich ein Gerät mit fest verbauter Batterie nicht ausschalten, geben Sie es trotzdem als Ganzes ab. Hebeln Sie das Gehäuse nicht mit dem Schraubenzieher auf.

Ein Melder, der beim Abnehmen oder im Karton plötzlich Dauerton gibt, ist lästig, aber ungefährlich. Legen Sie ihn in eine Kiste mit ein paar Lagen Stoff, bis Sie zum Wertstoffhof fahren.

Ionisationsrauchmelder: ein Sonderfall

Die üblichen Rauchmelder in Wohnungen arbeiten optisch: Rauch streut Licht in einer kleinen Messkammer, das löst den Alarm aus. Daneben gab es Ionisationsrauchmelder, die eine geringe Menge eines radioaktiven Stoffs enthalten. Sie waren vor allem in Gewerbebauten verbreitet und in Privathaushalten in Deutschland die Ausnahme. Erkennbar sind sie am Strahlenwarnzeichen oder am Aufdruck eines radioaktiven Stoffs auf dem Gehäuse. Solche Geräte gehören nicht in den normalen Elektroschrott. Öffnen Sie sie nicht, lagern Sie sie verschlossen und fragen Sie beim Hersteller oder bei der Abfallberatung nach dem richtigen Rückgabeweg.

Kosten und Rückgabe im Handel

Private Haushalte geben Rauchmelder am Wertstoffhof in üblicher Menge kostenlos ab. Alternativ können Sie sie bei Händlern zurückgeben, die selbst Elektrogeräte verkaufen und eine ausreichend große Verkaufsfläche dafür haben: Kleine Geräte bis etwa 25 cm Kantenlänge nehmen diese Händler auch ohne Neukauf an. Das gilt für Elektromärkte, viele Baumärkte und größere Supermärkte mit Elektroabteilung. Online-Händler müssen ebenfalls eine Rückgabemöglichkeit anbieten. In Mietwohnungen, in denen der Vermieter oder ein Dienstleister die Melder stellt, tauscht in der Regel dieser die Geräte und nimmt die alten mit.

Wann ein Rauchmelder ausgetauscht werden muss

Rauchmelder haben ein Verfallsdatum. Die Anwendungsnorm DIN 14676 sieht vor, dass sie spätestens zehn Jahre nach dem Einbau ersetzt werden, weil die Messkammer mit der Zeit verstaubt und der Sensor altert. Das Herstell- oder Austauschdatum steht meist auf der Rückseite. Tauschen Sie außerdem Geräte, die trotz neuer Batterie Fehlalarme geben, beim Test nicht mehr zuverlässig piepen oder nach Renovierungsarbeiten voller Staub oder Farbe sind. Welche Melder für welche Räume taugen und worauf Sie beim Kauf achten, steht unter Rauchmelder.

Typische Fehler

  • Melder in den Restmüll oder Gelben Sack werfen. Beides ist falsch; das Gerät ist Elektroschrott.
  • Batterie vergessen. Eine noch geladene 9-Volt-Batterie mit freien Kontakten kann mit anderen Metallteilen Kurzschluss geben.
  • Alten Melder abnehmen, neuen „später“ anbringen. Die Lücke ist genau die Zeit, in der der Schutz fehlt. Kaufen Sie erst den Ersatz, dann tauschen Sie.
  • Melder aufbrechen, um die Batterie zu entnehmen. Das beschädigt die Batterie und bringt nichts.

Einen Überblick, welcher Abfall wohin gehört, bietet Müll trennen, die Wege für Elektrogeräte aller Größen stehen unter Elektroschrott entsorgen.

Häufige Fragen

Wie entsorge ich einen Ei-Rauchmelder?

Wie jeden anderen Rauchmelder: deaktivieren und als Elektrokleingerät zum Wertstoffhof oder in die Rücknahme im Handel. Viele Ei-Modelle haben eine fest eingebaute Batterie; wie sie abgeschaltet werden, steht in der Anleitung zum jeweiligen Modell, die der Hersteller auch online bereitstellt.

Darf ich einen Rauchmelder in den Hausmüll werfen?

Nein. Rauchmelder sind Elektrogeräte mit Batterie und tragen das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne. Sie gehören zum Wertstoffhof oder in die Elektrorücknahme.

Mein Rauchmelder ist vergilbt. Muss ich ihn austauschen?

Vergilbter Kunststoff allein ist kein Defekt, sondern eine Folge von Licht und Alter. Er ist aber ein Anlass, auf das Datum auf der Rückseite zu schauen. Ist der Melder älter als zehn Jahre, tauschen Sie ihn aus.

Wie reinigt man einen Rauchmelder?

Außen genügt ein trockenes oder leicht feuchtes Tuch, die Öffnungen können Sie vorsichtig mit dem Staubsauger bei niedriger Stufe absaugen. Sprühen Sie keine Reiniger oder Druckluft in das Gerät und streichen Sie es nie mit Farbe über. Danach den Testknopf drücken.

Kann ich den Rauchmelder beim Kauf eines neuen zurückgeben?

Ja, bei Händlern mit Elektrorücknahme ist das möglich, bei kleinen Geräten wie Rauchmeldern sogar ohne Kauf. Fragen Sie an der Kasse oder am Service nach der Sammelbox.