Batterien entsorgen: wohin mit leeren Batterien?

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Alte Batterien geben Sie kostenlos in eine Sammelbox im Supermarkt, in der Drogerie, im Baumarkt oder am Wertstoffhof. Jedes Geschäft, das Batterien verkauft, muss alte zurücknehmen, auch wenn Sie dort nichts kaufen. In den Hausmüll dürfen Batterien nicht, weil sie Schadstoffe enthalten und Lithiumzellen Brände auslösen können. Autobatterien gehen zurück zum Händler oder in die Werkstatt.
Warum Batterien nicht in den Hausmüll gehören
Batterien enthalten Metalle wie Zink, Mangan, Nickel, Lithium oder Kobalt, die sich zurückgewinnen lassen, und je nach Typ Stoffe, die in der Umwelt Schaden anrichten. Im Restmüll landen sie in der Verbrennung, und die Rohstoffe sind verloren. Dazu kommt das Brandrisiko: Lithiumzellen, die im Müllfahrzeug gepresst werden, können sich entzünden. Deshalb tragen Batterien und ihre Verpackungen das Zeichen der durchgestrichenen Mülltonne. Enthalten sie Quecksilber, Cadmium oder Blei über bestimmten Grenzwerten, steht zusätzlich das chemische Zeichen Hg, Cd oder Pb darunter.
Die Regeln gelten bundesweit, die Sammelstellen sind überall ähnlich. Was Ihr Wertstoffhof darüber hinaus annimmt, etwa große Mengen oder beschädigte Akkus, regelt Ihre Kommune; die Abfallberatung oder Abfall-App gibt Auskunft.
Wohin gehören welche Batterien?
| Batterieart | Richtiger Weg |
| Alkaline und Zink-Kohle (AA, AAA, C, D, 9-Volt-Block) | Sammelbox im Handel oder Wertstoffhof; 9-Volt-Blöcke abkleben |
| Lithiumbatterien (Knopfzellen CR2032, Fotobatterien, Lithium-AA) | Sammelbox; Pole vorher abkleben |
| Wiederaufladbare Akkus (NiMH, früher NiCd, Lithium-Ionen) | Sammelbox; siehe Akkus entsorgen |
| Beschädigte oder aufgeblähte Lithiumzellen | nicht in die Box, sondern gesondert zum Wertstoffhof |
| Fest verbaute Batterien (Grußkarte, Einweg-E-Zigarette) | komplett als Elektroschrott |
| Autobatterien (Blei-Starterbatterien) | Autohandel, Werkstatt, Wertstoffhof; Pfand beachten |
| Große Akkus (E-Bike, Werkzeugsystem, Heimspeicher) | Fachhandel oder Wertstoffhof |
Wo die Sammelboxen stehen
Alle Händler, die Batterien verkaufen, müssen Altbatterien derselben Art kostenlos zurücknehmen. Das gilt für Supermärkte, Discounter, Drogerien, Tankstellen, Baumärkte, Elektrogeschäfte und Kioske gleichermaßen, und auch Online-Händler müssen eine Rückgabemöglichkeit anbieten. Sie müssen dort nichts kaufen, und es spielt keine Rolle, welche Marke die Batterie hat oder wo Sie sie gekauft haben. Die Sammelboxen stehen meist an der Kasse oder im Eingangsbereich, in Drogerien oft beim Batterieregal.
Außerdem nehmen alle Wertstoffhöfe und das Schadstoffmobil Batterien an. Manche Schulen, Rathäuser und Büros sammeln ebenfalls. Sinnvoll ist eine kleine Sammelbox zu Hause, in der leere Batterien bis zum nächsten Einkauf liegen, etwa eine feste Batterie-Sammelbox oder ein Glas mit Deckel.
Lithium: Pole abkleben
Lithiumbatterien und Lithium-Akkus sind auch in leerem Zustand nicht ganz leer. Berühren sich in der Sammelbox zwei Pole oder ein Pol und ein Metallteil, kann ein Kurzschluss entstehen, die Zelle wird heiß und kann sich entzünden. Kleben Sie deshalb die Pole von Lithiumbatterien mit einem Streifen Klebeband ab, bei Knopfzellen beide Seiten. Dasselbe gilt für 9-Volt-Blöcke, deren beide Pole nebeneinander liegen und sich leicht über eine andere Batterie oder eine Büroklammer kurzschließen. Bei gewöhnlichen Alkaline-Batterien in AA- oder AAA-Größe ist das Risiko gering, das Abkleben schadet aber auch nicht.
Batterien, die ausgelaufen, verbeult oder aufgebläht sind, gehören nicht in die Sammelbox im Laden. Legen Sie sie einzeln in eine Tüte oder ein Glas mit Sand und bringen Sie sie zum Wertstoffhof. Die ausgelaufene Flüssigkeit aus Alkalibatterien ist ätzend, fassen Sie sie nur mit Handschuhen an. Wie man ein verkrustetes Batteriefach sauber bekommt, steht weiter unten.
Batterien bis zur Abgabe lagern
Leere Batterien lagern Sie trocken, kühl und außer Reichweite von Kindern. Knopfzellen sind besonders tückisch: Verschluckt ein Kind eine Lithium-Knopfzelle, kann sie in der Speiseröhre innerhalb kurzer Zeit schwere Verätzungen verursachen. Bei Verdacht sofort den Notruf 112 wählen und nicht abwarten.
Mischen Sie volle und leere Batterien nicht, und bewahren Sie Batterien nicht lose zusammen mit Schlüsseln, Münzen oder Werkzeug auf. Neue Batterien bleiben am besten in der Originalverpackung. Im Kühlschrank müssen sie nicht liegen; Zimmertemperatur und trockene Luft reichen.
Autobatterien und Pfand
Autobatterien sind Blei-Säure-Akkus und kein Fall für die Sammelbox. Sie gehen zurück an den Handel, in die Werkstatt oder an den Wertstoffhof. Kaufen Sie eine neue Starterbatterie, ohne die alte abzugeben, verlangt der Händler ein Pfand von 7,50 Euro, das Sie bei Rückgabe einer Altbatterie zurückbekommen. Transportieren Sie die alte Batterie aufrecht und nicht neben Lebensmitteln. Einzelheiten stehen unter Autobatterie entsorgen.
Gibt es Geld für alte Batterien?
Für Haushaltsbatterien nicht. Die Sammlung finanzieren die Hersteller über Rücknahmesysteme, und Sie geben Ihre Batterien kostenlos ab. Einzige Ausnahme ist das Pfand für Autobatterien. Wer im Internet von „Geld für alte AA-Batterien“ liest, stößt meist auf Angebote von Schrotthändlern für große Mengen Bleibatterien oder auf unseriöse Versprechen.
Belag und Rost im Batteriefach
Ausgelaufene Alkalibatterien hinterlassen einen weißen oder bläulichen Belag im Batteriefach, der die Kontakte angreift. Nehmen Sie die Batterien mit Handschuhen heraus. Den Belag lösen Sie mit einem Wattestäbchen und etwas Essig oder Zitronensaft, weil die Rückstände alkalisch sind. Danach mit einem leicht angefeuchteten Stäbchen nachwischen und gut trocknen lassen. Leichter Rost auf den Kontakten lässt sich mit einem Glasfaserradierer oder feinem Schleifpapier abschleifen. Sind die Kontakte weggefressen, lohnt sich oft eine Reparatur oder das Gerät geht zum Elektroschrott.
Weniger Batterien verbrauchen
Für Geräte mit hohem Verbrauch wie Spielzeug, Controller oder Taschenlampen lohnen sich wiederaufladbare NiMH-Akkus. Sie lassen sich hunderte Male laden und ersetzen viele Einwegbatterien. Für Fernbedienungen, Uhren und Rauchmelder sind Einwegbatterien dagegen sinnvoll, weil sie lange halten und sich kaum selbst entladen.
Häufige Fragen
Wo kann ich Batterien entsorgen?
In jedem Geschäft, das Batterien verkauft, in der Sammelbox, dazu am Wertstoffhof und beim Schadstoffmobil. Sie müssen nichts kaufen, und die Marke spielt keine Rolle.
Wie entsorge ich AA-Batterien?
In die Sammelbox im Handel oder am Wertstoffhof. Bei normalen Alkaline-Batterien ist Abkleben nicht zwingend nötig; Lithium-AA-Batterien sollten Sie an den Polen abkleben.
Wie entsorge ich Lithium-Ionen- oder NiMH-Akkus?
Ebenfalls über die Batteriesammlung, bei Lithium mit abgeklebten Polen. Beschädigte oder aufgeblähte Akkus bringen Sie gesondert zum Wertstoffhof. Mehr dazu unter Akkus entsorgen.
Was mache ich mit alten NiCd-Akkus?
Nickel-Cadmium-Akkus enthalten das giftige Schwermetall Cadmium und werden längst kaum noch verkauft. Sie gehören wie alle Akkus in die Batteriesammlung oder zum Wertstoffhof, keinesfalls in den Hausmüll.
Wo kann man Autobatterien abgeben?
Beim Autoteilehändler, in der Werkstatt, bei Händlern, die Starterbatterien verkaufen, und am Wertstoffhof. Wer beim Kauf einer neuen Batterie keine alte abgibt, zahlt Pfand und bekommt es bei späterer Rückgabe zurück.



