Rasierer reinigen: Scherkopf, Klingen und Trimmer

Inhalt11 Abschnitte
- Warum sich die Reinigung lohnt
- Was Sie brauchen
- Welcher Rasierer darf unter Wasser?
- Trockenrasierer reinigen: Schritt für Schritt
- Scherfolie und Scherköpfe schonen
- Reinigungsstationen: bequem, aber kein Muss
- Trimmer und Haarschneider
- Nassrasierer: Klingen trocken lagern
- Wann Klingen und Scherfolie getauscht werden
- Typische Fehler
- Häufige Fragen
Einen Rasierer reinigen Sie am besten nach jeder Rasur: Gerät aus, Scherkopf abnehmen, Haare ausklopfen und mit dem mitgelieferten Pinsel herausbürsten. Ist der Rasierer als abwaschbar gekennzeichnet, spülen Sie den Scherkopf zusätzlich unter warmem Wasser aus. Die Scherfolie fassen Sie dabei so wenig wie möglich an. Beim Nassrasierer genügt Abspülen und trockenes Lagern. Wie das im Einzelnen geht, zeigt diese Anleitung für Trockenrasierer, Trimmer und Nassrasierer.
Warum sich die Reinigung lohnt
Im Scherkopf sammeln sich abgeschnittene Haare, Hautschuppen und Talg. Mit der Zeit bildet sich daraus ein grauer Belag, der die Klingen bremst: Der Rasierer zieht, rasiert ungleichmäßig und läuft hörbar schwerer. Dazu kommt die Hygiene, denn der Belag bietet Bakterien Nahrung und kann auf gereizter Haut Pickel und Rötungen begünstigen. Ein sauberer Scherkopf schneidet gründlicher und hält länger.
Was Sie brauchen
- den mitgelieferten Reinigungspinsel oder einen kleinen, weichen Pinsel
- warmes Wasser, bei abwaschbaren Geräten etwas Flüssigseife
- weiches Tuch
- Öl für Scherköpfe oder feines Nähmaschinenöl, wenn die Anleitung es vorsieht
- bei Bedarf Reinigungsflüssigkeit für die Reinigungsstation
Welcher Rasierer darf unter Wasser?
Das entscheidet allein die Kennzeichnung. Viele moderne Trockenrasierer sind abwaschbar oder sogar für die Nassrasur mit Schaum gebaut; sie tragen dafür ein Symbol oder einen Hinweis auf Gehäuse und Verpackung. Ältere Geräte, viele Netzrasierer und manche Trimmer vertragen dagegen kein Wasser. Im Zweifel gilt: trocken reinigen. Ein Netzgerät oder Ladekabel kommt grundsätzlich nie ins Wasser, und der Rasierer wird nie abgespült, während er am Kabel hängt.
Trockenrasierer reinigen: Schritt für Schritt
- Ausschalten und abziehen. Rasierer ausschalten und vom Netz- oder Ladekabel trennen.
- Scherkopf abnehmen. Den Kopf oder die Scherkopfhalterung nach Anleitung öffnen oder abziehen. Bei Rotationsrasierern klappt der Kopf meist auf, bei Folienrasierern wird der Scherrahmen abgezogen.
- Ausklopfen. Den Scherkopf mit der offenen Seite nach unten leicht auf eine feste Unterlage oder ins Waschbecken klopfen. Nicht mit der Folie aufschlagen.
- Auspinseln. Mit dem Pinsel die Haare aus dem Gehäuse, dem Klingenblock und der Innenseite des Kopfes bürsten. Die Folie selbst bürsten Sie nicht, dazu gleich mehr.
- Ausspülen, falls erlaubt. Abwaschbare Geräte mit geschlossenem oder geöffnetem Kopf unter warmes Wasser halten und kurz laufen lassen. Etwas Flüssigseife löst Talg. Danach klar nachspülen.
- Trocknen. Überschüssiges Wasser abschütteln, den Kopf geöffnet an der Luft trocknen lassen. Nicht mit einem Tuch in die Folie drücken und nicht auf die Heizung legen.
- Ölen. Wenn die Anleitung es vorsieht, einen Tropfen Öl auf Folie oder Klingen geben und den Rasierer einige Sekunden laufen lassen. Überschuss abwischen.
Scherfolie und Scherköpfe schonen
Die Scherfolie ist oft nur Bruchteile eines Millimeters dünn. Schon ein Pinselstrich mit Druck oder ein Finger, der die Folie eindrückt, kann sie verbeulen oder reißen. Eine beschädigte Folie rasiert nicht nur schlecht, sondern kann die Haut verletzen. Reinigen Sie sie deshalb nur durch Ausspülen oder Ausklopfen, nie mit Bürste oder Tuch. Bei Rotationsrasierern gilt das Gleiche für die Scherkörbe: Klingen und Körbe sind aufeinander eingeschliffen und sollten nach dem Reinigen wieder in dieselbe Aufnahme kommen, wenn die Anleitung das so vorsieht.
Reinigungsstationen: bequem, aber kein Muss
Manche Rasierer werden mit einer Station geliefert, in der der Scherkopf nach der Rasur mit einer Reinigungsflüssigkeit gespült, getrocknet und oft auch geschmiert wird. Das ist bequem und gründlich, verursacht aber laufende Kosten für die Kartuschen, und die Flüssigkeit muss regelmäßig gewechselt werden. Wer lieber von Hand reinigt, erreicht mit Pinsel, Wasser und Öl ein vergleichbares Ergebnis. Verwenden Sie in einer Station nur die dafür vorgesehene Flüssigkeit; Alkohol oder andere Reiniger können Dichtungen und Kunststoff angreifen.
Trimmer und Haarschneider
Bartschneider und Haarschneidemaschinen haben einen Scherkamm mit zwei Klingen, die aufeinander gleiten. Nehmen Sie Aufsteckkämme ab, pusten oder pinseln Sie die Haare aus dem Klingenbereich und lassen Sie das Gerät dabei kurz laufen, damit Haare aus dem Spalt fallen. Viele Scherköpfe lassen sich abnehmen oder aufklappen. Danach einen Tropfen Öl auf die Klingen, laufen lassen, abwischen. Aufsteckkämme vertragen in der Regel warmes Wasser mit etwas Spülmittel.
Nassrasierer: Klingen trocken lagern
Beim Nassrasierer ist weniger mehr. Spülen Sie die Klinge nach jedem Zug unter warmem Wasser aus, damit sich keine Haare und kein Schaum zwischen den Klingen festsetzen. Nach der Rasur gründlich abspülen, ausschütteln und aufrecht oder in einem Halter trocknen lassen, am besten außerhalb der Dusche.
Die Klinge nicht mit einem Handtuch abreiben oder mit dem Finger abwischen. Die Schneiden sind sehr fein; das Abreiben stumpft sie ab und verletzt schnell die Finger. Auch in der feuchten Dusche liegen gelassen, setzen Kalk und Rost den Klingen früher zu.
Wann Klingen und Scherfolie getauscht werden
Scherfolie und Klingenblock nutzen sich ab. Die Hersteller nennen je nach Bauart Tauschintervalle von etwa ein bis zwei Jahren; die genaue Angabe steht in der Anleitung. Spätestens, wenn der Rasierer trotz Reinigung zieht, rupft oder Hautreizungen auslöst, ist es Zeit. Ersatzteile gibt es passend zur Modellnummer beim Hersteller und im Handel:
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Bei Nassrasierern ist eine Klinge meist nach einigen Rasuren stumpf; wie viele es sind, hängt von Bartstärke und Pflege ab.
Typische Fehler
- Nicht abwaschbare Geräte ausspülen: Wasser im Motor oder Akku zerstört das Gerät.
- Mit dem Pinsel über die Folie reiben: verbeult die Folie und macht sie scharfkantig.
- Ölen vergessen: Die Klingen laufen schwerer, der Akku leert sich schneller.
- Nass zusammenstecken und in die Tasche: Feuchtigkeit bleibt im Kopf, es riecht muffig.
- Rasiererteile vertauschen: Bei Rotationsrasierern Klinge und Korb als Paar behandeln.
Weitere Pflegeanleitungen für Geräte im Bad finden Sie unter Haarbürste reinigen, Elektrische Zahnbürste reinigen und in der Rubrik Pflege.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich meinen Rasierer reinigen?
Kurz ausklopfen oder ausspülen nach jeder Rasur, gründlich mit abgenommenem Scherkopf und Ölen etwa einmal pro Woche. Wer sich täglich rasiert, merkt den Unterschied schnell.
Kann ich den Rasierer mit Alkohol desinfizieren?
Nur, wenn der Hersteller das erlaubt. Alkohol entfettet die Klingen, trocknet Dichtungen aus und kann Kunststoff angreifen. Für die Hygiene genügen im Haushalt gründliches Ausspülen mit Seife, Trocknen und Ölen.
Warum riecht mein Rasierer unangenehm?
Meist sitzen Talg, Hautschuppen und Feuchtigkeit im Scherkopf, weil er nass zusammengesteckt wurde. Kopf abnehmen, gründlich auswaschen (bei abwaschbaren Geräten) oder auspinseln, offen trocknen lassen und ölen. Bei Reinigungsstationen die Flüssigkeit wechseln.
Warum zieht mein Rasierer an den Haaren?
Häufig ist der Scherkopf verschmutzt, trocken oder abgenutzt. Reinigen und ölen Sie ihn zuerst. Hilft das nicht, sind Folie oder Klingen stumpf und sollten ersetzt werden. Auch ein schwacher Akku kann der Grund sein.
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