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Geschirrspüler

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Geschirrspüler
Handlicher Geschirrspüler
Inhalt9 Abschnitte
  1. Eine kurze Geschichte der Spülmaschine
  2. Maschine oder Handspülen: was sparsamer ist
  3. Bauformen und Größen
  4. Das Energielabel richtig lesen
  5. Was nicht in den Geschirrspüler gehört
  6. Reiniger, Salz und Klarspüler
  7. Pflege: Sieb, Sprüharme, Dichtungen
  8. Tischgeräte und Mini-Geschirrspüler ohne Wasseranschluss
  9. Häufige Fragen

Ein Geschirrspüler spart Zeit und – richtig benutzt – auch Wasser und Energie. Wer ihn voll belädt, das Eco-Programm wählt und das Geschirr nicht vorspült, wäscht in der Regel sparsamer als von Hand. Welches Gerät passt, hängt vor allem von der Haushaltsgröße und dem Platz in der Küche ab. Für Singles, Ferienwohnungen und Camper gibt es kleine Tischgeräte, die sogar ohne festen Wasseranschluss auskommen.

Eine kurze Geschichte der Spülmaschine

Die erste brauchbare Geschirrspülmaschine ließ sich die Amerikanerin Josephine Cochrane 1886 patentieren. Sie war es leid, dass ihr Personal beim Abwasch das gute Porzellan zerschlug. Ihre Maschine setzte sich zunächst in Hotels und Restaurants durch, in Privathaushalten dauerte es Jahrzehnte. In Deutschland stellte Miele 1929 einen der ersten Geschirrspüler Europas vor; zur Selbstverständlichkeit in deutschen Küchen wurde das Gerät aber erst viel später.

Maschine oder Handspülen: was sparsamer ist

Die Frage stellen sich vor allem kleine Haushalte. Untersuchungen, unter anderem der Universität Bonn, kommen zu dem Ergebnis, dass ein moderner Geschirrspüler im Eco-Programm für dieselbe Menge Geschirr meist deutlich weniger Wasser braucht als das Spülen von Hand und auch beim Energieverbrauch in der Regel günstiger abschneidet. Entscheidend ist die Bedienung: Wer von Hand unter laufendem Warmwasser spült, verbraucht besonders viel. Übersichten wie bei haushaltsgeraetetest.de zeigen, wie unterschiedlich die Verbrauchswerte einzelner Geräte ausfallen.

So spülen Sie sparsam:

  1. Eco-Programm nutzen. Es dauert lange, oft drei Stunden und mehr, arbeitet aber mit niedrigerer Temperatur und längerer Einweichzeit. Das spart Energie.
  2. Voll beladen. Eine halbvolle Maschine verbraucht fast genauso viel wie eine volle.
  3. Nicht vorspülen. Speisereste in den Müll kratzen reicht. Vorspülen unter dem Wasserhahn verschwendet genau das, was die Maschine einspart.
  4. Nicht zu lange warten. Stark angetrocknete Reste erfordern ein intensiveres Programm. Viele Geräte haben ein kurzes Vorspülprogramm ohne Reiniger, wenn die Maschine erst in einigen Tagen voll wird.
  5. Filter sauber halten. Ein verstopftes Sieb verschlechtert das Ergebnis.

Bauformen und Größen

BauformBeschreibungGeeignet für
Vollintegriertverschwindet komplett hinter einer Möbelfront, Bedienung an der Oberkante der TürEinbauküchen mit durchgehender Front
TeilintegriertMöbelfront, aber sichtbare Bedienblende obenEinbauküchen, Bedienung von vorn
Unterbaueigene Gerätefront, unter die Arbeitsplatte geschobenKüchen ohne Möbelfront am Gerät
Standgerätmit eigener Arbeitsplatte, frei aufstellbarMietwohnungen, flexible Aufstellung
Tischgerätkompakt, steht auf der ArbeitsplatteSingles, kleine Küchen, Ferienwohnungen

Die Standardbreite ist 60 cm; solche Geräte fassen meist 12 bis 15 Maßgedecke und passen für Haushalte ab etwa drei Personen. Schmale 45-cm-Geräte fassen 9 bis 10 Maßgedecke und eignen sich für ein bis zwei Personen oder kleine Küchen. Tischgeräte schaffen rund 6 Maßgedecke, große Teller und Töpfe passen oft nicht hinein.

Wichtig bei der Planung: Ein Einbaugerät lässt sich später nicht einfach gegen ein breiteres tauschen, weil die Küchenzeile dafür umgebaut werden müsste. Planen Sie lieber eine Nummer größer.

Das Energielabel richtig lesen

Seit dem 1. März 2021 tragen Geschirrspüler ein neues EU-Energielabel mit den Klassen A bis G. Die früheren Klassen A+++ bis A sind damit abgeschafft; ein ehemaliges A+++-Gerät findet sich heute meist in Klasse C bis E wieder. Das Label nennt:

  • den Energieverbrauch pro 100 Spülgänge im Eco-Programm,
  • den Wasserverbrauch pro Spülgang,
  • die Anzahl der Maßgedecke,
  • die Programmdauer des Eco-Programms,
  • die Geräuschemission in Dezibel samt Geräuschklasse.

Alle Werte gelten für das Eco-Programm. Intensiv- und Schnellprogramme verbrauchen deutlich mehr. Für offene Wohnküchen lohnt ein Blick auf die Lautstärke: Werte um 40 bis 44 dB gelten als leise. Weitere Spartipps für den Haushalt finden Sie im Beitrag Energiesparen im Haushalt.

Was nicht in den Geschirrspüler gehört

  • Holz: Brettchen, Kochlöffel und Messer mit Holzgriff quellen auf und reißen.
  • Gusseisen und Eisenpfannen: Sie rosten, und die Patina geht verloren.
  • Aluminium: läuft durch den alkalischen Reiniger dunkel an. Das gilt auch für manche Espressokocher und Knoblauchpressen.
  • Kupfer und Messing: verfärben sich.
  • Hochwertige Küchenmesser: werden stumpf und können rosten, wenn sie gegen anderes Geschirr schlagen.
  • Handbemaltes Porzellan und Goldrand: Dekore können verblassen, außer der Hersteller weist sie als spülmaschinenfest aus.
  • Kristallglas und feine Gläser: können trüb werden.
  • Thermobecher, beschichtete Pfannen und Kunststoff: nur, wenn sie als spülmaschinengeeignet gekennzeichnet sind.
  • Silberbesteck: nur, wenn der Hersteller es erlaubt, und nie zusammen mit Edelstahlbesteck im selben Korb, sonst verfärbt es sich.

Reiniger, Salz und Klarspüler

Der Geschirrspüler braucht drei Mittel: Reiniger, Regeneriersalz für die Wasserenthärtung und Klarspüler für streifenfreies Trocknen. Multitabs enthalten Salz- und Klarspülerersatz, reichen bei hartem Wasser aber oft nicht aus. Stellen Sie die Enthärtungsanlage auf Ihre Wasserhärte ein; die erfahren Sie beim örtlichen Wasserversorger.

Selbstgemischte Reiniger, etwa auf Basis von Waschsoda, finden sich viele im Internet. Für die Maschine sind sie nicht zu empfehlen: Sie reinigen oft schlechter, hinterlassen Beläge, und Gerätehersteller schließen solche Mittel meist aus. Für das Spülen von Hand dagegen lässt sich Handspülmittel selbst machen, wenn Sie Wert darauf legen.

Pflege: Sieb, Sprüharme, Dichtungen

Einmal im Monat sollten Sie das Sieb am Boden herausnehmen und unter fließendem Wasser ausbürsten. Die Sprüharme lassen sich bei vielen Geräten abnehmen; verstopfte Düsen mit einem Zahnstocher freimachen. Die Türdichtung mit einem feuchten Tuch abwischen, dort sammeln sich Reste. Riecht die Maschine muffig, hilft ein leerer Durchgang mit einem Maschinenpfleger oder einem heißen Programm. Offene Tür nach dem Spülen beschleunigt das Trocknen und beugt Gerüchen vor.

Tischgeräte und Mini-Geschirrspüler ohne Wasseranschluss

Wer keinen Platz für ein Einbaugerät hat oder in der Mietwohnung keinen Anschluss, kann ein Tischgerät aufstellen. Es gibt zwei Varianten: Geräte, die über einen Adapter am Wasserhahn angeschlossen werden und das Abwasser über einen Schlauch ins Spülbecken leiten, und Geräte mit eingebautem Wassertank, den Sie vor jedem Spülgang von Hand befüllen. Letztere eignen sich auch für Wohnmobil, Gartenhaus oder Büro, sofern ein Stromanschluss vorhanden ist. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Mini-Geschirrspüler ohne Wasseranschluss.

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Den Anschluss eines normalen Geschirrspülers an ein vorhandenes Eckventil, einen Siphon mit Anschlussstutzen und eine Schuko-Steckdose schaffen geübte Heimwerker selbst. Neue Wasserleitungen oder eine neue Steckdose gehören dagegen in die Hand eines Installateurs bzw. einer Elektrofachkraft. Ein Aquastop am Zulaufschlauch schützt vor Wasserschäden.

Häufige Fragen

Muss man das Geschirr vor dem Einräumen abspülen?

Nein. Grobe Reste in den Müll kratzen reicht. Moderne Reiniger brauchen sogar etwas Schmutz, um richtig zu arbeiten. Vorspülen kostet nur Wasser und Energie.

Warum dauert das Eco-Programm so lange?

Es spart Energie, indem es mit niedrigerer Temperatur arbeitet und das Geschirr dafür länger einweicht. Das Wasser muss weniger aufgeheizt werden, und genau das Aufheizen kostet den meisten Strom.

Wie viele Maßgedecke brauche ich?

Als Faustregel: Ein bis zwei Personen kommen mit 9 bis 10 Maßgedecken aus, ab drei Personen ist ein 60-cm-Gerät mit 12 bis 15 Maßgedecken sinnvoll. Wer viel kocht und Töpfe mitspülen will, rechnet großzügiger.

Kann man einen Tischgeschirrspüler ohne Wasseranschluss betreiben?

Ja, wenn das Gerät einen eingebauten Wassertank hat. Den füllen Sie vor jedem Spülgang mit einigen Litern Wasser. Das Abwasser läuft über einen Schlauch ins Spülbecken oder in einen Eimer.