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Gästehandtuchhalter

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Gästehandtuchhalter
Die Auswahl an Gästehandtuchhaltern ist groß
Inhalt8 Abschnitte
  1. Wozu ein eigener Halter für Gästetücher?
  2. Die Bauarten im Überblick
  3. Kleben oder bohren?
  4. Maße und Fassungsvermögen
  5. Material: was im Bad lange schön bleibt
  6. Pflege und Hygiene
  7. Alternativen ohne Halter
  8. Häufige Fragen

Ein Gästehandtuchhalter ist ein kleiner Halter für Gästehandtücher im Gäste-WC oder Bad. Die beliebteste Form ist ein Bügel aus Edelstahl, in den man gerollte Tücher steckt, oft mit einem Haken daneben für das benutzte Tuch. Ob Sie ihn kleben oder schrauben, hängt von Wand und Mietvertrag ab. Wichtiger als die Optik ist, dass er zum Platz neben dem Waschbecken passt und die Tücher Luft zum Trocknen bekommen.

Wozu ein eigener Halter für Gästetücher?

Gäste trocknen sich ungern am Handtuch der Familie ab. Ein kleiner Vorrat an frischen Gästehandtüchern, meist etwa 30 × 50 cm groß, löst das Problem. Jeder Gast nimmt sich ein frisches Tuch und hängt es danach an den Haken oder legt es in einen Korb. So ist sofort klar, was benutzt ist.

Ein Gästehandtuchhalter macht das sichtbar und ordentlich. Im Gäste-WC ist meist wenig Platz: Ein Halter an der Wand neben dem Waschbecken braucht keine Stellfläche und ist in Griffweite. Das gleiche Prinzip funktioniert in der Küche für Geschirrtücher, im Gästezimmer oder in der Ferienwohnung.

Gästehandtuchhalter
Gästehandtuchhalter mit Haken

Die Bauarten im Überblick

BauartSo funktioniert esGut für
Rollhalter (Bügel)gerollte Tücher werden zwischen zwei Stäbe oder in einen Rahmen gestecktVorrat an frischen Tüchern, wenig Platz
Stange oder Ringein Tuch hängt über der Stange oder im Ringein Tuch, das gerade in Benutzung ist
Hakenbenutzte Tücher hängen einzelnTrocknen nach Gebrauch, Ergänzung zum Rollhalter
Korb oder Ablagegefaltete Tücher liegen offenWaschtisch oder Regal mit Platz
Standhaltersteht auf dem Boden oder dem Waschtischkeine Wandmontage möglich, genug Stellfläche

Bewährt hat sich die Kombination aus Rollhalter und Haken: oben der Vorrat, daneben der Platz für das benutzte Tuch. Viele Halter bringen diesen Haken gleich mit. Ein freistehender Halter braucht dagegen Platz, den ein kleines WC oft nicht hat.

Kleben oder bohren?

Das ist die wichtigste Entscheidung, gerade in einer Mietwohnung.

Kleben geht ohne Werkzeug und ohne Löcher in den Fliesen. Die Klebepads halten auf glatten, festen Untergründen wie Fliesen, Glas oder Metall. Auf Tapete, Putz, Rauputz oder gestrichenen Wänden reißt der Kleber mit der Farbe ab. Damit er hält:

  1. Untergrund reinigen. Die Fliese mit Spülmittelwasser säubern und danach mit Spiritus oder Isopropanol entfetten.
  2. Nicht auf die Fuge. Der Klebepunkt muss vollflächig auf der Fliese sitzen, nicht auf einer Fuge oder Fliesenkante.
  3. Fest andrücken. Den Halter eine halbe Minute kräftig andrücken.
  4. Warten. Die meisten Hersteller empfehlen, den Halter erst nach etwa 24 Stunden zu belasten. Genau dann entscheidet sich, ob er hält.

Bohren ist belastbarer. Mit Dübel und Schraube hält der Halter auch voll bestückt dauerhaft, egal wie feucht es wird. Wer in Fliesen bohrt, nimmt einen Fliesenbohrer ohne Schlag. Mieter bohren im Zweifel lieber in die Fuge, das lässt sich beim Auszug leichter ausbessern; ob Löcher in Fliesen erlaubt sind, klärt der Mietvertrag oder eine Nachfrage beim Vermieter. Viele Halter liefern Klebepads und Schrauben gleich mit, sodass Sie die Wahl später noch ändern können. Mehr dazu im Beitrag Handtuchhalter ohne Bohren; eine Alternative für Wände, an denen normale Klebepads versagen, beschreibt unser Beitrag zum Tesa Klebenagel.

Maße und Fassungsvermögen

Ein typischer Rollhalter ist 30 bis 45 cm lang und nimmt je nach Größe und Dicke der Tücher vier bis sieben gerollte Gästehandtücher auf. Planen Sie realistisch: Für einen normalen Abend mit Gästen reichen drei bis vier Tücher. Ein voll bestückter Halter wiegt samt Tüchern schnell ein Kilogramm und mehr – bei geklebten Haltern ist das die Obergrenze, die die Pads auf Dauer tragen müssen.

Hängen Sie den Halter so, dass er vom Waschbecken aus mit einer Hand erreichbar ist, ohne dass Wasser von den Händen auf den Boden tropft. Eine Höhe von etwa 1 bis 1,3 m über dem Boden ist für Erwachsene bequem. Wenn Kinder zu Besuch kommen, darf der Haken für das benutzte Tuch tiefer sitzen.

Material: was im Bad lange schön bleibt

  • Edelstahl, gebürstet: robust, rostet nicht, und Fingerabdrücke und Kalkflecken fallen auf der matten Oberfläche kaum auf. Die sicherste Wahl für feuchte Räume.
  • Edelstahl, poliert, oder verchromt: glänzend und elegant, zeigt aber jeden Wasserfleck. Billiges Chrom über minderwertigem Metall kann bei Beschädigung anfangen zu rosten.
  • Schwarz matt, pulverbeschichtet: modern, verzeiht Kalk kaum, weil helle Flecken auf dunklem Grund sichtbar sind.
  • Holz und Bambus: warm und wohnlich, braucht aber eine geölte oder lackierte Oberfläche und etwas Abstand zu Dusche und Waschbecken.
  • Kunststoff: günstig und leicht, wirkt selten hochwertig.
Gästehandtuchhalter
Gästehandtuchhalter aus Edelstahl

Einfache Halter aus Edelstahl kosten meist zwischen 15 und 40 Euro, Designermodelle mehr. Ein höherer Preis kauft vor allem Optik; für die Funktion reicht ein solider Halter aus rostfreiem Edelstahl.

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Wer lieber nicht bohren möchte, findet Modelle unter dem Stichwort Gästehandtuchhalter ohne Bohren. Für sehr kleine Räume gibt es Handtuchhaken für die Tür, die einfach über das Türblatt gehängt werden.

Pflege und Hygiene

Edelstahl und Chrom reicht ein feuchtes Mikrofasertuch, bei Kalkflecken etwas Spülmittel. Scheuermilch und Stahlwolle zerkratzen die Oberfläche. Gegen hartnäckigen Kalk hilft verdünnter Essig oder Zitronensäure auf dem Tuch – danach mit klarem Wasser nachwischen und trocken reiben. Achtung: Säure nicht auf Naturstein, und einen chlorhaltigen Reiniger nie mit Essig oder Kalklöser zusammen verwenden.

Holz wird nur feucht abgewischt und bei Bedarf mit einem Pflegeöl für Holz nachbehandelt. Das hält Feuchtigkeit ab und verhindert graue Wasserflecken.

Die Tücher selbst sind der wichtigere Teil der Hygiene. Gästehandtücher werden nach jedem Besuch gewaschen, bei vielen Gästen auch zwischendurch. Nasse Tücher nicht wieder zurück in den Rollhalter stecken, sondern am Haken trocknen lassen. Aufgerollt bleiben sie feucht und fangen an zu riechen.

Alternativen ohne Halter

Nicht jedes Gäste-WC braucht einen eigenen Halter. Diese Lösungen tun es auch:

  • Handtuchring neben dem Waschbecken mit einem einzigen Tuch, das nach jedem Besuch getauscht wird.
  • Kleiner Korb auf dem Waschtisch mit gefalteten Tüchern und daneben ein Wäschekorb für benutzte.
  • Türhaken, die über die Türoberkante gehängt werden. Sie brauchen weder Kleben noch Bohren, funktionieren aber nur, wenn die Tür dick genug für den Bügel ist und noch schließt.

Passend dazu: Ein stehender Klorollenhalter und eine Duschablage ohne Bohren sind weitere Helfer für kleine Bäder. Mehr Ideen finden Sie in der Rubrik Badezimmer.

Häufige Fragen

Wie viele Gästehandtücher sollte ich bereithalten?

Für einen normalen Besuch reichen drei bis vier Tücher im Halter, bei größeren Feiern mehr im Schrank. Wichtig ist, dass jeder Gast ein frisches Tuch nehmen kann und benutzte Tücher getrennt hängen.

Hält ein geklebter Gästehandtuchhalter wirklich?

Auf glatten, sauberen Fliesen, vollflächig verklebt und nach 24 Stunden Wartezeit meist ja. Auf Fugen, strukturierten Fliesen, Tapete oder Putz nicht dauerhaft. Überladen Sie einen geklebten Halter nicht und hängen Sie keine großen Badetücher hinein.

Wie rolle ich Gästehandtücher richtig?

Das Tuch längs einmal oder zweimal falten, sodass es etwas schmaler ist als der Halter tief, und dann von der kurzen Seite her fest aufrollen. Die Rollen mit der offenen Kante nach unten in den Halter stecken, dann rollen sie sich nicht auf.

Darf ich als Mieter einen Gästehandtuchhalter anschrauben?

Kleine Dübellöcher gelten meist als übliche Nutzung, Löcher in Fliesen sieht nicht jeder Vermieter gern. Wer sichergehen will, fragt vorher nach, bohrt in die Fuge oder wählt einen Halter zum Kleben.