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Wie lange sind Eier haltbar? Roh, gekocht und nach dem Datum

Christoph · 6 Min. Lesezeit

Sechs braune Eier in einem Eierkarton auf weißem Holz
Das Mindesthaltbarkeitsdatum liegt 28 Tage nach dem Legen
Inhalt8 Abschnitte
  1. Was das Datum auf der Packung bedeutet
  2. Wie lange Eier halten – die Übersicht
  3. Eier richtig lagern
  4. Eier nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums
  5. Der Schwimmtest – was er zeigt und was nicht
  6. Wie lange gekochte Eier haltbar sind
  7. Rohe Eier in Tiramisu, Mayonnaise und Co.
  8. Häufige Fragen

Rohe Eier sind mindestens 28 Tage nach dem Legen haltbar; so ist das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung festgelegt. Im Kühlschrank bleiben sie meist noch einige Zeit länger brauchbar, sollten dann aber nur noch durcherhitzt gegessen werden. Hart gekochte Eier halten je nach Behandlung zwei bis vier Wochen.

Was das Datum auf der Packung bedeutet

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) von Eiern liegt immer 28 Tage nach dem Legetag. Das Legedatum selbst muss nicht aufgedruckt sein, lässt sich aber leicht zurückrechnen: MHD minus 28 Tage. Der Stempel auf dem Ei verrät dagegen Haltungsform, Herkunftsland und Betrieb, nicht das Alter.

Für den Handel gelten zwei weitere Fristen. Eier dürfen nur bis zum 21. Tag nach dem Legen an Verbraucher verkauft werden, und ab dem 18. Tag müssen sie gekühlt werden. Deshalb steht auf den Packungen der Hinweis, die Eier nach dem Kauf im Kühlschrank aufzubewahren. Dass Eier im Laden oft ungekühlt im Regal stehen, ist also kein Versehen: In den ersten Tagen schützt sich das Ei durch eigene Abwehrstoffe im Eiklar weitgehend selbst. Dieser Schutz lässt mit der Zeit nach.

Wie lange Eier halten – die Übersicht

ZustandLagerungHaltbarkeit
Rohe Eier, Schale heilKühlschrankbis zum MHD (28 Tage ab Legen), gekühlt meist noch einige Zeit länger – dann nur durcherhitzt
Rohe Eier mit RissKühlschranksofort verbrauchen, nur durcherhitzt
Hart gekocht, nicht abgeschreckt, Schale heilKühlschrankbis zu etwa 4 Wochen
Hart gekocht und abgeschrecktKühlschranketwa 2 Wochen
Hart gekocht, Schale angeschlagen oder gepelltKühlschrankbald essen, innerhalb weniger Tage
Aufgeschlagenes Ei, Eigelb oder Eiweißabgedeckt im Kühlschrankein bis zwei Tage

Die Zeiten sind Richtwerte, die sich an den Angaben der Verbraucherzentralen orientieren. Sie gelten für durchgehende Kühlung und heile Schalen.

Eier richtig lagern

  • Im Kühlschrank bei höchstens etwa 7 °C. Einmal gekühlte Eier bleiben gekühlt. Wechsel zwischen warm und kalt lässt Kondenswasser auf der Schale entstehen, und das erleichtert Keimen den Weg ins Innere.
  • Im Karton lassen. Er schützt vor Stößen und vor fremden Gerüchen, die durch die poröse Schale ins Ei ziehen. Außerdem steht das Datum darauf.
  • Eher im Innenraum als in der Tür. Im Türfach schwankt die Temperatur bei jedem Öffnen. Wo es im Kühlschrank wie kalt ist, steht unter Kühlschrank richtig einräumen.
  • Nicht waschen. Die Schale trägt ein natürliches Schutzhäutchen. Abwaschen beschädigt es. Verschmutzte Eier wischen Sie erst kurz vor dem Aufschlagen ab.
  • Getrennt von fertigen Speisen. Auf der Schale können Keime sitzen. Nach dem Umgang mit rohen Eiern Hände, Arbeitsfläche und Geräte gründlich reinigen.

Eier nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums

Das MHD ist kein Verfallsdatum; was es allgemein bedeutet, erklärt der Artikel zum Mindesthaltbarkeitsdatum. Bei Eiern kommt allerdings eine Besonderheit hinzu: Mit dem Alter steigt das Risiko, dass sich vorhandene Salmonellen im Ei vermehrt haben. Nach Ablauf des Datums essen Sie Eier deshalb nur noch vollständig durcherhitzt. Das heißt: Eigelb und Eiweiß sind fest, das Ei ist hart gekocht, das Spiegelei beidseitig gebraten, der Kuchen durchgebacken. Weiche Frühstückseier, Rührei mit flüssigen Stellen und alle Speisen mit rohem Ei scheiden aus.

Vor der Verwendung schlagen Sie ältere Eier einzeln in eine Tasse auf. Ein verdorbenes Ei riecht deutlich faulig nach Schwefel; es wird entsorgt. Ein älteres, aber einwandfreies Ei erkennen Sie am flachen Dotter und am dünnflüssigen, breit auslaufenden Eiklar. Bei einem frischen Ei steht der Dotter hoch gewölbt in einem festen Eiklarring.

Der Schwimmtest – was er zeigt und was nicht

Ein Ei verliert durch die Schale laufend etwas Wasser, und die Luftkammer am stumpfen Ende wird größer. Das nutzt der Schwimmtest: Legen Sie das rohe Ei in ein Glas mit kaltem Wasser.

  • Es bleibt flach am Boden liegen: Das Ei ist frisch.
  • Es stellt sich mit dem stumpfen Ende nach oben auf: Das Ei ist schon älter, etwa zwei bis drei Wochen. Jetzt besser durcherhitzen.
  • Es schwimmt an der Oberfläche: Das Ei ist mehrere Wochen alt. Die Verbraucherzentrale rät, solche Eier allenfalls noch durcherhitzt zu essen; riecht es beim Aufschlagen auffällig, kommt es weg.

Der Test sagt etwas über das Alter, nicht über Keime. Auch ein frisches Ei, das brav am Boden liegt, kann Salmonellen tragen, und ein schwimmendes Ei ist nicht automatisch verdorben. Der Schwimmtest ersetzt deshalb weder das Datum noch die Riech- und Sichtprobe beim Aufschlagen.

Wie lange gekochte Eier haltbar sind

Bei selbst gekochten Eiern kommt es auf zwei Dinge an: ob die Schale heil geblieben ist und ob Sie die Eier abgeschreckt haben. Hart gekochte Eier mit unverletzter Schale, die nicht abgeschreckt wurden, halten im Kühlschrank bis zu etwa vier Wochen. Durch das Abschrecken mit kaltem Wasser verkürzt sich die Haltbarkeit auf etwa zwei Wochen, weil mit dem Temperaturschock Wasser und Keime durch die Schale eindringen können. Für Eier auf Vorrat – Ostereier, Eier fürs Picknick – lassen Sie das Abschrecken also weg. Leichter schälen lassen sich abgeschreckte Eier ohnehin nicht; das hängt vom Alter des Eis ab. Zeiten und Garstufen finden Sie unter Eier kochen.

Eier mit Riss in der Schale, gepellte Eier und weich gekochte Eier essen Sie innerhalb weniger Tage, weich gekochte am besten sofort. Bei Zimmertemperatur – im Osternest oder auf dem Frühstückstisch – sollten gekochte Eier nicht länger als nötig liegen.

Gekochte, gefärbte Eier aus dem Supermarkt werden industriell gegart und anschließend mit einem Schutzlack überzogen, der die Poren der Schale verschließt. Sie halten dadurch auch ungekühlt deutlich länger als selbst gekochte. Verpackte Ware trägt ein Mindesthaltbarkeitsdatum, an das Sie sich halten können. Bei lose verkauften bunten Eiern fehlt es oft; diese lagern Sie im Kühlschrank und verbrauchen sie zügig. Hat die Schale einen Riss, gilt das wie bei selbst gekochten Eiern.

Rohe Eier in Tiramisu, Mayonnaise und Co.

Für alles, was nicht erhitzt wird, nehmen Sie nur ganz frische Eier, deren Schale sauber und unbeschädigt ist. Stellen Sie die fertige Speise sofort kalt und essen Sie sie nach Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung innerhalb von 24 Stunden. Kleinkinder, Schwangere, ältere und immungeschwächte Menschen sollten auf Speisen mit rohem Ei ganz verzichten.

Übrige Eier, die Sie bis zum Datum nicht verbrauchen, lassen sich aufgeschlagen einfrieren – nie in der Schale. Wie das geht, steht unter Eier einfrieren.

Häufige Fragen

Kann man Eier nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch essen?

Meist ja, wenn sie gekühlt gelagert wurden, beim Aufschlagen normal riechen und aussehen und vollständig durcherhitzt werden. Für weiche Eier, Rührei mit flüssigen Stellen oder Desserts mit rohem Ei sind sie nicht mehr geeignet.

Müssen Eier in den Kühlschrank?

Zu Hause ja. Ab dem 18. Tag nach dem Legen ist Kühlung auch im Handel vorgeschrieben, und im Kühlschrank bleiben Eier am längsten frisch. Einmal gekühlte Eier sollten nicht wieder längere Zeit warm stehen.

Wie lange sind hart gekochte Eier haltbar?

Mit heiler Schale und ohne Abschrecken im Kühlschrank bis zu etwa vier Wochen, abgeschreckt etwa zwei Wochen. Angeschlagene oder gepellte Eier sollten Sie innerhalb weniger Tage essen.

Ist ein Ei schlecht, wenn es im Wasser schwimmt?

Nicht unbedingt, aber es ist mehrere Wochen alt. Schlagen Sie es einzeln auf und riechen Sie daran. Riecht es faulig, entsorgen Sie es; ist es unauffällig, verwenden Sie es nur durcherhitzt.

Woran erkennt man ein verdorbenes Ei?

Am Geruch: Ein faules Ei riecht beim Aufschlagen unverkennbar nach Schwefel. Auch auffällig verfärbtes oder schmieriges Eiklar ist ein Grund, das Ei wegzuwerfen. Leicht trübes Eiklar ist dagegen bei sehr frischen Eiern normal.