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Wasserkocher entsorgen: kostenlos im Handel oder beim Wertstoffhof

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Alter weißer Wasserkocher
Wasserkocher sind Elektroschrott und lassen sich kostenlos abgeben
Inhalt7 Abschnitte
  1. Wohin gehört der Wasserkocher?
  2. Warum der Wasserkocher kein Metallschrott ist
  3. Kostenlos abgeben: Wertstoffhof oder Handel
  4. Kalk ist kein Problem
  5. Reparieren oder weitergeben
  6. Typische Fehler
  7. Häufige Fragen
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Ein alter Wasserkocher ist Elektroschrott. Sie geben ihn kostenlos am Wertstoffhof ab oder bringen ihn zu einem Händler, der Elektrogeräte zurücknehmen muss; dazu gehören große Elektromärkte und viele Supermärkte und Discounter. In den Restmüll, den Gelben Sack oder den Metallcontainer gehört er nicht, auch nicht, wenn das Gehäuse aus Glas oder Edelstahl ist. Den Sockel mit Kabel geben Sie mit ab.

Wohin gehört der Wasserkocher?

FallRichtiger Weg
Wasserkocher defekt oder ausgedientWertstoffhof oder Rücknahme im Handel, kostenlos
Gehäuse aus Glas, Edelstahl oder Kunststoffegal: immer Elektroschrott
Sockel mit Kabelzusammen mit dem Kocher als Elektroschrott
Wasserkocher funktioniert nochverschenken, verkaufen oder spenden
Kalkfilter aus Kunststoff, loseRestmüll
Verpackung des neuen GerätsKarton ins Altpapier, Folien und Beutel in den Gelben Sack

Die Tabelle zeigt den Regelfall in Deutschland. Wie Ihr Wertstoffhof Elektrogeräte sortiert und ob es zusätzlich eine Abholung oder Sammelcontainer für Kleingeräte gibt, regelt die Abfallsatzung Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises; die Abfallberatung oder die Abfall-App gibt Auskunft.

Warum der Wasserkocher kein Metallschrott ist

Ein Wasserkocher besteht aus mehr als einem Behälter. Im Boden stecken ein Heizelement, ein Thermostat oder Bimetallschalter, Kabel und Kontakte, im Sockel ein Stecker mit Leitung. Diese Teile enthalten Kupfer und andere Metalle, die sich zurückgewinnen lassen, wenn das Gerät in einer Anlage für Elektroschrott zerlegt wird. Deshalb ist ein Wasserkocher immer ein Elektrogerät, ganz gleich, ob das Gehäuse aus Edelstahl, Glas oder Kunststoff besteht. Die durchgestrichene Mülltonne auf dem Typenschild oder in der Anleitung zeigt das an.

Ein Glas-Wasserkocher gehört ebenfalls nicht in den Altglascontainer. Das Glas ist hitzebeständiges Spezialglas, das beim Einschmelzen anders reagiert als Flaschenglas, und am Boden sitzt ohnehin die Elektrik. Ein Edelstahlkocher gehört nicht in den Metallcontainer, weil die Elektronik dort nicht fachgerecht verwertet wird.

Kostenlos abgeben: Wertstoffhof oder Handel

Am Wertstoffhof können Sie Elektrogeräte aus Privathaushalten kostenlos abgeben. Ein Wasserkocher gehört dort zu den Kleingeräten. Die Wege zur Abgabe, die für alle Elektrogeräte gelten, stehen ausführlich unter Elektroschrott entsorgen.

Auch der Handel muss Altgeräte zurücknehmen. Händler mit einer größeren Verkaufsfläche für Elektrogeräte nehmen beim Kauf eines neuen Wasserkochers den alten kostenlos zurück. Kleine Geräte, bei denen keine Seite länger als 25 cm ist, müssen sie auch ohne Neukauf annehmen, und zwar bis zu drei Geräte je Geräteart. Seit Juli 2022 gilt das auch für Supermärkte und Discounter mit mindestens 800 m² Verkaufsfläche, die regelmäßig Elektrogeräte anbieten. Viele Wasserkocher liegen knapp unter oder um diese 25 cm; im Zweifel messen Sie kurz nach oder fragen an der Kasse. Online-Händler müssen ebenfalls eine Rückgabe anbieten, meist über eine Sammelstelle in Ihrer Nähe oder per Versand.

  1. Gerät abkühlen lassen und leeren. Restwasser ausgießen und den Kocher trocknen lassen.
  2. Sockel mitnehmen. Kabel und Sockel gehören zum Gerät.
  3. Lose Teile in den Kocher legen. Kalkfilter oder Deckelteile, die abgebrochen sind, gehören zum Gerät und kommen mit.
  4. Nicht zerlegen. Öffnen Sie das Gerät nicht, um Metall herauszuholen; die Verwertung übernimmt die Anlage.
  5. Zur Sammelstelle bringen. Wertstoffhof oder Händler, beides ist kostenlos.

Akkus oder Batterien stecken in normalen Wasserkochern nicht. Nur Modelle mit Funkverbindung oder digitalem Display können eine kleine Knopfzelle enthalten; ist sie ohne Werkzeug zugänglich, nehmen Sie sie heraus und geben sie in eine Batterie-Sammelbox.

Kalk ist kein Problem

Viele Wasserkocher sind innen dick verkalkt, wenn sie ausgemustert werden. Für die Entsorgung spielt das keine Rolle. Sie müssen das Gerät vorher weder entkalken noch reinigen.

Anders ist es, wenn Sie den Kocher noch weitergeben wollen. Dann lohnt sich ein gründliches Entkalken, auch weil eine Kalkschicht den Kocher langsamer macht und mehr Strom kostet. Wie das mit Zitronensäure oder Essig geht, steht unter Wasserkocher entkalken.

Reparieren oder weitergeben

Ein Wasserkocher, der undicht ist, aus dem Boden tropft oder beim Einschalten die Sicherung auslöst, gehört nicht mehr an die Steckdose. Wasser und Strom liegen hier dicht beieinander, und ein Laie kann die Abdichtung des Bodens nicht zuverlässig wiederherstellen. Solche Geräte entsorgen Sie als Elektroschrott.

Schaltet ein Kocher dagegen nicht mehr ab, lässt sich der Schalter nicht mehr einrasten oder ist nur der Deckel gebrochen, lohnt manchmal ein Blick ins Repair-Café. Dort prüfen ehrenamtliche Helfer mit Fachkenntnis, ob sich eine Reparatur lohnt. Bei sehr günstigen Geräten ist das selten der Fall, bei hochwertigen Modellen mit Temperaturwahl schon eher. Ersatzteile wie Deckel oder Kalkfilter bekommen Sie bei manchen Herstellern direkt.

Ein funktionierender Wasserkocher, den Sie nur durch ein neues Modell ersetzen, findet über Kleinanzeigen, Verschenk-Gruppen oder ein Sozialkaufhaus leicht einen neuen Besitzer. Studierende, die gerade ausziehen, oder Menschen, die ein Büro oder eine Ferienwohnung ausstatten, sind dankbare Abnehmer. Geben Sie ihn entkalkt und sauber weiter.

Typische Fehler

  • Wasserkocher in den Restmüll. Elektrogeräte haben dort nichts zu suchen.
  • Edelstahlkocher in den Metallcontainer. Die Elektronik geht dann am Recycling vorbei.
  • Glaskocher in den Altglascontainer. Das Glas stört dort und die Elektrik am Boden ohnehin.
  • Den Sockel vergessen. Er ist mit Kabel und Stecker ebenfalls Elektroschrott und gehört dazu.
  • Einen undichten Kocher weiterbenutzen oder verschenken. Ein Stromschlag ist kein gutes Geschenk.

Andere Küchengeräte gehen denselben Weg. Wie Sie mit einer Kaffeemaschine umgehen, in der oft noch Wasser und Kalk stecken, steht unter Kaffeemaschine entsorgen; bei größeren Geräten hilft Mikrowelle entsorgen weiter. Die Übersicht über alle Abfallarten gibt Müll trennen.

Häufige Fragen

Darf ein Wasserkocher in den Restmüll?

Nein. Ein Wasserkocher ist ein Elektrogerät und gehört zum Wertstoffhof oder in die Rücknahme im Handel. Beides ist für Privatleute kostenlos.

Nimmt der Supermarkt alte Wasserkocher zurück?

Supermärkte und Discounter mit mindestens 800 m² Verkaufsfläche, die regelmäßig Elektrogeräte verkaufen, müssen kleine Altgeräte zurücknehmen. Das gilt für Geräte, bei denen keine Seite länger als 25 cm ist, auch ohne dass Sie etwas kaufen. Fragen Sie an der Kasse nach der Sammelstelle.

Wohin mit einem Wasserkocher aus Glas?

Wie jeder andere Wasserkocher zum Elektroschrott, also zum Wertstoffhof oder in die Rücknahme im Handel. In den Altglascontainer gehört er nicht.

Muss ich den Wasserkocher vor dem Entsorgen entkalken?

Nein. Kalk stört die Entsorgung nicht. Entkalken lohnt sich nur, wenn Sie das Gerät noch weitergeben oder selbst weiter benutzen wollen.

Kann ich den Wasserkocher in die Elektroschrott-Box im Supermarkt werfen?

Ja, wenn er hineinpasst und keine Seite länger als 25 cm ist. Manche Märkte nehmen Geräte auch an der Kasse oder an der Information an, statt eine offene Box aufzustellen.

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