Zum Inhalt springen
haushalt&wohnen

Spülmaschine pumpt nicht ab: Ursachen der Reihe nach prüfen

Christoph · 7 Min. Lesezeit

Weingläser im Oberkorb einer Spülmaschine
Steht nach dem Programm Wasser im Gerät, sitzt die Ursache meist im Sieb oder im Schlauch
Inhalt9 Abschnitte
  1. Ist das überhaupt ein Fehler?
  2. Anzeichen, Ursache, Abhilfe im Überblick
  3. Bevor Sie anfangen: Stecker ziehen, Wasser abschöpfen
  4. Schritt für Schritt: die vier Stellen prüfen
  5. Sonderfall neue Maschine: der Blindstopfen im Siphon
  6. Wenn der Abfluss der Spüle das eigentliche Problem ist
  7. Fehlercodes: nur die Anleitung zählt
  8. Ab hier Kundendienst
  9. Häufige Fragen

Wenn die Spülmaschine nicht abpumpt, steht nach dem Programm trübes Wasser im Boden – und fast immer versperrt etwas den Weg nach draußen: ein zugesetztes Sieb, ein Fremdkörper vor der Pumpe, ein geknickter Schlauch oder ein verstopfter Anschluss am Siphon. Diese vier Stellen können Sie selbst prüfen, in dieser Reihenfolge und mit wenig Werkzeug. Erst wenn alle frei sind und das Wasser trotzdem stehen bleibt, liegt der Fehler an der Pumpe oder der Steuerung.

Ist das überhaupt ein Fehler?

Eine kleine Wassermenge unter dem Sieb ist normal. Im Pumpensumpf bleibt nach jedem Programm ein Rest stehen, der unter anderem die Dichtungen feucht hält. Ein Fehler liegt erst vor, wenn das Wasser über dem Sieb steht, also sichtbar auf dem Boden des Spülraums.

Prüfen Sie außerdem, ob das Programm überhaupt zu Ende gelaufen ist. Wurde die Tür mittendrin geöffnet oder war kurz der Strom weg, steht die Maschine mitten im Spülgang still, und das Wasser gehört dort noch hin. Schließen Sie die Tür und lassen Sie das Programm weiterlaufen, oder brechen Sie es so ab, wie es die Anleitung beschreibt; viele Geräte pumpen beim Abbruch von selbst ab.

Anzeichen, Ursache, Abhilfe im Überblick

AnzeichenWahrscheinliche UrsacheWas tun
Wasser steht, Sieb voller ResteSieb zugesetztSieb herausnehmen und ausspülen
Pumpe brummt oder rattert, Wasser bleibtFremdkörper im Pumpensumpf oder am Pumpenradbei gezogenem Stecker Pumpensumpf kontrollieren
Pumpe läuft hörbar, es kommt kaum etwas anAblaufschlauch geknickt oder verstopftSchlauch auf ganzer Länge prüfen
Maschine neu angeschlossen, pumpt von Anfang an nicht abBlindstopfen im SiphonstutzenSchlauch abziehen, Stopfen entfernen
Auch die Spüle läuft schlecht abSiphon oder Abflussrohr verstopftSiphon reinigen
Alles frei, Pumpe bleibt stumm oder brummt nurPumpe oder Steuerung defektKundendienst

Bevor Sie anfangen: Stecker ziehen, Wasser abschöpfen

Ziehen Sie den Netzstecker, bevor Sie in den Spülraum oder an die Schläuche greifen. Ist die Steckdose hinter dem Gerät nicht erreichbar, schalten Sie die zugehörige Sicherung aus. Die Pumpe kann sonst anlaufen, während Ihre Finger im Pumpensumpf stecken. Drehen Sie auch den Wasserzulauf zu, wenn Sie die Maschine vorziehen wollen.

Legen Sie bereit: eine Tasse oder Schöpfkelle, einen Eimer, einen Schwamm, alte Handtücher, Haushaltshandschuhe und eine Taschenlampe. Ziehen Sie den Unterkorb heraus und schöpfen Sie das Wasser mit der Tasse in den Eimer; den Rest nimmt der Schwamm auf. Das ist unangenehm, aber nötig – im trüben Wasser sehen Sie weder Sieb noch Scherben.

Schritt für Schritt: die vier Stellen prüfen

  1. Sieb herausnehmen. Die Siebkombination im Boden meist mit einer Vierteldrehung lösen und herausheben. Unter warmem Wasser mit einer weichen Bürste und etwas Spülmittel reinigen. Ein Sieb, das mit Fett und Resten zugesetzt ist, lässt das Wasser nicht schnell genug zur Pumpe durch.
  2. In den Pumpensumpf sehen. Mit der Taschenlampe in die Öffnung unter dem Sieb leuchten. Dort liegen gern Glassplitter, Obstkerne, Zahnstocher, Etikettenreste oder Knochenstücke. Mit Handschuhen entfernen; nach Scherben nicht blind tasten.
  3. Pumpenabdeckung öffnen. Bei vielen Geräten sitzt im Pumpensumpf eine kleine Abdeckung vor der Laugenpumpe, die sich laut Anleitung ohne Werkzeug oder mit einem Löffelstiel lösen lässt. Dahinter liegt das Pumpenrad. Entfernen Sie, was sich dort verklemmt hat, und prüfen Sie, ob sich das Rad von Hand drehen lässt. Die Abdeckung wieder einsetzen, bis sie einrastet. Hat Ihr Modell keine solche Abdeckung, lassen Sie die Pumpe in Ruhe.
  4. Ablaufschlauch kontrollieren. Der gerippte Schlauch führt hinten aus der Maschine in den Spülenunterschrank. Sehen Sie nach, ob er hinter dem Gerät oder im Schrank geknickt oder eingeklemmt ist – ein verrutschter Mülleimer oder ein zu weit zurückgeschobenes Gerät reichen dafür aus. Der Schlauch soll ohne enge Biegung verlaufen.
  5. Anschluss am Siphon prüfen. Stellen Sie einen flachen Behälter unter, lösen Sie die Schlauchschelle am Siphonstutzen und ziehen Sie den Schlauch ab. Im Stutzen sammelt sich mit der Zeit ein Pfropf aus Fett und Speiseresten; er lässt sich mit einem Holzstiel oder einer kleinen Flaschenbürste herausholen. Sehen Sie auch ins Schlauchende und spülen Sie den Schlauch nach Möglichkeit über einem Eimer durch.
  6. Zusammenbauen und testen. Schlauch aufstecken, Schelle festziehen, Sieb einsetzen und verriegeln. Stecker einstecken und ein kurzes Programm oder das Abpumpen laut Anleitung starten. Bleiben Sie in den ersten Minuten dabei und achten Sie auf Tropfen am Siphon.

Wie Sie Sieb und Sprüharme darüber hinaus regelmäßig pflegen, steht unter Spülmaschine reinigen.

Sonderfall neue Maschine: der Blindstopfen im Siphon

Pumpt ein frisch angeschlossenes Gerät vom ersten Programm an nicht ab, liegt es selten an der Maschine. Der Anschlussstutzen an einem neuen Siphon ist ab Werk verschlossen, je nach Bauart mit einem eingesteckten Stopfen oder einer dünnen Kunststoffwand, die vor dem Anschließen entfernt oder durchstoßen werden muss. Wird das vergessen, pumpt die Maschine gegen eine geschlossene Wand. Dasselbe passiert, wenn in der Küche ein neuer Siphon eingebaut wurde und die Maschine seitdem streikt. Ziehen Sie den Schlauch ab und sehen Sie in den Stutzen.

Wenn der Abfluss der Spüle das eigentliche Problem ist

Die Spülmaschine pumpt in denselben Siphon, durch den auch das Spülbecken abläuft. Ist dieser Weg verstopft, drückt das Abwasser zurück: Es gluckert im Becken, oder es steigt beim Abpumpen Wasser in der Spüle auf. Läuft das Becken ohnehin langsam ab, reinigen Sie zuerst den Siphon; die Handgriffe stehen unter Siphon reinigen und Küchenspüle verstopft.

Steht nach einem sauberen Abpumpen später wieder schmutziges Wasser in der Maschine, läuft es wahrscheinlich aus dem Siphon zurück. Dann ist der Ablaufschlauch nicht so geführt, wie es die Aufbauanleitung verlangt – sie nennt die Höhe, in der der Schlauch verlaufen muss –, oder die Rückschlagklappe im Gerät schließt nicht mehr.

Fehlercodes: nur die Anleitung zählt

Viele Maschinen melden die Störung mit einem Kürzel im Display oder einem Blinkmuster. Diese Codes sind nicht genormt; dasselbe Kürzel kann bei zwei Herstellern Verschiedenes bedeuten. Schlagen Sie in der Anleitung Ihres Modells nach, die es meist auch auf der Internetseite des Herstellers gibt, wenn Sie die Modellnummer vom Typenschild an der Türkante eingeben. Verschwindet die Meldung nach der Reinigung nicht von selbst, beschreibt die Anleitung auch, wie das Programm zurückgesetzt wird.

Ab hier Kundendienst

Hier endet die Selbsthilfe:

  • Die Pumpe brummt nur oder bleibt stumm, obwohl Sieb, Pumpensumpf, Schlauch und Siphon frei sind. Dann ist die Laugenpumpe blockiert oder defekt, oder sie wird nicht mehr angesteuert.
  • Die Pumpe läuft ununterbrochen, auch bei ausgeschaltetem Programm. Meist steht dann Wasser in der Bodenwanne, und der Wasserschutz hat ausgelöst. Im Gerät ist etwas undicht.
  • Der Fehlercode kommt sofort wieder, obwohl alles gereinigt ist.
  • Wasser tritt unter dem Gerät aus.

Für diese Fälle muss das Gehäuse geöffnet werden, und das ist nichts für Laien: Im Sockel liegen spannungsführende Teile. Notieren Sie Modellnummer und Fehlercode, das spart dem Kundendienst die Rückfrage. Bei einem alten Gerät fragen Sie vorab nach den voraussichtlichen Kosten; worauf es bei einer neuen Maschine ankommt, steht im Beitrag Geschirrspüler.

Häufige Fragen

Wie bekomme ich das Wasser aus der Spülmaschine, wenn sie nicht abpumpt?

Von Hand: Netzstecker ziehen, Unterkorb herausnehmen und das Wasser mit einer Tasse in einen Eimer schöpfen, den Rest mit Schwamm und Tüchern aufnehmen. Kippen Sie die Maschine nicht, dabei kann Wasser in den Sockel zur Elektrik laufen.

Die Spülmaschine pumpt nicht ab und brummt – was heißt das?

Die Pumpe bekommt Strom, kann aber nicht fördern. Meist klemmt ein Fremdkörper am Pumpenrad, oder der Weg hinter der Pumpe ist zu. Prüfen Sie Pumpensumpf, Schlauch und Siphonanschluss. Brummt es danach weiter, ist die Pumpe selbst defekt.

Ist etwas Wasser unter dem Sieb normal?

Ja. Im Pumpensumpf bleibt immer ein Rest. Auffällig ist erst Wasser, das über dem Sieb steht, oder Restwasser, das nach wenigen Tagen faulig riecht. Zum Geruch finden Sie mehr unter Spülmaschine stinkt.

Kann ich Abflussreiniger in die Spülmaschine geben?

Lassen Sie das. Chemische Rohrreiniger sind für Abflussrohre gemacht, nicht für Pumpe, Dichtungen und Schläuche eines Geräts, und sie lösen weder Scherben noch Kerne. Die Ursache sitzt fast immer mechanisch fest und wird von Hand entfernt.

Nach dem Abpumpen wird das Geschirr nicht mehr sauber – hängt das zusammen?

Oft ja. Ein zugesetztes Sieb stört nicht nur das Abpumpen, sondern lässt auch Schmutz im Kreis laufen. Die weiteren Ursachen stehen unter Spülmaschine reinigt nicht richtig.