Praxistest
PowerPlus POWE80050 Mauernutfräse im Test

Inhalt9 Abschnitte
Wir haben die PowerPlus POWE80050 bestellt und zu Hause im Praxistest ausprobiert. Kurz gesagt: Die Mauernutfräse erledigt ihre Arbeit zuverlässig, der Motor hat genug Kraft, und das Zubehör ist für den Preis reichlich. Für lange Arbeitstage ist sie weniger angenehm, und einen Koffer gibt es nicht. Für Heimwerker, die ein paar Leitungsschlitze fräsen wollen, ist sie eine gute Wahl. Dieser Bericht gibt unsere persönlichen Eindrücke wieder.
Was eine Mauernutfräse macht
Eine Mauernutfräse, auch Schlitzfräse genannt, sägt mit zwei parallel laufenden Diamanttrennscheiben zwei Schnitte in die Wand. Der Steg zwischen den Schnitten wird danach mit einem Meißel herausgebrochen. So entstehen gerade, gleichmäßig tiefe Schlitze für Elektroleitungen, Leerrohre oder dünne Wasserleitungen – viel sauberer und schneller als mit Hammer und Meißel allein. Wie die Geräte grundsätzlich funktionieren und worauf es beim Kauf ankommt, erklärt unser Ratgeber zur Mauernutfräse.
Ausstattung und Lieferumfang

Im Karton fanden wir neben der Fräse:
- eine deutsche Bedienungsanleitung,
- einen Nockenschlüssel und einen Innensechskantschlüssel für den Scheibenwechsel,
- einen Mauerschlitzmeißel zum Herausbrechen des Stegs,
- einen Adapter für die Staubabsaugung.
Bei unserem Exemplar lagen außerdem zwei Trennscheiben bei. Achten Sie beim Kauf darauf, ob die Scheiben im Angebot enthalten sind, denn ohne sie ist die Fräse nicht einsatzbereit. Einen Transportkoffer gibt es nicht. Wer die Maschine oft mitnimmt, muss sich selbst eine Kiste suchen – oder greift zu einem Modell mit Koffer wie der Einhell TH-MA 1300, die in einer ähnlichen Preisklasse liegt. Für den Transport müssen die Trennscheiben nicht ausgebaut werden.
Weitere Ausstattung: ein Softgrip-Griff, ein rund 1,8 m langes Kabel und eine Softstart-Funktion, mit der die Maschine langsam anläuft, statt beim Einschalten in der Hand zu ruckeln. Dazu kommen ein Sicherheitsschalter, eine kräftige Metallhaube über den Scheiben und eine breite Führungsrolle, die ein Verkanten verhindern soll.
Technische Daten
Alle Angaben stammen vom Hersteller:
| Leistung | 1.700 Watt |
| Spannung | 230–240 V, 50 Hz |
| Leerlaufdrehzahl | 4.500 U/min |
| Schnitttiefe | 10–40 mm |
| Schlitzbreite | 14, 19 oder 29 mm |
| Trennscheiben | 150 × 22,2 mm |
| Schutzklasse / Schutzart | II / IP20 |
| Schalldruckpegel | 102 dB(A) |
| Schallleistungspegel | 113 dB(A) |
| Gewicht | 4,7 kg |
Die Schnitttiefe ist stufenlos einstellbar, die Schlitzbreite dagegen nur in drei Stufen. Für Heimwerker reicht das; für Leerrohre und Leitungen sind die üblichen Breiten abgedeckt. Profis, die häufig andere Maße brauchen, sind mit einem Profigerät besser bedient. Mit 4,7 kg liegt die Fräse im Mittelfeld – weder besonders leicht noch besonders schwer.
Verarbeitung und erster Eindruck
Die POWE80050 macht einen gut verarbeiteten Eindruck, liegt griffig in der Hand und sieht ordentlich aus. Im direkten Vergleich hat uns die Einhell-Fräse in der Handhabung allerdings etwas besser gefallen. Die teurere PowerPlus POWX0650 aus unserem anderen Praxistest ist hier noch einmal deutlich angenehmer.
Beim Fräsen: so hat sie sich geschlagen

Beim Fräsen fielen uns die geringen Vibrationen positiv auf. Der Motor hat genug Kraft; die Trennscheiben kamen in unserem Test nicht ins Stocken. Tiefe und Breite ließen sich einfach einstellen.
Die Handhabung fanden wir in Ordnung, für längere Arbeiten aber nicht wirklich angenehm. Wer nur ein paar Schlitze für neue Steckdosen fräst, wird das kaum merken. Wer eine ganze Wohnung neu verkabeln lässt und selbst schlitzt, spürt es nach einer Weile in Armen und Rücken.
Die Lautstärke liegt, wie bei allen Mauernutfräsen, bei über 100 Dezibel. Gehörschutz ist deshalb Pflicht – das gilt für jedes Gerät dieser Art, nicht nur für dieses.
Sicherheit beim Schlitzen
Mauernutfräsen sind wirksame, aber auch gefährliche Werkzeuge. Beachten Sie:
- Leitungen suchen: Prüfen Sie die Wand vorher mit einem Leitungssuchgerät und schalten Sie die Sicherung des Raumes ab. In Wänden verlaufen oft Strom-, Wasser- und Heizungsleitungen, die man nicht sieht.
- Staub: Beim Fräsen von Beton, Kalksandstein und Putz entsteht Quarzfeinstaub, der die Lunge dauerhaft schädigen kann. Schließen Sie immer einen Sauger an – geeignet sind Bau- oder Industriesauger der Staubklasse M – und tragen Sie eine Atemschutzmaske FFP2 oder besser und eine Schutzbrille.
- Tragende Wände: In tragenden Wänden sind Schlitze nur begrenzt erlaubt. Senkrechte Schlitze sind unkritischer als waagerechte oder schräge. Im Zweifel fragen Sie einen Statiker oder Fachbetrieb.
- Elektroinstallation: Schlitze fräsen dürfen Sie selbst. Das Verlegen und Anschließen neuer Leitungen an der festen Installation gehört aber in die Hand einer Elektrofachkraft.
- Beide Hände an die Maschine: Nicht über Kopf und nicht von einer wackeligen Leiter aus arbeiten.
Passende Schutzkleidung beschreibt unser Beitrag über das Heimwerker-Outfit.
Stärken und Schwächen
Dafür
| Dagegen
|
Für wen sich die POWE80050 eignet
Die Fräse passt zu Hobby-Heimwerkern, die bei einer Renovierung ein paar Schlitze für Steckdosen, Schalter oder Leerrohre fräsen wollen und dafür kein teures Profigerät kaufen möchten. Wer häufiger fräst, lange Strecken schlitzt oder die Maschine oft transportiert, ist mit einem komfortableren Gerät oder einem Modell mit Koffer besser bedient. Einen Überblick über weitere Geräte finden Sie in unseren Praxistests der Einhell TH-MA 1300, der PowerPlus POWX0650 und der PowerPlus POWX0477. Wer nicht schlitzen, sondern ganze Putzflächen abtragen will, braucht eine Putzfräse.
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Unser Fazit aus dem Praxistest: Die PowerPlus POWE80050 können wir Hobby-Heimwerkern empfehlen. Sie hat die Arbeit zuverlässig erledigt, Tiefe und Breite lassen sich leicht verstellen, und das Zubehör stimmt. Wer mehr Bedienkomfort möchte, zahlt für die POWX0650 etwas mehr.
Häufige Fragen
Welche Mauernutfräse ist die beste?
Das hängt davon ab, wie oft und wie lange Sie fräsen. Für gelegentliche Arbeiten reicht ein günstiges Gerät wie die POWE80050. Wer häufig schlitzt, sollte auf gute Handhabung, geringes Gewicht, einen Koffer und eine wirksame Absaugung achten. Unsere Praxistests und der Ratgeber zur Mauernutfräse helfen beim Vergleich.
Wie tief kann die POWE80050 fräsen?
Laut Hersteller zwischen 10 und 40 mm, stufenlos einstellbar. Das genügt für Elektroleitungen, Leerrohre und Schalterdosen-Zuleitungen.
Brauche ich einen Staubsauger dazu?
Ja. Ohne Absaugung verteilt sich der feine Mauerstaub in der ganzen Wohnung und belastet die Atemwege. Ein Bau- oder Industriesauger der Staubklasse M ist die beste Wahl, dazu eine FFP2-Maske oder besser.
Sind Trennscheiben dabei?
Bei unserem Exemplar lagen zwei Trennscheiben bei. Das kann je nach Angebot variieren; prüfen Sie vor dem Kauf, was geliefert wird.
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