Praxistest
Einhell TH-MA 1300 im Test

Inhalt8 Abschnitte
Die Einhell TH-MA 1300 ist eine Mauernutfräse für Heimwerker mit laut Hersteller 1.320 Watt, zwei 125-mm-Diamantscheiben und Sanftanlauf. In unserem Praxistest hat sie in Putz und Mauersteinen zuverlässig gearbeitet und ließ sich einfach auf die gewünschte Schlitzbreite und -tiefe einstellen. An Beton stößt sie an ihre Grenzen, und ohne angeschlossenen Sauger staubt es kräftig. Für Leerrohre und Kabelschlitze in normalem Mauerwerk ist sie ein preiswertes Werkzeug.
Lieferumfang und erster Eindruck
Im Karton liegen neben der Fräse zwei Diamant-Trennscheiben mit 125 mm Durchmesser, ein Zusatzhandgriff und ein Hand-Mauerschlitzmeißel, mit dem man den Steg zwischen den beiden Schnitten herausbricht. Dazu kommen ein Adapter für den Staubsaugeranschluss und ein Transportkoffer, den wir als robust empfunden haben. Das Netzkabel ist etwa 2 m lang – für die Arbeit an einer Wand genügt das nicht immer, ein Verlängerungskabel sollte bereitliegen.
Mit knapp 5 kg liegt die Fräse im üblichen Rahmen ihrer Klasse. Die Verarbeitung haben wir in unserer Datentabelle als befriedigend eingestuft – solide für den Heimwerkereinsatz, aber nicht auf dem Niveau teurer Profigeräte.

Handhabung
Die TH-MA 1300 ist auf das Fräsen und Schlitzen spezialisiert und laut Hersteller für Mauerwerk, Stein, Beton und Gips gedacht, innen wie außen. Die Schlitzbreite wird über Distanzringe zwischen den Scheiben gewählt, die Tiefe über einen Anschlag. Beides ging in unserem Test einfach von der Hand, und auch senkrechte Schlitze lassen sich gut ziehen.
Der Sanftanlauf sorgt dafür, dass die Maschine beim Einschalten nicht aus der Hand springt. Für den Scheibenwechsel gibt es eine Spindelarretierung, ein Überlastungsschutz schützt den Motor. Den Zusatzgriff sollten Sie bei längeren Schlitzen montieren; mit zwei Händen lässt sich jede Mauernutfräse ruhiger führen.
Die Vibrationen sind spürbar. Wir haben sie als mäßig eingestuft – nicht störend bei einzelnen Schlitzen, bei stundenlanger Arbeit aber ermüdend.
Wo die Fräse an ihre Grenzen kommt
In Putz und Mauerstein arbeitete die Fräse einwandfrei. Mit Beton hat die TH-MA 1300 dagegen Probleme: Die Scheiben verklemmen, die Maschine bleibt stecken, und es kostet Zeit, sie wieder freizubekommen. Wer in Beton schlitzen will, ist mit dieser Fräse schlecht bedient – und sollte bei Stahlbeton ohnehin vorher klären, ob Schlitze überhaupt zulässig sind.
Die zweite Schwäche ist der Staub. Ohne Absaugung wird es beim Fräsen schnell neblig. Der Absaugstutzen mit Adapter ist vorhanden, ein Bau- oder Industriesauger sollte daher immer angeschlossen sein, dazu eine FFP2- oder FFP3-Maske, Schutzbrille und Gehörschutz.

Technische Daten laut Hersteller
| Leistung | 1.320 Watt, 230 Volt |
| Trennscheiben | 2 × Diamant, Ø 125 mm |
| Schlitztiefe | 8–30 mm |
| Schlitzbreite | 8–26 mm |
| Gewicht | knapp 5 kg |
| Ausstattung | Sanftanlauf, Überlastungsschutz, Spindelarretierung, Absauganschluss mit Adapter |
| Lieferumfang | 2 Diamantscheiben, Zusatzhandgriff, Hand-Mauerschlitzmeißel, Transportkoffer |
| Netzkabel | etwa 2 m |
Mit maximal 30 mm Tiefe reicht die Fräse für übliche Leerrohre bis 20 mm und einzelne Kabel. Wer dickere Rohre oder mehrere Leitungen übereinander verlegen will, braucht ein Gerät mit größeren Scheiben.
Vorteile und Nachteile
Dafür
| Dagegen
|
Sicher arbeiten mit der Mauernutfräse
Vor dem ersten Schnitt klären Sie, wo bereits Leitungen liegen, und schalten die Stromkreise ab. Neue Schlitze gehören in die Installationszonen, in tragenden Wänden sind besonders waagerechte Schlitze nur eingeschränkt zulässig. Das Fräsen dürfen Sie selbst, das Verlegen und Anschließen neuer Leitungen am Stromnetz übernimmt eine Elektrofachkraft. Mehr dazu, zu Scheiben und Materialien lesen Sie in unserem Ratgeber zur Mauernutfräse. Vor jedem Scheibenwechsel den Stecker ziehen, und wie bei allen schnell drehenden Werkzeugen keine weite Kleidung tragen.
Für wen sich die TH-MA 1300 eignet
Die Einhell TH-MA 1300 ist eine solide Fräse für Heimwerker, die in Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton oder Putz Schlitze für Leerrohre ziehen wollen. Sie ist einfach einzustellen, gut ausgestattet und günstig. Wer häufig in Beton arbeitet, tiefere Schlitze braucht oder das Gerät täglich nutzt, greift besser zu einer stärkeren Fräse mit größeren Scheiben, etwa der Powerplus POWX0650. Weitere Werkzeuge rund ums Renovieren finden Sie unter Haus.
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Häufige Fragen
Wie tief fräst die Einhell TH-MA 1300?
Laut Hersteller bis 30 mm. Das genügt für Leerrohre bis etwa 20 mm Durchmesser samt Putzüberdeckung.
Kann ich mit der TH-MA 1300 Beton fräsen?
In unserem Test blieb die Fräse in Beton stecken. Für Beton ist sie nur eingeschränkt geeignet, und in Stahlbeton sollten Sie ohnehin keine Schlitze ohne Rücksprache mit einem Statiker setzen.
Welche Scheiben passen auf die Einhell-Fräse?
Diamant-Trennscheiben mit 125 mm Durchmesser und der vom Hersteller angegebenen Bohrung. Wechseln Sie beide Scheiben immer gleichzeitig, damit sie gleich weit schneiden.
Kann ich einen normalen Staubsauger anschließen?
Über den Adapter passt er meist, geeignet ist er kaum: Mauerwerksstaub setzt Haushaltsgeräte schnell zu. Besser ist ein Bau- oder Industriesauger mit Filterabreinigung.
Lohnt sich der Kauf oder soll ich mieten?
Wer nur ein paar Meter Schlitz für eine Steckdose oder Leuchte braucht, mietet eine Fräse samt Bausauger für einen Tag. Stehen mehrere Räume oder eine ganze Sanierung an, ist ein günstiges eigenes Gerät wie die TH-MA 1300 schnell wirtschaftlicher.
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