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Tageslichtlampe Schreibtisch

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Tageslichtlampe Schreibtisch
Die Tageslichtlampe für den Schreibtisch lässt es zum Arbeiten taghell werden
Inhalt7 Abschnitte
  1. Die drei wichtigen Werte: Kelvin, Lux und Ra
  2. Was eine Tageslichtlampe am Schreibtisch leisten kann
  3. Was sie nicht kann
  4. Ausstattung: worauf es beim Kauf ankommt
  5. Richtig platzieren
  6. Stromverbrauch
  7. Häufige Fragen

Eine Tageslichtlampe für den Schreibtisch ist eine Arbeitsleuchte, deren Licht in Farbe und Farbwiedergabe dem Tageslicht nahekommt: kühlweiß bis tageslichtweiß, meist 5.000–6.500 Kelvin, mit hohem Farbwiedergabeindex. Sie macht den Arbeitsplatz hell und kontrastreich und hilft, konzentriert zu bleiben, wenn draußen wenig Licht ist. Eine Lichttherapie ersetzt sie nicht – dafür sind spezielle Therapieleuchten gedacht.

Die drei wichtigen Werte: Kelvin, Lux und Ra

Beim Lampenkauf begegnen Ihnen drei Kennzahlen, die man auseinanderhalten sollte:

Farbtemperatur (Kelvin, K)Beschreibt die Lichtfarbe. Warmweiß liegt unter 3.300 K, neutralweiß zwischen 3.300 und 5.300 K, tageslichtweiß darüber. Eine Tageslichtlampe liegt meist bei 5.000–6.500 K.
Beleuchtungsstärke (Lux, lx)Wie viel Licht auf der Fläche ankommt. Für Schreib- und Lesearbeit im Büro gelten rund 500 lx als Richtwert, ältere Menschen brauchen oft mehr.
Lichtstrom (Lumen, lm)Wie viel Licht die Lampe insgesamt abgibt. Wie viel davon auf dem Tisch ankommt, hängt von Abstand und Leuchtenkopf ab.
Farbwiedergabe (Ra oder CRI)Wie natürlich Farben erscheinen. Sonnenlicht hat Ra 100. Für Büroarbeit sind Ra 80 üblich, für Zeichnen, Malen oder Handarbeit sind Werte über 90 deutlich angenehmer.

Häufig liest man, eine Tageslichtlampe müsse 10.000 Lux liefern. Das betrifft Lichttherapiegeräte, und auch die erreichen diesen Wert nur aus kurzer Entfernung von etwa 20 bis 80 cm, je nach Gerät. Eine normale Schreibtischleuchte liefert auf der Arbeitsfläche einige Hundert bis gut 1.000 Lux, und das ist für die Arbeit genau richtig.

Was eine Tageslichtlampe am Schreibtisch leisten kann

Kühles, helles Licht wirkt aktivierend. Es hemmt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin und signalisiert dem Körper „Tag“. Viele Menschen empfinden ein tageslichtweißes Arbeitslicht deshalb in der dunklen Jahreszeit als angenehm wach machend. Dazu kommt ein ganz praktischer Nutzen: Mehr Licht und bessere Farbwiedergabe erleichtern das Lesen, strengen die Augen weniger an und zeigen Farben realistisch – wichtig für alle, die zeichnen, nähen, malen oder Fotos bearbeiten.

Für Kinder und Jugendliche, die im Winter nach der Schule am Schreibtisch sitzen, ist eine gute Arbeitsleuchte ebenfalls sinnvoll. Das Licht sollte bei Rechtshändern von links kommen, bei Linkshändern von rechts, damit die schreibende Hand keinen Schatten wirft.

Was sie nicht kann

Eine Schreibtischlampe ist keine Lichttherapie. Bei der saisonal abhängigen Depression („Winterdepression“) wird Licht als Therapie eingesetzt, aber mit speziellen Geräten, festgelegter Dauer und am besten nach ärztlicher Rücksprache. Wer über Wochen niedergeschlagen, antriebslos und erschöpft ist, sollte das ärztlich abklären lassen – dahinter können eine Depression, aber auch körperliche Ursachen wie eine Schilddrüsenunterfunktion stecken.

Auch Vitamin D bildet der Körper unter einer Tageslichtlampe nicht. Dafür braucht es UVB-Strahlung, die eine LED-Arbeitsleuchte nicht abgibt.

Sonne am Himmel
Echtes Tageslicht ist durch keine Lampe zu ersetzen – ein Spaziergang in der Mittagspause wirkt stärker

Der einfachste Ausgleich für Lichtmangel ist übrigens kostenlos: Selbst an einem bedeckten Wintertag ist es draußen um ein Vielfaches heller als in einem gut beleuchteten Büro. Eine halbe Stunde Spaziergang in der Mittagspause bringt mehr Licht als jede Schreibtischlampe.

Ausstattung: worauf es beim Kauf ankommt

  • Einstellbare Lichtfarbe: Viele LED-Leuchten lassen sich zwischen warmweiß und tageslichtweiß umschalten. Das ist sinnvoller als eine Lampe, die nur kaltes Licht kann – abends ist wärmeres Licht angenehmer.
  • Dimmbar: Stufenlos oder in mehreren Stufen, damit die Lampe zum Umgebungslicht passt.
  • Flimmerfrei: Billige LED-Treiber flimmern, was manche Menschen als anstrengend empfinden. Die Beschreibung sollte „flimmerfrei“ angeben.
  • Blendfreier Leuchtenkopf: Die Lichtquelle sollte nicht direkt ins Auge oder auf den Bildschirm scheinen. Breite, flache Leuchtenköpfe verteilen das Licht gleichmäßiger.
  • Beweglicher Arm: Gelenkarm oder Schwanenhals, damit das Licht dorthin kommt, wo gearbeitet wird. Bei wenig Platz ist eine Klemmleuchte an der Tischkante praktisch.
  • Farbwiedergabe: mindestens Ra 80, für kreative Arbeit über 90.

Einfache LED-Schreibtischleuchten mit einstellbarer Lichtfarbe gibt es meist ab etwa 25 Euro. Hochwertige Leuchten mit sehr guter Farbwiedergabe, großem Leuchtenkopf und stabiler Mechanik kosten eher 80–250 Euro.

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Wer vor allem zeichnet oder näht, sucht gezielt nach einer Schreibtischlampe mit hohem CRI; bei wenig Stellfläche passt eine LED-Klemmleuchte.

Richtig platzieren

  1. Seitlich statt von vorn. Das Licht kommt von der Seite, die der Schreibhand gegenüberliegt.
  2. Nicht in den Bildschirm. Leuchtenkopf so ausrichten, dass sich das Licht nicht im Monitor spiegelt.
  3. Raumlicht dazu. Nur eine helle Insel im dunklen Raum strengt die Augen an, weil sie ständig zwischen hell und dunkel wechseln. Eine Deckenleuchte oder Stehlampe gehört dazu.
  4. Abends umschalten. Ab dem späten Nachmittag auf wärmeres, schwächeres Licht gehen. Helles, kaltes Licht bis kurz vor dem Schlafengehen kann das Einschlafen erschweren.

Stromverbrauch

LED-Schreibtischleuchten brauchen je nach Größe meist 5–15 Watt. Bei vier Stunden täglich sind das wenige Kilowattstunden im Monat – kaum der Rede wert. Ein Nachteil vieler Modelle: Die LEDs sind fest verbaut. Fällt ein Teil aus, muss meist die ganze Leuchte ersetzt werden. Wer das vermeiden will, wählt eine Leuchte mit Standardfassung und setzt ein tageslichtweißes LED-Leuchtmittel mit hohem Ra-Wert ein. Weitere Tipps zum Stromsparen finden Sie im Beitrag Energiesparen im Haushalt.

Häufige Fragen

Wie viel Kelvin sollte eine Tageslichtlampe für den Schreibtisch haben?

Tageslichtweiß beginnt bei etwa 5.300 K; üblich sind 5.000–6.500 K. Praktischer ist eine Leuchte mit einstellbarer Lichtfarbe, die tagsüber kühl und abends warm leuchtet.

Kann ich eine Tageslichtlampe am Abend benutzen?

Zum Arbeiten ja, aber sie hält wach. Wer abends gut einschlafen möchte, schaltet ab dem späten Nachmittag auf wärmeres, gedimmtes Licht um.

Ist eine Tageslichtlampe schädlich für die Augen?

Eine normale LED-Schreibtischlampe gibt keine UV-Strahlung ab und ist bei richtiger Nutzung unbedenklich. Unangenehm wird es, wenn die Lichtquelle blendet, flimmert oder sehr hell im dunklen Raum steht. Dann Leuchtenkopf neu ausrichten, dimmen und Raumlicht einschalten.

Hilft eine Tageslichtlampe gegen Winterdepression?

Eine Schreibtischlampe ist dafür nicht gemacht. Bei der Lichttherapie kommen spezielle Geräte mit sehr hoher Beleuchtungsstärke zum Einsatz, am besten nach ärztlicher Beratung. Anhaltende Niedergeschlagenheit gehört immer ärztlich abgeklärt.

Kann ich eine vorhandene Lampe umrüsten?

Wenn die Lampe eine normale Fassung hat, ja: Tageslichtweiße LED-Leuchtmittel mit 5.000–6.500 K und hohem Ra-Wert gibt es für E27 und E14. Leuchten mit fest verbauten LEDs lassen sich nicht umrüsten.