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Alte Schuhe entsorgen

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Abgetragener schwarzer Stoffturnschuh mit verschmutzter Sohle
Noch tragbare Schuhe paarweise zusammengebunden abgeben, kaputte in den Restmüll
Inhalt9 Abschnitte
  1. Wohin gehören alte Schuhe?
  2. Warum kaputte Schuhe meist in den Restmüll gehören
  3. So geben Sie Schuhe richtig ab
  4. Rücknahme im Handel und Weitergeben
  5. Reparieren lassen
  6. Sonderfälle: Leuchtschuhe, Sicherheitsschuhe, Schlittschuhe
  7. Kosten
  8. Typische Fehler
  9. Häufige Fragen

Alte Schuhe, die noch tragbar sind, binden Sie paarweise zusammen und geben sie in einen Altkleidercontainer, zu einer Kleiderkammer oder in ein Sozialkaufhaus. Kaputte Schuhe gehören je nach Kommune in den Restmüll, weil sie aus fest verklebten Materialien bestehen, die sich kaum trennen lassen. Blinkende Kinderschuhe sind Elektroschrott. Und manchmal lohnt statt der Tonne der Weg zum Schuhmacher.

Wohin gehören alte Schuhe?

Welche Wege es gibt, regelt die Abfallsatzung Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises; Auskunft gibt die Abfallberatung oder die Abfall-App. Der Regelfall in Deutschland:

ZustandRichtiger Weg
Tragbar, sauber, als PaarAltkleidercontainer, Kleiderkammer, Sozialkaufhaus, Verkauf, Rücknahme im Handel
Reparierbar (Absatz, Sohle, Naht)Schuhmacher
Kaputt, abgelaufen, durchgelaufenRestmüll, je nach Kommune auch kommunale Textilsammlung
Einzelner SchuhRestmüll
Schuhe mit Leuchten oder AkkuElektroschrott, Batterien getrennt
Gummistiefel, Badeschuhe, Crocstragbar in die Sammlung, kaputt in den Restmüll

Warum kaputte Schuhe meist in den Restmüll gehören

Ein Schuh ist ein kleines Verbundprodukt: Obermaterial aus Leder, Textil oder Kunststoff, Futter, Zwischensohle aus Schaum, Laufsohle aus Gummi, dazu Klebstoff, Nähte, Ösen und manchmal eine Stahlkappe. Diese Materialien lassen sich mit vertretbarem Aufwand kaum voneinander lösen. Tragbare Schuhe haben deshalb nur als Schuhe einen Wert, als Rohstoff fast keinen.

Deshalb bitten die meisten Sammler darum, nur tragbare Schuhe in die Container zu geben. Seit 2025 müssen Kommunen Alttextilien getrennt sammeln; ob kaputte Schuhe darunterfallen, legt jede Kommune selbst fest. In vielen Orten gehören sie weiterhin in den Restmüll. Mehr zu den neuen Regeln für Textilien steht unter Altkleider entsorgen.

In den Gelben Sack gehören Schuhe nicht, auch keine Kunststoffschuhe. Der Gelbe Sack ist nur für Verpackungen da. Der Schuhkarton dagegen gehört ins Altpapier.

So geben Sie Schuhe richtig ab

  1. Aussortieren. Prüfen Sie Sohle, Absatz, Nähte und Innenfutter. Ist die Sohle durchgelaufen oder das Futter zerrissen, gehört der Schuh nicht in die Spende.
  2. Reinigen. Schmutz abbürsten, bei Bedarf feucht abwischen und gut trocknen lassen. Wie das bei Turnschuhen gelingt, steht unter Weiße Sneaker reinigen und Schuhe in der Waschmaschine.
  3. Paarweise zusammenbinden. Schnürsenkel zusammenknoten oder das Paar mit einem Gummiband verbinden. Im Container geraten lose Schuhe durcheinander und finden nie wieder zusammen.
  4. In einen Beutel packen. Verschlossen und trocken, damit sie im Container nicht nass werden.
  5. Einlagen herausnehmen, wenn es orthopädische Einlagen sind. Sie sind individuell angepasst und nützen niemand anderem.

Rücknahme im Handel und Weitergeben

Einige Sportartikelhändler, Schuhketten und Hersteller von Laufschuhen stellen Sammelboxen für alte Schuhe auf, teils auch für Schuhe anderer Marken und teils gegen einen Gutschein. Die Angebote wechseln; fragen Sie in Ihrem Geschäft nach. Wie beim Container gehen die Schuhe meist an Sortierbetriebe, die tragbare Paare weiterverkaufen.

Wer sicher sein will, dass Schuhe direkt bei Menschen ankommen, bringt sie zu Kleiderkammern, Obdachlosenhilfe oder Initiativen für Geflüchtete. Gefragt sind dort oft feste Winterschuhe, Arbeitsschuhe und Kinderschuhe in gutem Zustand. Kinderschuhe werden selten verbraucht; gut erhaltene Paare lassen sich auf Kinderbasaren verkaufen. Markenschuhe und Sneaker in gutem Zustand verkaufen sich über Kleinanzeigen und Second-Hand-Plattformen.

Ein Hinweis bei Kinderschuhen: Das Fußbett passt sich mit der Zeit dem Fuß des Trägers an. Kaum getragene Kinderschuhe sind deshalb besser zum Weitergeben als abgelaufene.

Reparieren lassen

Viele Schuhe landen zu früh im Müll. Ein Schuhmacher erneuert Absätze, Sohlen, Nähte und Reißverschlüsse, weitet zu enge Schuhe und färbt verblasstes Leder nach. Bei gut gemachten Lederschuhen lohnt sich eine neue Sohle meist, bei billigen verklebten Schuhen oft nicht. Fragen Sie vorher nach dem Preis. Unangenehmer Geruch ist übrigens kein Grund zum Wegwerfen; was dagegen hilft, steht unter Stinkende Schuhe.

Sonderfälle: Leuchtschuhe, Sicherheitsschuhe, Schlittschuhe

  • Blinkschuhe für Kinder enthalten eine Batterie und Elektronik in der Sohle. Sie sind Elektrogeräte und gehören zum Elektroschrott, nicht in den Restmüll und nicht in die Kleidersammlung.
  • Beheizbare Schuhe oder Einlagen mit Akku: Akku herausnehmen und getrennt abgeben, Rest als Elektroschrott.
  • Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe kommen in den Restmüll; manche Arbeitgeber organisieren eine Rücknahme.
  • Schlittschuhe und Inlineskates: tragbar weitergeben, kaputt zerlegen – Kufen und Metallschienen zum Metallschrott am Wertstoffhof, Rest in den Restmüll.
  • Skischuhe und Wanderschuhe in gutem Zustand sind in Skibörsen und Second-Hand-Läden gefragt.

Kosten

Die Abgabe tragbarer Schuhe in Containern, Kleiderkammern oder im Handel kostet nichts. Kaputte Schuhe im Restmüll sind über die Müllgebühr abgedeckt, Elektroschrott nimmt der Wertstoffhof kostenlos an. Eine Reparatur beim Schuhmacher kostet je nach Arbeit von wenigen Euro für neue Absatzflecken bis zu einem höheren Betrag für eine komplett neue Sohle; bei hochwertigen Lederschuhen ist das meist trotzdem günstiger als ein neues Paar.

Typische Fehler

  • Lose Schuhe in den Container. Ein einzelner Schuh ist für niemanden brauchbar.
  • Kaputte Schuhe spenden. Sie verursachen dem Sammler Entsorgungskosten.
  • Blinkschuhe in den Restmüll. Batterien gehören getrennt gesammelt.
  • Schuhe in den Gelben Sack. Sie sind keine Verpackung.

Häufige Fragen

Wie entsorge ich alte Schuhe richtig?

Tragbare Schuhe paarweise zusammenbinden und in die Altkleidersammlung oder zu einer Kleiderkammer bringen. Kaputte Schuhe gehören je nach Kommune in den Restmüll oder in eine kommunale Textilsammlung.

Dürfen kaputte Schuhe in den Altkleidercontainer?

In der Regel nicht. Die meisten Sammler wollen nur tragbare Paare. Was mit kaputten Schuhen geschehen soll, regelt Ihre Kommune.

Was mache ich mit einem einzelnen Schuh?

Er gehört in den Restmüll. Eine Ausnahme sind Menschen mit unterschiedlich großen Füßen oder nach einer Amputation; für sie gibt es vereinzelt Tauschbörsen für Einzelschuhe, über die sich ein gut erhaltener Schuh weitergeben lässt.

Kann ich Schuhe im Schuhgeschäft abgeben?

Bei manchen Händlern ja, etwa über Sammelboxen in Sportgeschäften. Eine Rücknahmepflicht gibt es nicht; fragen Sie im Geschäft nach.

Wohin mit alten Schnürsenkeln und Schuheinlagen?

Einzelne Schnürsenkel und abgenutzte Einlagen gehören in den Restmüll. Orthopädische Einlagen sind individuell angepasst und lassen sich nicht weitergeben; auch sie kommen in den Restmüll.

Gehören Schuhe mit Leder in die Biotonne?

Nein. Leder ist gegerbt und verrottet kaum, dazu kommen Sohle, Kleber und Metallteile. Schuhe gehören nie in die Biotonne.