Heißluftfritteuse reinigen: Korb, Einsatz und Heizspirale

Inhalt9 Abschnitte
Eine Heißluftfritteuse reinigen Sie nach jedem Gebrauch mit wenig Aufwand: Stecker ziehen, abkühlen lassen, Korb und Schublade mit warmem Wasser und Spülmittel spülen, den Innenraum feucht auswischen. Hartnäckiges Fett weichen Sie ein statt es abzukratzen. Die Heizspirale oben im Gerät reinigen Sie nur gelegentlich und nur trocken oder leicht feucht. Was nie passieren darf: dass das Gerät selbst ins Wasser kommt oder die Beschichtung mit Scheuermitteln bearbeitet wird.
Warum regelmäßiges Reinigen wichtig ist
Beim Garen tropft Fett aus Hähnchen, Würstchen oder Pommes durch den Korb in die Schublade. Ein Teil verdampft und schlägt sich an der Decke des Garraums und an der Heizspirale nieder. Bleibt es dort, verbrennt es beim nächsten Garen, raucht, riecht und hinterlässt mit der Zeit eine dunkle, klebrige Schicht, die kaum noch abgeht. Außerdem schmeckt das Essen irgendwann nach altem Fett. Wer nach jedem Gebrauch kurz reinigt, spart sich die mühsame Grundreinigung.
Wie das Gerät funktioniert und worauf es beim Kauf ankommt, steht im Beitrag Heißluftfritteuse.
Was Sie brauchen
- Spülmittel und warmes Wasser
- weicher Schwamm ohne Scheuerseite, Spülbürste mit weichen Borsten
- Natron für eingebrannte Stellen
- weiches, fusselfreies Tuch
- optional eine alte, weiche Zahnbürste für Ecken und Gitter
Schritt für Schritt: die Reinigung nach jedem Gebrauch
- Stecker ziehen und abkühlen lassen. Mindestens eine halbe Stunde. Heißes Metall und kaltes Wasser vertragen sich schlecht, und die Heizspirale bleibt lange heiß.
- Korb und Schublade herausnehmen. Fett aus der Schublade in ein Glas oder Küchenpapier abgießen, nicht in den Ausguss; wie Sie Fett richtig entsorgen, steht unter Abfluss verstopft.
- Spülen. Korb, Gitter und Schublade mit warmem Spülwasser und einem weichen Schwamm reinigen. Die Gitterlöcher mit einer weichen Bürste ausbürsten.
- Innenraum auswischen. Mit einem feuchten, gut ausgewrungenen Tuch und einem Tropfen Spülmittel die Wände des Garraums abwischen, danach mit einem klaren feuchten Tuch nachwischen.
- Außen abwischen. Gehäuse und Bedienfeld mit einem feuchten Tuch reinigen, nicht triefend nass.
- Trocknen lassen. Alle Teile vollständig trocknen lassen, bevor Sie sie wieder einsetzen.
Spülmaschine oder Handwäsche?
Viele Hersteller geben Korb und Schublade als spülmaschinenfest an. Maßgeblich ist die Anleitung Ihres Modells. Trotzdem gilt: Die Antihaftbeschichtung hält bei Handwäsche länger. Aggressive Spülmaschinenreiniger und hohe Temperaturen lassen sie mit der Zeit stumpf werden, und an Kanten kann sie sich lösen. Wer die Spülmaschine nutzen möchte, wählt ein Programm mit niedriger Temperatur. Gerät, Deckel und Bedienteil gehören nie in die Spülmaschine.
Eingebranntes Fett lösen
Klebt Fett fest, füllen Sie die Schublade mit heißem Wasser und etwas Spülmittel, legen den Korb hinein und lassen alles 20 bis 30 Minuten einweichen. Danach lässt sich das meiste mit dem weichen Schwamm abwischen.
Bleiben dunkle Stellen, rühren Sie aus Natron und wenig Wasser eine Paste an, tragen sie auf, lassen sie eine Viertelstunde wirken und reiben mit einem weichen Tuch oder einer weichen Bürste nach. Anschließend gründlich abspülen. Natron ist mild genug für die meisten Beschichtungen, reiben Sie trotzdem ohne Druck.
Keine Scheuermittel, Stahlwolle, Metallschaber oder Scheuerschwämme. Sie zerkratzen die Antihaftbeschichtung, und beschädigte Beschichtung lässt Essen erst recht anhaften. Auch Backofenspray gehört nicht an eine Heißluftfritteuse: Es ist für Emaille gedacht, greift Beschichtung und Kunststoffteile an und hinterlässt Rückstände, die beim nächsten Erhitzen ins Essen gelangen können.
Die Heizspirale reinigen
Die Heizspirale sitzt oben im Garraum. Wenn es beim Garen raucht oder verbrannt riecht, obwohl Korb und Schublade sauber sind, sitzt dort meist Fett. So gehen Sie vor:
- Nur bei kaltem, ausgestecktem Gerät. Die Spirale kann lange nach dem Ausschalten noch heiß sein.
- Von oben herankommen. Bei vielen Modellen erreichen Sie die Spirale, wenn Sie das Gerät vorsichtig auf die Seite oder auf den Rücken legen. Einige Hersteller beschreiben das so in der Anleitung; halten Sie sich an deren Vorgaben.
- Trocken oder leicht feucht reinigen. Mit einer weichen Bürste lose Krusten abbürsten, dann mit einem nur leicht feuchten Tuch nachwischen. Kein tropfendes Wasser, keine Sprühreiniger.
- Vollständig trocknen lassen. Mehrere Stunden, bevor Sie das Gerät wieder einschalten.
Hartnäckige Beläge auf der Spirale nicht abkratzen. Sie verbrennen mit der Zeit, beeinträchtigen aber die Funktion nicht, solange nichts qualmt. Bei starker Rauchentwicklung das Gerät nicht weiter benutzen und den Kundendienst fragen.
Das Gerät nie ins Wasser tauchen oder unter den Wasserhahn halten. Im Gehäuse sitzen Motor, Lüfter und Elektronik. Wasser dort ist ein Sicherheitsrisiko, auch wenn es später wieder trocken aussieht.
Ofen-Modelle, Rührarm und Sichtfenster
Heißluftfritteusen in Ofenform mit Tür, Rosten und Drehspieß reinigen Sie wie einen kleinen Backofen: Roste und Bleche herausnehmen und einweichen, den Garraum feucht auswischen, die Glastür innen mit Spülmittelwasser und einem weichen Tuch säubern. Geräte mit Rührarm haben ein abnehmbares Paddel; ziehen Sie es nach jedem Gebrauch ab, denn darunter sammelt sich Fett. Sichtfenster in der Schublade putzen Sie ebenfalls nur mit weichem Tuch, weil der Kunststoff oder das Glas leicht verkratzt.
So bleibt die Heißluftfritteuse länger sauber
Passende Dauerbackfolien oder gelochtes Backpapier für Heißluftfritteusen fangen Fett und Krümel auf. Wichtig: Papier nie ohne Gargut darauf in den Korb legen und nicht vorheizen, solange es lose liegt. Der Luftstrom kann es gegen die Heizspirale drücken, und dann kann es verkohlen oder brennen. Stark fetthaltige Speisen wie Speck oder Bratwürste verursachen die meisten Spritzer; hier lohnt es, die Schublade gleich danach zu leeren. Nach jedem Gebrauch kurz spülen ist weniger Arbeit als einmal im Monat eine Grundreinigung.
Viele Kombi-Mikrowellen mit Heißluftfunktion haben ähnliche Heizstäbe; für sie gelten die Hinweise unter Mikrowelle reinigen. Weitere Anleitungen für Küchengeräte finden Sie in der Rubrik Küche.
Häufige Fragen
Wie oft sollte man die Heißluftfritteuse reinigen?
Korb und Schublade nach jedem Gebrauch, sonst verbrennen die Fettreste beim nächsten Mal. Den Innenraum etwa wöchentlich auswischen, die Heizspirale nach Bedarf, spätestens wenn es qualmt oder verbrannt riecht.
Warum riecht meine neue Heißluftfritteuse nach Plastik?
Bei neuen Geräten verdampfen beim ersten Aufheizen Produktionsrückstände. Viele Hersteller empfehlen, das Gerät vor dem ersten Garen einige Minuten leer laufen zu lassen. Verschwindet der Geruch nach mehreren Anwendungen nicht, wenden Sie sich an den Händler oder Hersteller.
Kann ich die Beschichtung reparieren, wenn sie sich ablöst?
Nein. Abplatzende Beschichtung lässt sich nicht ausbessern. Die meisten Hersteller bieten Ersatzkörbe und Schubladen an, die günstiger sind als ein neues Gerät.
Darf ich Essig zur Reinigung verwenden?
Für Korb und Schublade ist verdünnter Essig gegen Wasserflecken unproblematisch. Gegen Fett hilft er kaum, dafür sind Spülmittel und Natron besser. An die Heizspirale und in den Innenraum gehört er nicht.
Passt dazu
KücheHeißluft Friteuse


KücheWurmkomposter