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Druckerpatronen und Toner entsorgen

Christoph · 5 Min. Lesezeit

Farbige Tintenpatronen stecken im Druckkopf eines Druckers
Leere Patronen und Toner nehmen viele Händler und Hersteller kostenlos zurück
Inhalt8 Abschnitte
  1. Wohin gehören Druckerpatronen?
  2. Rücknahmeprogramme der Hersteller
  3. Sammelboxen im Handel und andere Wege
  4. So bereiten Sie die Patronen vor
  5. Tonerstaub: nicht verteilen
  6. Weniger Patronenmüll
  7. Warum nicht in den Gelben Sack
  8. Häufige Fragen

Leere Druckerpatronen und Tonerkartuschen geben Sie am besten über das Rücknahmeprogramm des Druckerherstellers zurück oder werfen sie in eine Sammelbox im Handel. Viele Patronen werden so wiederbefüllt, die übrigen stofflich verwertet. Gibt es keine Rücknahme, nimmt der Wertstoffhof sie an; kleine Mengen dürfen in manchen Kommunen in den Restmüll. In den Gelben Sack gehören sie nicht.

Wohin gehören Druckerpatronen?

Tintenpatronen und Tonerkartuschen sind Verbrauchsmaterial und rechtlich weder Verpackung noch Elektrogerät, auch wenn viele einen kleinen Chip tragen. Deshalb ist ihre Entsorgung weniger streng geregelt als bei Druckern selbst, und die Kommunen handhaben sie unterschiedlich. Die örtliche Abfallsatzung und die Abfallberatung oder Abfall-App Ihrer Stadt beziehungsweise Ihres Landkreises sagen, was bei Ihnen gilt. Hier steht der Regelfall in Deutschland.

WasRichtiger Weg
Leere Original-TintenpatroneRücknahmeprogramm des Herstellers, Sammelbox im Handel
Leere TonerkartuscheRücknahmeprogramm des Herstellers, Sammelbox, Wertstoffhof
No-Name- oder wiederbefüllte PatroneSammelbox oder Rücknahme des Anbieters, sonst Wertstoffhof oder Restmüll nach Vorgabe der Kommune
Volle oder eingetrocknete Patronewie leere Patronen, gut verpackt
Resttonerbehälter aus dem LaserdruckerHerstellerrücknahme oder Wertstoffhof
Alter DruckerElektroschrott: Wertstoffhof oder Rücknahme im Handel

Für den Drucker selbst gelten die Regeln für Elektrogeräte, siehe Elektroschrott entsorgen.

Rücknahmeprogramme der Hersteller

Die großen Druckerhersteller betreiben eigene Rücknahmeprogramme für ihre Original-Patronen und Toner. Meist funktioniert das so: Sie melden sich auf der Seite des Herstellers an, bekommen einen kostenlosen Paketschein oder einen Sammelkarton und schicken die leeren Kartuschen gesammelt zurück. Bei manchen Herstellern liegt der Rücksendeumschlag direkt in der Verpackung neuer Patronen. Die Rücksendung ist für Sie kostenlos. Welche Produkte in welchem Land angenommen werden, unterscheidet sich je nach Hersteller und ändert sich gelegentlich; schauen Sie deshalb auf der Seite Ihres Druckerherstellers unter Stichworten wie „Recycling“ oder „Rücknahme“ nach.

Die Programme nehmen in der Regel nur Patronen der eigenen Marke. Für Firmen und Büros mit größeren Mengen gibt es oft eigene Sammelboxen, die abgeholt werden.

Sammelboxen im Handel und andere Wege

Viele Büromärkte, Elektrohändler, Drogerien und Supermärkte stellen Sammelboxen für Druckerpatronen auf, oft zusammen mit denen für Batterien. Dahinter stehen Recyclingfirmen oder Wiederbefüller, die die Patronen sortieren, prüfen und wieder auffüllen lassen. Auch Schulen, Kindergärten und Vereine sammeln gelegentlich Patronen, weil sie von den Wiederbefüllern einen kleinen Betrag pro Stück bekommen. Fragen Sie in der Schule Ihrer Kinder nach; das ist ein sinnvoller Weg für leere Originalpatronen.

Ob sich der Verkauf einzelner leerer Patronen lohnt, hängt stark vom Modell ab. Ankaufportale zahlen nur für bestimmte Original-Kartuschen, und bei kleinen Mengen ist der Aufwand meist größer als der Ertrag.

Wenn nichts davon in Frage kommt, nimmt der Wertstoffhof Druckerpatronen an. Manche Kommunen erlauben ausdrücklich, einzelne Patronen in den Restmüll zu geben. Wiederverwertet werden sie dort allerdings nicht.

So bereiten Sie die Patronen vor

  1. Nicht öffnen. Stechen Sie die Patrone nicht auf und versuchen Sie nicht, Tinte herauszudrücken.
  2. Einzeln verpacken. Stecken Sie jede Patrone in einen kleinen Beutel, am besten in die Schutzhülle der neuen Patrone. So läuft keine Resttinte aus und die Düsen bleiben geschützt, was für die Wiederbefüllung wichtig ist.
  3. Toner besonders sorgfältig verpacken. Tonerkartuschen kommen in die Plastiktüte aus der Verpackung der neuen Kartusche und dann in deren Karton.
  4. Sammeln. Legen Sie eine kleine Kiste neben den Drucker, dann lohnt sich später eine Sammelrücksendung.
  5. Chips nicht entfernen. Die kleinen Chips werden für die Wiederaufbereitung gebraucht; lassen Sie sie dran.

Tonerstaub: nicht verteilen

Toner ist ein sehr feines Pulver. Beim normalen Wechseln einer Kartusche passiert nichts, aber Sie sollten den Staub nicht aufwirbeln und einatmen. Öffnen Sie leere Kartuschen deshalb nie, klopfen Sie sie nicht aus, und schütteln Sie sie nicht über dem Mülleimer aus. Ist doch Toner verschüttet, nehmen Sie ihn mit einem feuchten Tuch auf. Ein gewöhnlicher Staubsauger ist dafür ungeeignet, weil feine Partikel durch den Filter wieder in die Luft gelangen. Auf der Haut waschen Sie Toner mit kaltem Wasser ab; warmes Wasser kann ihn ansetzen lassen.

Tintenflecke auf Kleidung sind ein eigenes Thema: frische Flecke möglichst schnell mit kaltem Wasser ausspülen und nicht reiben, damit sich die Farbe nicht weiter verteilt.

Weniger Patronenmüll

Der meiste Abfall entsteht gar nicht erst, wenn weniger Patronen gebraucht werden. Drucker mit nachfüllbaren Tintentanks kommen mit Tinte aus Flaschen aus und erzeugen kaum Kartuschenmüll; für Haushalte, die regelmäßig drucken, ist das beim nächsten Druckerkauf eine Überlegung wert. Wiederbefüllte oder wiederaufbereitete Patronen sind eine weitere Möglichkeit, auch wenn die Qualität je nach Anbieter schwankt. Und nicht jeder Ausdruck muss sein: Entwurfsmodus, doppelseitiger Druck und das Speichern als PDF statt Ausdrucken sparen Tinte. Druckt ein selten genutzter Tintenstrahler nach Wochen streifig, ist die Patrone oft nicht leer, sondern der Druckkopf eingetrocknet; die Reinigungsfunktion des Druckers hilft dann häufig, bevor Sie eine neue Patrone einsetzen.

Warum nicht in den Gelben Sack

Der Gelbe Sack oder die Gelbe Tonne ist für Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterial gedacht. Eine Druckerpatrone ist zwar aus Kunststoff, aber keine Verpackung, sondern ein Produkt mit Tintenresten, Schwämmchen und oft einer kleinen Elektronik. In der Sortieranlage stört sie. Die leere Verpackung der neuen Patrone gehört dagegen in den Gelben Sack, der Karton ins Altpapier. In Kommunen mit Wertstofftonne gelten teils andere Regeln; auch hier hilft der Abfallkalender.

Häufige Fragen

Wohin mit leeren Druckerpatronen?

Am besten in das Rücknahmeprogramm des Druckerherstellers oder in eine Sammelbox im Handel, etwa im Büro- oder Elektromarkt. Beides ist kostenlos. Ist das nicht möglich, bringen Sie die Patronen zum Wertstoffhof.

Dürfen Druckerpatronen in den Restmüll?

In vielen Kommunen ja, in kleinen Mengen und gut verpackt. Das ist aber die schlechteste Lösung, weil die Patronen dort verbrannt statt wiederbefüllt oder verwertet werden. Die Rücknahme über Hersteller oder Sammelbox ist in der Regel ohne großen Aufwand möglich.

Wie entsorge ich No-Name-Druckerpatronen?

Die Rücknahmeprogramme der Druckerhersteller nehmen meist nur eigene Patronen. No-Name- und wiederbefüllte Patronen können Sie oft in die allgemeinen Sammelboxen im Handel geben oder beim Anbieter nachfragen, ob er zurücknimmt. Sonst gilt, was Ihre Kommune vorgibt: Wertstoffhof oder Restmüll.

Gehören Tonerkartuschen zum Sondermüll?

Nein, Tonerkartuschen aus Haushaltsdruckern sind in der Regel kein Schadstoff. Sie sollten aber nicht geöffnet werden, damit kein Tonerstaub austritt. Am besten geben Sie sie über den Hersteller zurück oder zum Wertstoffhof.

Muss ich Druckerpatronen vor dem Entsorgen leeren?

Nein. Patronen mit Resttinte werden genauso abgegeben wie leere. Verpacken Sie sie nur dicht, damit nichts ausläuft, und versuchen Sie nicht, die Tinte herauszudrücken.