Autobatterie entsorgen: Pfand und Rückgabe

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Eine alte Autobatterie geben Sie kostenlos zurück: beim Händler, der Starterbatterien verkauft, in der Werkstatt oder am Wertstoffhof. Kaufen Sie eine neue Batterie und geben die alte nicht gleich ab, verlangt der Händler ein Pfand, das Sie bei späterer Rückgabe zurückbekommen. In den Hausmüll darf die Batterie nie, und weil sie Säure enthält, transportieren Sie sie aufrecht und gesichert.
Wohin gehört eine Autobatterie?
Starterbatterien sind Blei-Säure-Batterien und fallen unter das Batterierecht. Die Rücknahme ist für Sie kostenlos. Welche Annahmestellen es vor Ort gibt, nennt die Abfallberatung Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises; hier steht der Regelfall in Deutschland.
| Zustand | Richtiger Weg |
| Alte Batterie beim Kauf einer neuen | direkt beim Händler oder in der Werkstatt abgeben, kein Pfand |
| Neue Batterie gekauft, alte noch im Auto | Pfand zahlen, alte Batterie später mit Beleg zurückbringen |
| Alte Batterie ohne Neukauf | Wertstoffhof, Händler oder Werkstatt, kostenlos |
| Beschädigt oder ausgelaufen | in säurefester Wanne zum Wertstoffhof, vorher anrufen |
| Motorrad-, Rasentraktor-, Bootsbatterie | wie Autobatterie |
| Akku eines Elektroautos | über Hersteller, Vertragswerkstatt oder Fachbetrieb |
So funktioniert das Batteriepfand
Das Pfand soll verhindern, dass alte Starterbatterien irgendwo liegen bleiben. Das Prinzip ist einfach:
- Sie geben die alte Batterie beim Kauf zurück: Es wird kein Pfand erhoben.
- Sie kaufen eine neue Batterie, ohne die alte abzugeben: Der Händler schlägt das Pfand auf den Kaufpreis auf, derzeit 7,50 Euro, und gibt Ihnen einen Pfandbeleg oder eine Pfandmarke.
- Sie bringen die alte Batterie später nach: Gegen Vorlage des Belegs bekommen Sie das Pfand zurück. Am einfachsten geht das bei dem Händler, der es kassiert hat.
Das gilt auch beim Online-Kauf. Versandhändler erheben das Pfand und nennen im Shop, wie die Rückgabe funktioniert. Geben Sie die alte Batterie bei einer anderen Stelle ab, etwa am Wertstoffhof, lassen Sie sich die Rückgabe bestätigen: Mit dieser Bestätigung muss der Versandhändler das Pfand erstatten, sofern sie nicht älter als zwei Wochen ist. Heben Sie den Pfandbeleg auf, bis die alte Batterie abgegeben ist; ohne ihn wird die Erstattung schwierig.
Geben Sie eine Altbatterie am Wertstoffhof ab, bekommen Sie dort kein Geld, zahlen aber auch nichts.
Die Batterie sicher ausbauen
Wer die Batterie selbst wechselt, hält sich an die Reihenfolge und an die Anleitung des Fahrzeugs. Bei vielen neueren Autos muss die neue Batterie nach dem Einbau im Steuergerät angemeldet werden; dann ist die Werkstatt die bessere Wahl.
- Zündung aus, Schlüssel abziehen. Alle Verbraucher sind ausgeschaltet.
- Zuerst den Minuspol lösen, dann den Pluspol. So vermeiden Sie einen Kurzschluss, falls das Werkzeug die Karosserie berührt.
- Halterung lösen und die Batterie gerade herausheben. Starterbatterien sind schwer, oft 10 bis 20 kg. Tragen Sie Handschuhe und am besten eine Schutzbrille.
- Pole abdecken. Die Polkappen der neuen Batterie oder etwas Klebeband verhindern, dass Metallteile beide Pole berühren.
- Aufrecht abstellen, auf einer stabilen, säurefesten Unterlage.
Aufrecht transportieren, nicht kippen
Eine Blei-Säure-Batterie enthält verdünnte Schwefelsäure. Sie verätzt Haut, Augen und Kleidung und frisst Löcher in Kofferraumverkleidungen. Stellen Sie die Batterie deshalb aufrecht in eine Kunststoffwanne oder eine stabile Kiste und sichern Sie sie gegen Verrutschen. Kippen Sie sie nicht, öffnen Sie keine Verschlussstopfen, und schütten Sie niemals Säure aus, weder in den Abfluss noch auf den Boden. Lagern Sie die Batterie bis zur Abgabe kühl, trocken und außer Reichweite von Kindern, nicht in der Wohnung.
Ist das Gehäuse gerissen oder tritt Flüssigkeit aus, fassen Sie die Batterie nur mit säurefesten Handschuhen an, stellen sie in eine dichte Kunststoffwanne und rufen vor der Fahrt beim Wertstoffhof an. Säurespritzer auf der Haut spülen Sie sofort mit viel Wasser ab; bei Spritzern ins Auge lange mit Wasser spülen und ärztliche Hilfe holen.
Warum die Rücknahme so gut funktioniert
Alte Starterbatterien werden fast vollständig verwertet. Das Blei wird eingeschmolzen und wieder zu neuen Batterien verarbeitet, das Kunststoffgehäuse wird ebenfalls recycelt, und die Säure wird aufbereitet. Weil das Blei einen Wert hat, zahlen Schrotthändler für Altbatterien teilweise sogar etwas. Genau deshalb landen Autobatterien selten im Wald – und wenn doch, richten sie dort großen Schaden an, denn Blei und Säure gelangen in Boden und Grundwasser.
Autobatterie, Gerätebatterie, E-Auto-Akku
Die Sammelboxen für kleine Batterien im Supermarkt sind für Autobatterien nicht gedacht. Für Haushaltsbatterien, Knopfzellen und kleine Akkus gelten eigene Wege, siehe Batterien entsorgen und Akkus entsorgen. Die Hochvoltakkus von Elektro- und Hybridautos sind ein ganz eigener Fall: Sie sind groß, schwer und brandgefährlich, wenn sie beschädigt sind. Sie gehören ausschließlich in die Hände von Hersteller, Vertragswerkstatt oder spezialisierten Fachbetrieben. Die 12-Volt-Bordbatterie eines Elektroautos ist dagegen eine normale Starterbatterie.
Beim Ausmisten der Garage finden sich oft noch weitere Autoabfälle. Altöl nimmt die Verkaufsstelle zurück, siehe Altöl entsorgen; für alte Reifen steht alles unter Autoreifen entsorgen. Wo der Wertstoffhof die richtige Adresse ist, erklärt der gleichnamige Beitrag.
Weitergeben: nur wenn sie wirklich noch taugt
Eine Batterie, die nur wegen eines Fahrzeugwechsels übrig ist, kann noch Jahre halten. Lassen Sie sie in einer Werkstatt prüfen, bevor Sie sie verkaufen oder verschenken, und nennen Sie das Alter; das Herstelldatum steht meist auf dem Gehäuse. Eine Batterie, die schon einmal tiefentladen war oder den Motor im Winter nur noch mühsam gestartet hat, gehört in die Rücknahme. Für den Käufer ist eine Panne mit einer schwachen Batterie teurer als eine neue.
Typische Fehler
- Batterie in die Restmülltonne oder zum Sperrmüll. Das ist verboten und gefährlich für die Müllwerker.
- Pfandbeleg wegwerfen. Ohne ihn bekommen Sie das Pfand kaum zurück.
- Batterie liegend im Kofferraum. Aus den Entgasungsöffnungen kann Säure austreten.
- Alte Batterie jahrelang in der Garage stehen lassen. Eine tiefentladene, frostgeschädigte Batterie kann reißen.
Häufige Fragen
Wo kann man Autobatterien entsorgen?
Kostenlos bei jedem Händler, der Starterbatterien verkauft, in Kfz-Werkstätten und am Wertstoffhof. Auch Schrotthändler nehmen sie an.
Muss ich beim Kauf einer Autobatterie Pfand zahlen?
Nur, wenn Sie keine alte Batterie zurückgeben. Dann wird das Pfand erhoben und bei späterer Rückgabe mit dem Beleg erstattet.
Kostet die Entsorgung einer Autobatterie etwas?
Nein. Die Rücknahme von Altbatterien ist für private Verbraucher kostenlos, beim Handel wie am Wertstoffhof.
Darf ich die Batterie selbst ausbauen?
Ja, wenn Sie die Reihenfolge einhalten, zuerst Minus, dann Plus, und Schutzbrille und Handschuhe tragen. Bei vielen neueren Fahrzeugen muss die neue Batterie elektronisch angelernt werden; das erledigt die Werkstatt.
Was mache ich mit einer ausgelaufenen Batterie?
Mit säurefesten Handschuhen in eine dichte Kunststoffwanne stellen, nicht kippen und vorher beim Wertstoffhof anrufen. Säurereste auf dem Boden nicht mit bloßen Händen anfassen, sondern mit viel Wasser verdünnen oder mit Bindemittel aufnehmen.



